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Mehr davon! Diese Spiele sind Borussias „Benchmarks“

Breel Embolo brillierte beim 4:2 gegen den SC Freiburg. Es war offensiv die stärkste Leistung von Borussia Mönchengladbach in der abgelaufenen Saison.

Breel Embolo brillierte beim 4:2 gegen den SC Freiburg. Es war offensiv die stärkste Leistung von Borussia Mönchengladbach in der abgelaufenen Saison.

Mönchengladbach - „Benchmark“ ist eines dieser Wörter, die es aus der Wirtschaft in den Sport geschafft haben. Borussia hat in der vergangenen Saison einige Punkte gesetzt, an denen sie sich künftig messen kann. Wir haben uns für fünf Spiele entschieden, die in Gänze oder mit leichten Abstrichen absolut nachahmenswert sind.

Es spricht für die Fohlen und ihre 65-Punkte-Saison, dass es das 2:1 gegen den FC Bayern, das 3:0 gegen die TSG Hoffenheim, die beiden 4:1-Siege gegen Fortuna Düsseldorf und Union Berlin sowie das 3:1 zum Restart gegen Eintracht Frankfurt nicht in die Liste geschafft haben. Auftritte in der Europa League und im DFB-Pokal fehlen sogar komplett. Aber es hat ja niemand gesagt, dass nächste Saison nicht noch Luft nach oben ist. Auf dem Weg dahin kann es nicht schaden, sich an diese fünf „Benchmark“-Spiele zu erinnern.

7. Spieltag, 5:1 gegen den FC Augsburg

Wahrscheinlich sagen Fans aller Vereine über ihre Mannschaft, dass sie besonders gut darin sei, Vorlagen der Konkurrenz zu verdaddeln. Borussia-Fans haben in den vergangenen Jahren allerdings einiges an Beweismaterial gehortet. Diese Vorlage, nämlich am 6. Oktober mit einem Sieg gegen Augsburg Tabellenführer werden zu können, kam ausgerechnet aus Köln. Der FC hatte auf Schalke einen späten Punkt ergattert, der Weg für die Fohlen an die Spitze war frei.

Borussia ergriff die Chance auf beeindruckende Art und Weise. Gerade die Anfangsphase umwehte ein Hauch des 7:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien, schon nach 13 Minuten stand es 3:0. Das erste Tor durch Denis Zakaria (23) um 13.32 Uhr war sogar ein historisches: Nie zuvor hatte jemand so früh am Tag getroffen in der Bundesliga. Der Spirit dieses  Nachmittages sollte Gladbach bis Mitte Dezember an der Tabellenspitze halten.

13. Spieltag, 4:2 gegen den SC Freiburg

Zwar konnte Freiburg den frühen Rückstand noch ausgleichen und schnupperte nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 kurz an der Wende. Doch an diesem Sonntag Anfang Dezember war Borussias Offensive einfach zu stark. 4,8 Expected Goals produzierten Breel Embolo (23), Patrick Herrmann (29), Marcus Thuram (22) und Co., Gladbachs Bestwert in der vergangenen Saison, was die Torgefahr angeht.

Eines der schönsten Tore der Saison ging dabei von ganz hinten aus: Nico Elvedi (23) überspielte mit seinem strammen 20-Meter-Vertikalpass gleich sechs Gegner. Zakaria chippte den Ball wunderbar auf Embolo, der im Strafraum auch noch das Auge für seinen Nebenmann Herrmann hatte. Am ersten Advent war das ein Treffer von absolutem Champions-League-Format – und ein wichtiges Signal, dass im Rose-Fußball für diese Stilrichtung immer noch jede Menge Platz ist.

9. Spieltag, 4:2 gegen Eintracht Frankfurt

Frankfurt war Ende Oktober noch ein Top-Team in der Liga, sollte eine Woche später mit einem 5:1 gegen Bayern das Aus von Trainer Niko Kovac (48) besiegeln. Mit einem Sieg in Gladbach an jenem Sonntagabend hätte Frankfurt auf Platz zwei springen können, Borussia wiederum wollte unbedingt die Tabellenführung verteidigen. Es wurde ein packendes Duell. „Wir haben sehr offensiv gespielt, da ist es hin und her gegangen“, erinnert sich Fohlen-Co-Trainer Alexander Zickler (46).

