„Falsche Behauptungen“ Zoff um Gladbach-Juwel: Berater wird deutlich
Emre Dursun und Can Armando Güner (r.) beim Spiel der U19 von Bourssia Mönchengladbach gegen 1860 München.
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Die Auseinandersetzung um Gladbachs Stürmer-Juwel Can Armando Güner spitzt sich zu! Dass der 18-Jährige die Borussia verlassen wird, steht fest, doch die Trennung entwickelt sich zu einem öffentlichen Rosenkrieg. Angeblich hat Güner selbst schon mit Galatasaray Istanbul eine mündliche Einigung über einen Vertrag bis 2030 erzielt.
Unklar ist nur noch der genaue Zeitpunkt des Wechsels. Sollte Güners Vertrag im Sommer auslaufen, wäre lediglich eine geringe Ausbildungsentschädigung von weniger als 200.000 Euro zu zahlen. Galatasaray möchte den Flügelspieler aber sofort holen und hat eine Offerte über 200.000 Euro plus 50.000 Euro an Boni sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent eingereicht.
Güner-Berater Mehmet Eser: „Ich bin nicht glücklich darüber“
Gladbach, wo Güner keine Perspektive mehr besitzt und vom Training ausgeschlossen wurde, verlangte zu Beginn 500.000 Euro sowie 25 Prozent bei einem künftigen Verkauf. Das berichtet „Sky“.
Ein Trip des Youngsters nach Istanbul, der am 9. Januar stattfand, sorgte für mächtig Aufsehen. Er reiste mit seinem Berater in die Türkei, um sich das Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce anzuschauen und dort Gespräche zu führen.
Gladbachs Sportchef Rouven Schröder zeigte sich im Anschluss „überrascht“ und betonte, man habe alles lediglich „aus der Presse“ erfahren. Die brisante Note: Güner soll sich unmittelbar vor dem Abflug krankgemeldet haben.
Doch diese Darstellung will Mehmet Eser, Güners Berater von der Agentur M-Soccermanagement, so nicht hinnehmen. Er widerspricht mit Nachdruck: „Das entspricht nicht ganz der Wahrheit.“ Nach Esers Aussage wurde Güner schon vier Tage vor dem Trip von einem Mediziner von Borussia Mönchengladbach aufgrund einer Erkältung bis zum entsprechenden Freitag krankgeschrieben.
„Zum Zeitpunkt der Reise war er wieder komplett gesund“, so der Agent. Er fügt hinzu, dass er mehrfach versucht habe, die Gladbacher Bosse über die Reise zu informieren, aber keinen Rückruf bekam.
Eser setzt sogar noch einen drauf: „Nachdem wir Anfang Januar ein erneutes Vertragsangebot von Gladbach abgelehnt haben, wurde mir von den Verantwortlichen mitgeteilt, dass ich für Armando im Januar einen neuen Verein suchen soll.“
Der Berater äußert sich entrüstet über die Art und Weise, wie mit seinem Klienten verfahren wird: „Ich bin nicht glücklich darüber, wie der Verein mit einem so jungen Menschen umgegangen ist. Ich kann nicht dabei zusehen, wie falsche Behauptungen über einen jungen Spieler in die Welt gesetzt werden.“ Für den kommenden Montag (19. Januar 2026) ist eine neue Gesprächsrunde zwischen den Klubs angesetzt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.