Fischer-Faktor und Abwehr-Kante Das macht Gladbachs nächsten Gegner so gefährlich
Für den Aufschwung bei den Mainzern ist vor allem ein Mann verantwortlich: Urs Fischer
Copyright: Torsten Silz/dpa
Borussia Mönchengladbach trifft am Sonntagabend (19.30 Uhr) auf den 1. FSV Mainz 05. Und die Gäste dürften mit einer ordentlichen Portion Ärger anreisen: Zuletzt kassierten die Rheinhessen zwei Pleiten hintereinander, was eine beeindruckende Serie von neun Spielen ohne Niederlage (fünf Erfolge, vier Remis) beendete.
Vor allem die 0:4-Klatsche am Donnerstag in Straßburg tat weh. Trotz eines 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel war damit im Viertelfinale der UEFA Conference League Schluss.
Urs Fischer stellte den 1. FSV Mainz völlig auf den Kopf
Für den Aufschwung bei den Mainzern ist vor allem ein Mann verantwortlich: Urs Fischer. Seit er Anfang Dezember 2025 übernommen hat, stellte er den Verein völlig auf den Kopf. Zu diesem Zeitpunkt war der FSV mit mageren sechs Zählern aus 13 Partien das Schlusslicht der Liga.
Starke 27 Punkte sammelte Mainz unter seiner Leitung in 16 Bundesliga-Spielen, was den Sprung vom letzten auf den neunten Rang bedeutete. Das Team belegt in der „Fischer-Tabelle“ sogar den fünften Platz. Lediglich der FC Bayern, Dortmund, Stuttgart und Hoffenheim waren in dieser Phase erfolgreicher. Das berichtet „borussia.de“.
Das Fundament für Fischers Erfolg ist eine extrem stabile Abwehr. Mainz hat mit lediglich 44 kassierten Treffern die siebtbeste Defensive der gesamten Liga. Obwohl kein Team mehr Gegentreffer per Kopf (11) hinnehmen musste, sind die 05er aus dem Spiel heraus nur schwer zu knacken. Ein Top-Wert: Nur sieben Gegentore fielen nach einem eigenen Ballverlust, was ligaweit den zweiten Platz in dieser Statistik bedeutet.
So gut die Defensive steht, so sehr hakt es noch im Angriff. Die 35 geschossenen Tore der Mainzer sind weniger als der Ligadurchschnitt von 46. Speziell bei schnellen Gegenangriffen mangelt es an Power. Nur 15 Torabschlüsse nach Kontern bedeuten den letzten Rang im Liga-Ranking.
Eine verrückte Statistik: Der FSV erarbeitet sich die fünftmeisten Top-Chancen, obwohl lediglich St. Pauli weniger Torschüsse abgibt. Standardsituationen sind hingegen eine echte Stärke: Mehr als ein Drittel der Treffer (37,1 Prozent) resultierten aus ruhenden Bällen.
Stefan Posch ist ein Symbol für die neue defensive Stärke. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler wurde im Januar leihweise von Como 1907 geholt und stand seither in jeder Partie über die volle Distanz auf dem Feld. Mit ihm im Abwehrzentrum konnten die Mainzer sechs ihrer vergangenen elf Bundesliga-Begegnungen gewinnen.
Der 51-fache Nationalspieler Österreichs traf zudem auf internationaler Ebene und zog damit Interesse auf sich. Sportdirektor Niko Bungert macht deutlich: „Wir haben den Wunsch, Stefan länger bei uns zu behalten. Er passt hervorragend zu allem, was Mainz 05 ausmacht.“
Jedoch hat der kommende Gegner mit Ausfällen zu kämpfen. Coach Urs Fischer wird gegen die Borussia wohl auf Maxim Leitsch, Stefan Bell, Kasey Bos, Jae-Sung Lee, Silas und Benedict Hollerbach verzichten müssen. Folgende Startformation wäre denkbar: Batz – Kohr, Posch, da Costa – Widmer, Amiri, Nebel, Sano, Mwene – Becker, Tietz. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.