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Von Piet van Riesenbeck

Zwei Wochen vor Real Madrid Borussia zittert um Zuschauer-Zulassung

Gegen Union Berlin durften rund 10.000 Zuschauer in den Borussia-Park.

Beim letzten Heimspiel der Borussia gegen Union Berlin waren rund 10.000 Zuschauer im Borussia-Park.

Mönchengladbach - Stell dir vor, Real Madrid kommt in den Borussia-Park und keiner geht hin. Aktuell kein völlig unrealistisches Szenario. Der Verein startet zwar am Mittwochabend (18 Uhr) den Ticketverkauf für das erste Champions-League-Heimspiel seit vier Jahren (Dienstag, 27. Oktober, 21 Uhr). Aber: Wie wahrscheinlich ist angesichts der steigenden Corona-Zahlen überhaupt eine Partie vor mehr als 300 Zuschauern?

Ohne Zuschauer gegen Real? Corona-Zahlen in Gladbach steigen

Entscheidend für die Zulassung von Zuschauern im Stadion ist das grüne Licht der lokalen Gesundheitsbehörden. Die haben sich in Deutschland auf einen Grenzwert von 35 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage in der entsprechenden Stadt geeinigt (7-Tage-Inzidenzwert). Für die Stadt Mönchengladbach mit ihren 261.000 Bewohnern heißt das: Maximal 91 neue Ansteckungen pro Woche. Oder auch 13 pro Tag.

Aktuell ist Mönchengladbach einer von sechs Bundesliga-Standorten, an denen der Wert unter 35 liegt. Allein neun Standorte sind Risiko-Gebiete (Wert höher als 50). Für Gladbach wurden in der letzten Woche pro 100.000 Einwohner 28,7 neue positive Nachweise auf das Coronavirus gemeldet (Stand Mittwoch, 14. Oktober). Noch am vergangenen Mittwoch waren es gerade einmal 19,5. Die Entfernung zum Grenzwert schrumpft also bedenklich.

Corona in der Bundesliga: Immer mehr Standorte im Risikogebiet

Abgesehen von der lokalen Entwicklung ist die Zahl der Neu-Infektionen in Deutschland insgesamt mittlerweile wieder deutlich höher als Mitte März, als die Entscheidung zur Unterbrechung der Bundesliga-Saison fiel. Zudem könnte sich die Situation ohnehin anders darstellen, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten getagt hat. Der Fußball wird dort zwar nicht ganz oben auf Tagesordnung stehen, sicherlich aber auch thematisiert werden. Gut möglich also, dass die Lage dabei neu bewertet wird.

Menschen, die sich im Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen zudem nicht in die Stadien. Bisher galt das allerdings eher für ausländische Destinationen. Wie mit dem Vorhandensein von zahlreichen Risikogebieten innerhalb Deutschlands umgegangen wird, ist dabei noch offen. Wie der „Kicker“ berichtete, bangen „Sky“ und die „ARD Sportschau“ deshalb bereits um die TV-Übertragung – beide sitzen im Risikogebiet München. Angesichts der Ausbreitung von Risikogebieten ist also fraglich, wie lange eine Berichterstattung von den Spielen unter den gegebenen Regeln noch gewährleistet werden kann.

Coronavirus: Mönchengladbach steuert auf Grenzwert zu

Es ist also durchaus denkbar, dass Toni Kroos (30) und Sergio Ramos (34) Ende Oktober nicht in den Genuss von mehr als 300 Fans im Borussia-Park kommen werden. Gleiches gilt für den VfL Wolfsburg. Das Team von Trainer Oliver Glasner (46) ist am Samstag (20.30 Uhr) zu Gast in Mönchengladbach.

Ob mit oder ohne Zuschauer, entscheiden die Behörden voraussichtlich am Freitag. Es dürfte eng werden: Am Dienstag und Mittwoch wurden jeweils zwölf Neu-Infektionen gemeldet. Würden es in den nächsten beiden Tagen wieder so viele, läge Mönchengladbach am Freitag bei einem 7-Tage-Wert von 33. Deutlich mehr sollten es nicht werden.