Klare Ansage von Derby-Experte Darum hat Gladbach gegen Köln einen entscheidenden Vorteil
Alexander Voigt, hier im Laufduell mit Ivo Ulich (li., Gladbach), hat schon für beide Vereine Derbys bestritten.
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Alexander Voigt ist der Mann, der wie kaum ein Zweiter Einblicke in beide rheinischen Lager hat. Der als „Junge aus Ehrenfeld“ bekannte Voigt hat eine intensive Vergangenheit beim 1. FC Köln, für den er 208 Spiele bestritt.
Drei Mal ging es für ihn mit dem FC hoch, zwei Mal musste er den Gang in die zweite Liga antreten. Sein Weg führte ihn 2007 schließlich zu Borussia Mönchengladbach, mit den Fohlen schaffte er ebenfalls einmal den Sprung in die Bundesliga.
„Haben wir im Hinspiel gesehen“: Voigt rechnet mit Neuauflage
Zum anstehenden Duell der Rivalen hat der Ex-Profi, der für beide Klubs spielte, eine deutliche Haltung. Voigt rechnet nicht mit einem fußballerischen Leckerbissen: „Es würde mich schwer wundern, wenn es ein Spiel mit Pauken und Trompeten wird“, sagte er gegenüber „EXPRESS.de“. Der Einsatz sei für beide Teams schlichtweg zu hoch. Zwar habe Borussia in letzter Zeit keine spielerischen Glanzlichter gesetzt, doch anders als Köln holte sie entscheidende „dreckige Siege“ gegen St. Pauli und Union.
Ein kräftezehrender „Abnutzungskampf“ ist das, was Voigt erwartet, bei dem beide Mannschaften gehemmt agieren dürften. Was ihm aus der Perspektive der Kölner am meisten Sorgen bereitet, ist eine Neuauflage des Hinspiels. In diesem Spiel wurde Kölns Trainer Lukas Kwasniok von seinem Gegenüber Eugen Polanski taktisch komplett überrumpelt. Gladbach gab das Spielgerät an die Kölner ab und mauerte hinten, eine Taktik, gegen die die Gäste kein Mittel fanden.
Voigt, der in dieser Partie dem FC die Daumen drückt, fürchtet eine Wiederholung dieser Konstellation am Samstag. Seine schonungslose Einschätzung lautet: „Ich denke, dass der Ansatz des Spieles eher Borussia in die Karten spielt.“
Die Mannschaft vom Niederrhein hat ein besseres Punktekonto und ist nicht gezwungen, um jeden Preis zu gewinnen. Die Vorhersage des gebürtigen Kölners ist klar: „Sie werden dem FC den Ball überlassen – was dabei herauskommt, haben wir im Hinspiel gesehen.“ Ein Erfolg würde Gladbach auf 31 Punkte bringen und die Fohlen damit wohl aller Abstiegssorgen entledigen.
Der Druck lastet schwer auf dem FC, insbesondere auf Coach Kwasniok. Voigt wird sehr direkt: „Zwei Siege aus 17 Spielen lassen sich nur ganz schwer verkaufen – Leistung hin oder her.“ Sollte es eine erneute Niederlage im Derby geben, könnte dies das Aus für den Trainer bedeuten. Voigt, der heutzutage als Coach im Amateur- und Jugendfußball tätig ist und zudem die Tikitaka Fußball Schule als Standortleiter führt, ist sich bewusst, dass im Profisport letztlich nur die Resultate von Bedeutung sind. (red)
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