Drei Tage nach einem kräftezehrenden Europa-League-Spiel in Rom steckte Borussia nicht nur zwei Verletzungen weg, sondern hatte auf die Anschlusstreffer der Eintracht zweimal eine Antwort parat. Mit Elvedi und Oscar Wendt (34) beteiligten sich zwei Abwehrspieler am Toreschießen, auch Zakaria war erfolgreich, nach Vorlage des gerade erst genesenen Kapitäns Lars Stindl (31). In diesem Spiel steckte viel von dem, was Borussia so stark gemacht hat vergangene Saison – sowohl spielerisch als auch in Sachen Einstellung.

32. Spieltag, 3:0 gegen den VfL Wolfsburg

Gladbach hat in der ersten Spielzeit unter Rose eine beeindruckende Konstanz gezeigt. Nie gab es drei sieglose Partien in Folge, nur einmal zwei Niederlagen nacheinander – doch das widerfuhr Borussia ausgerechnet in der heißen Endphase. Als sie am 32. Spieltag den VfL Wolfsburg empfingen, wussten die Fohlen, dass sie am besten einen Sieges-Hattrick starten müssen. Obwohl in Zakaria, Thuram und Alassane Plea (27) die drei wertvollsten Borussen fehlten, hatte Wolfsburg im wahrsten Sinne keine Chance.

Borussia setzte gegen den VfL Wolfsburg ein Zeichen im Kampf um die Champions League.

Borussia setzte gegen den VfL Wolfsburg ein Zeichen im Kampf um die Champions League.

Vorne brillierten Embolo, Stindl und vor allem Doppel-Torschütze Jonas Hofmann (28). Sogar Ibrahima Traoré (32) bekam seine erste und einzige Chance von Beginn an, weil die Personaldecke so dünn geworden war. Nur 0,4 Expected Goals ließen die Fohlen zu, in keinem anderen Spiel der Saison hielten sie den Gegner so gut vom Tor weg. Und als die „Wölfe“ gerade zu überlegen schienen, ob doch noch etwas gehen könnte an diesem Tag, signalisierte Stindl mit dem dritten Treffer: Heute nicht! Mit diesem Auftritt zeigte Borussia, dass sie auch ohne Spektakel beeindrucken kann.

20. Spieltag, 2:2 bei RB Leipzig

Das fünfte Spiel in dieser Liste hätte auch ein Sieg sein können. Doch nahezu chancenlose Leipziger wurden erst von Yann Sommers (31) und Zakarias Co-Klops zurückgeholt, dann dezimierte Schiedsrichter Tobias Stieler (39) die Fohlen, indem er an Plea ein Gelb-Rot-Exempel statuierte. Kurz vor Schluss gelang Leipzig per Flatter-Weitschuss das 2:2. Die erste Hälfte hatte nur Borussia gehört: 7:2 Torschüsse und zwei blitzsaubere Tore, darunter ein Kunstwerk über 40 Sekunden und 14 Stationen mit zehn involvierten Spielern.

Rose hatte sein Team in einem 3-5-2 in dieses Topspiel geschickt. Zakaria musste die eher ungeliebte Position im Zentrum der Dreierkette übernehmen. Allerdings durfte man sich nach diesem Auftritt fragen, wie gut „Zak“ den Job erst erledigen würde, wenn er ihn innig lieben würde. Dieser Abend war mit Sicherheit nicht der Grund, warum Timo Werner (24) für so viel Geld zum FC Chelsea gewechselt ist. Die Doppelsechs gehörte Florian Neuhaus (23) und Christoph Kramer (29) – das Beste-Freunde-Duo sollte auf dieser Position im Saisonendspurt noch ganz wichtig werden.