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Von Judith Malter, Achim Müller

Zoff um Vater von Gladbach-Star Nannte Thuram Algerier „weinerlich“?

Lilian Thuram am 17.04.2018 in Belgien.

Lilian Thuram, Vater von Borussia-Stürmer Marcus Thuram, ist derzeit wegen gemeinen Äußerungen gegenüber der algerischen Nationalmannschaft in aller Munde. Er selbst bestreitet, diese Aussagen getätigt zu haben.

Lilian Thuram (50), Vater von Gladbachs Marcus Thuram (24), ist neben seiner fußballerischen Leistung vor allem für sein Engagement gegen Rassismus bekannt. Nun aber soll sich der Ex-Weltmeister einen Faux-Pas geleistet haben, der so gar nicht ins Bild passt. Medien aus Kamerun berichten, der 50-Jährige habe sich zuletzt abfällig über Algerien und dessen Verhalten nach der WM-Qualifikation geäußert. Thuram selbst hat dies am Montag (25. April 2022) allerdings via Social Media dementiert.

Äußerte sich Lilian Thuram negativ über die algerische Nationalmannschaft?

Lilian Thuram ist neben seiner fußballerischen Leistung vor allem bekannt für seinen unaufhörlichen Kampf gegen Rassismus und für Gleichberechtigung. Nun aber kursiert ein Vorfall durch die Medien, der so gar nicht zum Vater von Marcus Thuram, Stürmer bei Borussia Mönchengladbach, passt.

Thuram Senior soll sich nämlich kürzlich abfällig über die algerische Nationalmannschaft und deren Verhalten nach der gescheiterten WM-Qualifikation geäußert haben. Der Grund: Die Algerier fühlten sich durch zahlreiche Schiedsrichter-Fehler im entscheidenden Match gegen Kamerun um die WM-Teilnahme betrogen, wollten bei der FIFA sogar ein Wiederholungsspiel erwirken.

„Die Wüstenfüchse“ um Borussia-Linksverteidiger Ramy Bensebaini (27) hatten das Hinspiel in Kamerun knapp mit 1:0 gewonnen, das Rückspiel im heimischen Blida dann aber mit 1:2 verloren und dadurch die Teilnahme an der WM 2022 in Katar knapp verpasst. Den Grund dafür sahen sie vor allem in der schlechten Schiedsrichterleistung.

Das Verhalten der Algerier soll Lilian Thuram in der Folge sauer aufgestoßen sein, heißt es nun in kamerunischen Medien. „Ich frage mich, ob Algerien sich auch über den Schiedsrichter beschweren würde, wenn sie das Rückspiel gewonnen hätten“, soll der 50-Jährige gesagt haben. Da „die Fennecs“ ihr Rückspiel allerdings verloren hätten, würde sich der Franzose nun angeblich wünschen, dass Algerien sich als fairer Verlierer zeige und wieder zum Tagesgeschäft übergehe.

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Thuram appellierte laut den Medien aus Kamerun an die FIFA, dem Protest Algeriens über die rechtmäßige WM-Qualifikation Kameruns nicht Stand zu geben. Demnach sei der Schiedsrichter der einzige, der über die Situationen im Spiel entscheide, weshalb dieser im Allgemeinen mehr Respekt verdient habe. Wenn der VAR ihn dazu ermutige, sich eine Szene nochmals anzuschauen, sei er derjenige, der die Szene bewerte, so Thuram.

„Glauben Sie, dass der rechtmäßig erlangte Sieg einer Nation nur wegen eines einzigen weinerlichen Landes für ungültig erklärt wird? Nur Algerien widerspricht der Wertung. Die Welt dreht sich aber nicht nur um Algerien“, wird Thuram weiter zitiert.

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Äußerungen die so gar nicht zu Lilian Thuram passen, zeigte er sich in der Vergangenheit doch als fairer Sportsmann und Verfechter von Respekt und Gleichberechtigung.

Woher die angeblichen Schimpf-Tiraden Thurams allerdings wirklich stammen, dazu schweigen die afrikanischen Medien. Eine Quelle jedenfalls zu einem Posting des Ex-Fußballers oder einem Interview fehlt in den Veröffentlichungen.

Kein Wunder also, dass Thuram selbst den Aussagen aus den jüngsten Medienberichten aus Kamerun widerspricht. Via Social Media teilte der Weltmeister von 1998 am Montag (25. April) mit: „Ich habe mit keinem kamerunischen Medium gesprochen und alle Aussagen, die über meine Person veröffentlicht wurden, sind absolut falsch.“

Sehen Sie hier einen Instagram-Post von Lilian Thuram zum Thema:

Woher die harschen Aussagen gegenüber Algerien also wirklich stammen, bliebt wohl vorerst ein Mysterium.