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Immer noch „Platzelch“ in Gladbach Der ewige Wendt: Göteborg muss warten

Oscar Wendt (r.) ist der Rekord-Ausländer bei Borussia Mönchengladbach. Yann Sommer dürfte ihn irgendwann einholen. Es nächste Saison schon zu schaffen, wird eng.

Oscar Wendt (r.) ist der Rekord-Ausländer bei Borussia Mönchengladbach. Yann Sommer dürfte ihn irgendwann einholen. Es nächste Saison schon zu schaffen, wird eng.

Mönchengladbach - Da gibt Borussia so viel Geld für einen Linksverteidiger aus wie nie zuvor, er schlägt voll ein – und trotzdem verteidigt der ewige Oscar Wendt (34) noch einmal seinen Status als „Platzelch“.

Ramy Bensebaini (25) ist zuzutrauen, einer der besten Bundesligaspieler auf seiner Position zu werden, das Potenzial hat er mehr als nur angedeutet. Doch der Algerier verpasste eben auch fünf Spiele verletzt, war zweimal gesperrt und benötigte zwischendurch seine Verschnaufpausen. So landete Wendt einen knappen 23:20-Sieg gegen Bensebaini, was die Startelfeinsätze angeht.

Wendt überzeugt bei starken Gladbach-Auftritten

„Am Anfang, als ich gekommen bin, haben mir viele gesagt, dass Oscar sich mit der Spielweise schwertun wird. Das kann ich überhaupt nicht sagen“, widerspricht Trainer Marco Rose (43) allen frühzeitigen Abgesängen auf Borussias Rekord-Ausländer.

Wendt war mittendrin bei einigen der besten und stilprägendsten Auftritte der Fohlen in der abgelaufenen Saison: Beim 4:2 gegen Frankfurt, einem 90-minütigen Schlagabtausch, traf er. Beim 2:2 gegen Leipzig, als Gladbach eine Hälfte lang im 3-5-2 brillierte, legte er ein Tor auf.

Aktuell genießt Wendt seinen Sommerurlaub in Schweden. Er dokumentierte Grill-Sessions bei Instagram und schaute zwischendurch beim Training seines Ex-Klubs IFK Göteborg vorbei. Der hofft noch immer, dass Wendt dort seine Karriere ausklingen lässt. Bis mindestens 2021 sind solche Gedankenspiele jedoch hinfällig, seit Wendt – getreu der bisherigen Salami-Taktik – um ein weiteres Jahr in Gladbach verlängert hat.

Oscar Wendt: Ist 2021 wirklich Schluss in Gladbach?

All seine Kinder sind am Niederrhein geboren, das dritte während der Corona-Unterbrechung der Liga. Mit der Familie ist Wendt seit inzwischen neun Jahren in Krefeld heimisch, am Ende der nächsten Saison feiert er Zehnjähriges. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich mich bei Borussia unglaublich wohlfühle“, sagt er. Auch wenn neben ordentlichen Leistungen der Faktor, dass das Transferbudget arg limitiert ist, eine Rolle gespielt hat bei Wendts erneuter Vertragsverlängerung, sollte sich niemand zu sicher sein, dass 2021 wirklich Schluss ist in Gladbach.

Typen wie er sind essenziell für die Harmonie und das Gleichgewicht in der Kabine. Rose hebt den seit dem Abgang von Raffael (35) ältesten Borussen explizit hervor: „Oscar hat in Ramy Bensebaini sehr starke Konkrrenz dazubekommen. Wie entspannt er damit umgeht und wie professionell er das nimmt und sagt ‚Das macht uns beide nur besser‘, ist schon stark.“

Yann Sommer jagt Oscar Wendt

Nächste Saison stehen wieder mindestens 41 Pflichtspiele an. Irgendwann dürfte Wendt den Atem von Yann Sommer (31) in der Rekord-Ausländer-Rangliste spüren: Der Schwede steht bei 276 Einsätzen, der Schweizer bei 249. In der Bundesliga sind es 222 und 198 Spiele. Sollte Wendt die Führung noch ein Jahr verteidigen, wäre es für ihn wohl ein zufriedenstellendes. Tendenz: So leicht lässt sich der „Platzelch“ auch dort nicht verdrängen.

„Er ist ein schlauer Fußballer, hat sehr viel Erfahrung, einen fantastischen linken Fuß. Er ist dazu ein richtig guter Typ“, sagt Rose, „deswegen ist es konsequent, dass wir den Vertrag verlängert haben.“