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Das Borussia-Zeugnis Starke Fohlen-Saison: Selbst der beste Mann der Rückrunde wird nur 15.

Sie prägten, wie so viele Fohlen, die zweitbeste Borussia-Saison seit 1984: Florian Neuhaus, Lars Stindl, Denis Zakaria, Patrick Herrmann (von links).

Sie prägten, wie so viele Fohlen, die zweitbeste Borussia-Saison seit 1984: Florian Neuhaus, Lars Stindl, Denis Zakaria, Patrick Herrmann (von links).

Mönchengladbach - Der Mann der Rückrunde ist nur knapp an der Relegation vorbeigeschrammt. Mit einem Notenschnitt von 2,71 war Florian Neuhaus (23) nach dem Jahreswechsel der beste Borusse. Dennoch belegt er im Saison-Ranking nur den 15. Platz.

Insgesamt 18 Fohlen schafften den Cut, indem sie in mindestens zehn Pflichtspielen bewertet wurden. Will heißen: Die Gladbacher waren in ihrer zweitbesten Saison seit 1984 auf ganz hohem Niveau unterwegs.

Florian Neuhaus steigert sich enorm

Neuhaus‘ Hinrunde war ja alles andere als katastrophal verlaufen. Gesetzt war er unter Marco Rose (43) schon damals, nach der U21-EM 2019 war er sogar früher aus dem Urlaub zurückgekehrt, um sich dem neuen Trainer schnellstmöglich zu zeigen. Dem zentralen Mittelfeldspieler fehlten lediglich der Rhythmus und die optimale Position.

Nach der Winterpause fühlte sich Neuhaus frisch genug, um anzugreifen – was er schließlich als Sechser-Achter-Hybrid eindrucksvoll tat. So wurde aus einer 3,75 noch eine 3,32, obwohl Borussia in der Rückrunde nur noch 17 Spiele hatte.

Leicht abgerutscht ist dagegen der notenbeste Borusse der Saison. Doch Patrick Herrmann (29/2,68) rettete seinen Vorsprung vor Yann Sommer (31/2,71) ins Ziel. Während der Keeper 42-mal durchspielte, kommt „Flaco“ nur auf 19 bewertete Partien, obwohl er fast nie fehlte. Borussias Kaderdichte war ihr Trumpf in dieser Saison. So spielte Herrmann seine beste Saison seit Jahren, erhielt nie eine Fünf, nur viermal eine Vier und wurde bis Anfang Oktober trotzdem nur einmal bewertet, genauso zwischen Ende Januar und Ende Mai.

Aufs Treppchen schaffte es der „Capitano“: In der Hinrunde war Lars Stindl (31) nach langer Verletzungspause erst spät eingestiegen, in der Rückrunde mauserte er sich zum „Mr. Doppelpack“ und zum Mann der zweiten Halbzeit. Als Borussia mit drei Siegen in Folge noch in die Champions League stürmte, ging Stindl voran mit drei Treffern. Ein Schnitt von 2,80 bedeutet Platz drei im GladbachLIVE-Notenranking.

Das GladbachLIVE-Zeugnis der Saison 2019/20:

  • Patrick Herrmann: Note 2,68 (19 benotete Spiele)

So gut war „Flaco“ zuletzt 2014/15, als Borussia erstmals die Königsklasse schaffte und er Nationalspieler wurde. Privates Glück (Sohn Leonard wurde geboren) schien ihn zu beflügeln. Auf dem Weg zur Vereinslegende.

  • Yann Sommer: 2,71 (42)

War schwankender als in der überragenden Hinrunde. Doch selbst wenn der Keeper mal patzte (wie in Leipzig, Bremen oder München), zeigte er meist im selben Spiel noch überragende Paraden. Als ein Gesicht der Fohlen ganz wichtig für den Klub.

  • Lars Stindl: 2,80 (20)

Mit fast 32 Jahren im Herbst seiner Karriere, aber noch lange nicht müde. Stellte seine Vollstrecker-Qualitäten und seine Spielintelligenz gleichermaßen unter Beweis. Mag kein klassischer Rose-Fußballer sein, aber so einen Stindl kann jeder Trainer gebrauchen.

  • Denis Zakaria: 2,90 (30)

Bis zum fatalen Zusammenstoß mit Sommer Anfang März war „Zak“ unfassbar stabil unterwegs – auf höchstem Niveau. Brillierte in der besten Halbzeit der Saison gegen Leipzig als Mittelmann in der Dreierkette. Ihn halten zu können, wäre so wichtig.

  • Tony Jantschke: 2,93 (15)

Die personifizierte Zuverlässigkeit. Wurde in der Rückrunde seltener gebraucht als in der Hinrunde, war aber bis auf einen schwachen Auftritt auf Schalke immer voll da. Unter Rose war sogar noch eine Entwicklung erkennbar im Vorwärtsverteidigen.

