Trainer-Kandidaten bei Borussia Gladbach jagt den neuen Favre
Eugen Polanski ist in Gladbach nicht mehr unumstritten.
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Das Saisonfinale rückt näher und bei Borussia Mönchengladbach steht eine wegweisende Entscheidung auf dem Trainerposten bevor. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, wachsen selbst innerhalb des Vereins die Bedenken gegenüber Eugen Polanski.
Falls Rouven Schröder einen geeigneten Kandidaten auftut, der die Klubspitze von sich einnimmt, dürfte die Zeit von Polanski trotz seines bis 2028 laufenden Kontrakts nach nur einer Saison bereits enden.
Eugen Polanski steht in der Kritik
Obwohl die Fohlen auf Rang elf der Tabelle stehen, verlief die Spielzeit sowohl was das Spielerische angeht als auch bei der Weiterentwicklung des Teams enttäuschend. Gladbach war über viele Jahre für seinen flexiblen und offensiven Spielstil bekannt, aber unter Polanskis Leitung präsentierte sich die Elf häufig abwartend und ohne kreative Impulse.
Immerhin brachte diese Taktik vorübergehend Stabilität: Nur ein einziges Spiel ging in den zurückliegenden sieben Begegnungen verloren. Das berichtet „BMG-News“.
Was man Polanski aber am meisten vorwirft, ist die fehlende Förderung der Akteure. So gut wie kein Spieler hat in der jüngsten Vergangenheit sichtbare Fortschritte gemacht. Zwar gab Wael Mohya mit nur 17 Jahren seinen Einstand in der Bundesliga, doch aufgrund der defensiven Spielweise konnte er sich keinen Stammplatz erkämpfen.
Ein vergleichbares Schicksal ereilte den im Winter geholten Hugo Bolin. Seine Klasse blitzte zwar immer wieder durch, doch auch der Schwede wurde ein „Opfer“ der taktischen Vorgaben. Dabei sind es genau Talente wie Mohya, Bolin, Fabio Chiarodia und Jens Castrop, die die Zukunft des Klubs prägen sollen. Deshalb benötigt Gladbach unbedingt einen Coach, der Talente weiterbringt und ihnen sein Vertrauen ausspricht.
Für die kommende Spielzeit ist im Borussia-Park die Rückkehr zur Viererkette geplant. Um eine realistische Perspektive auf einen Verbleib zu haben, muss Polanski die Klubführung davon überzeugen, dass er auch für ansehnlicheren Angriffsfußball sorgen kann. Fehlt ihm ein überzeugendes neues Konzept, gehen dem 40-Jährigen wohl die Argumente aus.
Die Anhänger wünschen sich wieder Angriffsfußball, Leidenschaft und ein Team, das die Philosophie von Borussia lebt. Falls der Klub sich von Polanski trennt, nennt „Ligainsider“ schon zwei äußerst spannende Namen als mögliche Nachfolger. Tonda Eckert ist einer von ihnen und wird als eines der größten deutschen Trainer-Talente gehandelt.
Seit November 2025 mischt der gerade einmal 33-Jährige mit dem FC Southampton die Liga auf und hat den Aufstieg in die Premier League im Visier. Eckert setzt auf ein angriffslustiges 4-2-3-1-System, und mit 82 Toren stellt seine Mannschaft eine der stärksten Offensivabteilungen der Liga. Sein beruflicher Weg brachte ihn über Köln, Salzburg und Bayern München schließlich auf die Insel. Für die Borussia könnte er sich als Volltreffer erweisen, ähnlich wie einst Lucien Favre, aber sein Kontrakt ist noch bis 2027 gültig.
Jakob Poulsen ist ein weiterer interessanter Kandidat, der im Gespräch ist. Mit Aarhus GF ist der 42-jährige Däne drauf und dran, nach mehr als 40 Jahren erstmals wieder den dänischen Meistertitel zu holen. Poulsen favorisiert ein angriffsorientiertes 3-4-3-System und bereitet damit finanziell besser aufgestellten Klubs wie dem FC Kopenhagen Probleme.
In seiner aktiven Karriere bestritt Poulsen 36 Partien für die dänische Nationalelf und war beispielsweise für AS Monaco aktiv. Jedoch ist sein Vertrag in Aarhus noch bis 2029 datiert, was eine Ablösezahlung erforderlich machen würde. Eckert und Poulsen entsprechen beide dem Anforderungsprofil eines Coaches, der ein Team formen und mitreißen kann. Fest steht jedoch auch: Eine weitere übereilte Entscheidung ohne nachhaltige Strategie wäre im Borussia-Park vermutlich erneut zum Scheitern verurteilt. (red)
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