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Von Hannah Gobrecht

Schlitzohr-Nummer klappte nicht Starker Kramer schießt Schiri Aytekin ab und sorgt für Lacher

Christoph Kramer (l.) sah von Schiedsrichter Deniz Aytekin die Gelbe Karte, nachdem er diesen versehentlich abgeschossen hatte.

Christoph Kramer (l.) sah von Schiedsrichter Deniz Aytekin die Gelbe Karte, nachdem er diesen versehentlich abgeschossen hatte.

Mönchengladbach - Da mussten sie beide lachen: Schiedsrichter Deniz Aytekin (41) zeigte Gladbachs Christoph Kramer (29) im Spiel gegen Hertha BSC Berlin (2:1) in der 43. Minute die Gelbe Karte. Kramer hatte zuvor – mal wieder – seine Schlitzohrigkeit bei einem Freistoß unter Beweis stellen wollen. Doch Aytekin kannte kein Erbarmen.

Kuriose Freistoß-Situation zwischen Deniz Aytekin und Christoph Kramer

Kurz vor der Halbzeit, Freistoß für Borussia in der Nähe der Strafraumgrenze: Die potenziellen Schützen Ramy Bensebaini (25), Jonas Hofmann (27) und Lars Stindl (31) versammeln sich um den Ball. Aytekin ist gerade dabei, die Schritte bis zur Berliner Mauer abzuzählen, als Kramer plötzlich zum Schuss ansetzt und ihn am Rücken trifft.

Aytekin dreht sich verwundert um und nimmt Kontakt zu seinen Assistenten auf. „Du weißt, dass ich sie dir geben muss“ – so oder so ähnlich könnten schulterzuckend Aytekins Worte lauten, als er Kramer, der ebenfalls schmunzeln muss, verwarnt.

Kramer traf 2018 bereits so gegen den VfL Wolfsburg

Dabei wusste Kramer wohl ganz genau, was er tat. Im April 2018 hatte er beim 3:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg auf genau diese Art und Weise einen Freistoß verwandelt. Der Unterschied: Damals hielt er Rücksprache mit Schiedsrichter Tobias Stieler (38), der dadurch auf das Stellen der Mauer verzichtete und den Ball sofort freigab.

Aytekin war am Samstag allerdings gerade dabei, die 9,15 Meter zwischen Ball und Mauer abzuzählen. Pech für Kramer. Dessen gute Leistung schmälerte der kuriose Zwischenfall aber nicht. Gemeinsam mit Kumpel Florian Neuhaus (23) hatte er gegen Hertha mit 81 Ballkontakten die meisten bei Borussia, lief zudem mit 11,71 Kilometern am meisten.

Besonders im Saisonfinale war auf Kramer Verlass. In den vergangenen vier Partien spielte er jeweils durch, wurde nach den Verletzungen von Denis Zakaria (23, Knie-OP) und Tobias Strobl (30, Muskelfaserriss) gemeinsam mit Neuhaus zum Mittelfeld-Boss.

Seinen Wert für die Fohlen hat er als Abräumer vor der Viererkette unterstrichen. Im Spielaufbau bewies er gegen Hertha mit dem Chip-Ball auf Breel Embolo (23) vor der Führung ein gutes Auge und, ähnlich wie bei dem Freistoß, Handlungsschnelligkeit.

Gladbach: Kramer liefert, wenn er gebraucht wird

Im Endspurt um die Champions-League-Plätze schickte Kramer damit gleich seine Bewerbung für die nächste Saison raus. Und signalisierte Rose: Ich bin da, wenn ich gebraucht werde. Das könnte in Zukunft durch Strobls Abgang noch häufiger der Fall sein. Sollte ein heiß umworbener Zakaria, entgegen dem Vorhaben von Manager Max Eberl (46), früher oder später den Klub verlassen, hätte Kramer Anspruch auf einen Führungsposten im Mittelfeld.

Denn in László Bénes (22) muss sich ein weiterer Konkurrent ganz schön strecken, um dem Weltmeister von 2014 dauerhaft Paroli zu bieten. Kramer sagte nach dem Erreichen der Champions League: „Wenn wir uns einen genehmigen dürfen, dann sicherlich heute.“ Dabei dürfte er nicht nur auf die Königsklasse, sondern auch auf eine für ihn gelungene sechste Saison in Gladbach angestoßen haben.