Ramy Bensebaini noch zu wechselhaft

  • Tobias Strobl: 3,00 (10)

Zahlreiche Borussen hatten Phasen, in denen sie plötzlich und unverhofft wichtig wurden. Strobl profitierte von Kramers und Zakarias Blessuren, lieferte noch mal ab auf der Sechs. Augsburg darf sich auf einen „Mr. Zuverlässig“ freuen.

  • Ramy Bensebaini: 3,00 (21)

Einen Flügelverteidiger mit diesen defensiven wie offensiven Fähigkeiten würden sich viele Trainer gerne schnitzen. An guten Tagen macht sich Bensebaini schon interessant für große Klubs, die schwachen müssen noch weniger werden.

  • Breel Embolo: 3,04 (24)

In der Rückrunde hatte er den besten Notenschnitt aller Borussen, wurde aber zu selten bewertet. Als hängende Spitze eine Wucht, ist im Zweikampf nicht nur ein Schrank, sondern eine Schrankwand. Muss seine Chancen aber noch besser nutzen.

  • Matthias Ginter: 3,06 (36)

Hätte in dieser Form vermutlich eine starke Europameisterschaft gespielt. Bleibt er so stabil, wird er das 2021 definitiv nachholen. An einen Ginter-Bock kann man sich kaum noch erinnern. Sein soziales Engagement abseits des Rasens gibt Extrapunkte.

  • Marcus Thuram: 3,06 (36)

Der Neun-Millionen-Mann von Absteiger Guingamp ist mittlerweile ein 30-Millionen-Mann kurz vor dem Königsklassen-Debüt. Im ersten Bundesligajahr waren auch Formschwankungen dabei. Die Ausschläge nach oben machten sie vergessen.

  • Nico Elvedi: 3,15 (39)

An guten Tagen hat nur der FC Bayern ein besseres und ausgewogeneres Innenverteidiger-Duo. Und wie bei Nebenmann Ginter waren auch bei der Schweizer Bank aus Zürich jede Menge gute dabei. Eigentlich hat Borussia zwei Abwehrchefs.

Stefan Lainer weiter wichtiger Vorarbeiter

  • Alassane Plea: 3,17 (30)

Sechs Einsen, sechs Fünfen – für den Franzosen ging es ganz schön auf und ab in dieser Saison. Auf der einen Seite war er Borussias Bundesliga-Topscorer, auf der anderen Seite blieb er oftmals unsichtbar. Diesmal konnten die Kollegen es besser abfangen als 2018/19.

  • Stefan Lainer: 3,21 (39)

Er läuft und läuft und läuft und läuft. Nur Sommer kam auf mehr Minuten als „Super-Ösi“ Lainer. Dem fehlten in der Rückrunde zwar die Ausschläge nach ganz oben, als Vorarbeiter des neuen Stils ist und bleibt er jedoch ganz wichtig für Rose.

  • Jonas Hofmann: 3,26 (23)

In der Hinrunde lange verletzt, dann sehr schwankend. Wie gut seine Rückrunde war, fiel erst so richtig auf, als Hofmann am Ende auch Tore schoss. Stand 2020 in 14 von 17 Spielen in der Startelf. War Sechser, Achter, Zehner, Linksaußen, Rechtsaußen.

  • Florian Neuhaus: 3,32 (34)

Gehörte mit seinen Leistungen nach der Winterpause in den fiktiven EM-Kader von Joachim Löw. Seine Qualitäten zwischen den Strafräumen dürften Max Eberl und Co. deutlich ruhiger schlafen lassen, falls Zakaria dieses oder nächstes Jahr geht.

  • Christoph Kramer: 3,40 (20)

Zeigte besonders nach dem Restart, dass man ihn nie abschreiben sollte. Überzeugte als Saugroboter vor der Abwehr und mit seinem guten Auge. In wichtigen Spielen lebt er inzwischen auch von seiner Erfahrung.

Oscar Wendt bleibt noch ein Jahr

  • László Bénes: 3,50 (14)

Der Verlierer der Rückrunde. Im ersten Halbjahr unter Rose war der Slowake noch nahezu gesetzt. Mehr als Kurzeinsätze gewährte der Trainer Borussias bestem Standardschützen nicht mehr.

  • Oscar Wendt: 3,67 (24)

Einer muss im Notenranking den letzten Platz belegen. Wendt war am stärksten, als Bensebaini nach der Winterpause ausfiel. Die abermalige Vertragsverlängerung spricht für sich und ist verdient. Im Oktober wird der „alte Schwede“ 35.