Der Sportchef der Fohlen hat noch einiges auf dem Zettel. Vor allem auf der Abgangsseite soll noch was passieren.
„Kann bestimmte Dinge auslösen“Gladbach-Boss redet Tacheles über weitere Abgänge

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Joe Scally (l.) ist einer der Gladbach-Profis, der noch gehen könnte.
Die letzte Phase der Transferzeit ist in vollem Gange! Für Borussia Mönchengladbach bedeutet die Verpflichtung von Ko Itakura, dem zehnten neuen Spieler in diesem Sommer, keineswegs das Ende der Aktivitäten.
Sportboss Rouven Schröder hat eindrucksvoll gezeigt, wie reaktionsschnell er ist. Der Abgang von Nico Elvedi in Richtung Leeds United war kaum offiziell, da präsentierte er mit der Wiederverpflichtung von Ko Itakura umgehend den idealen Nachfolger. Die Bilanz bisher: Zehn Neuverpflichtungen stehen zwölf Spielern gegenüber, die den Verein verlassen haben.
Schröder: „Wir haben noch ein bisschen was vor“
Eine erste Bilanz seiner Tätigkeit zog Schröder ebenfalls: „Ich glaube, dass wir die Dinge ordentlich umgesetzt haben. Wir sind zufrieden, aber noch nicht bei 100 Prozent, es gibt immer Möglichkeiten nach oben.“ Doch sein Fokus richtet sich nun eindeutig auf einen anderen Bereich. „Wir haben noch ein bisschen was vor, weil wir uns natürlich – wie wahrscheinlich jeder weiß – auch auf der Abgangsseite orientieren wollen“, lautet die unmissverständliche Ankündigung des sportlichen Leiters. Das berichtet „rp-online.de“.
Zwei Profis stehen anscheinend ganz oben auf der Verkaufsliste: Tomas Cvancara, für den es in der Zukunftsplanung keinen Platz mehr gibt, sowie Joe Scally. Nach den Neuverpflichtungen ist der Konkurrenzkampf für den US-Amerikaner auf der rechten Abwehrseite enorm gewachsen, weshalb er bei einer entsprechenden Offerte den Klub verlassen darf.
Zwar gibt es bei diesen beiden Personalien noch keinen Vollzug zu melden, aber Schröder nimmt wahr, wie der Transfermarkt an Fahrt aufnimmt. „In den vergangenen zwei Tagen musste man ein bisschen schmunzeln, weil der Transfermarkt noch einmal deutlich unruhiger geworden ist“, teilte er mit. Er erklärte, dass man nach Wochen der Ungewissheit jetzt spüre, „dass die Uhr tickt und sich andere Vereine noch einmal deutlich stärker erkundigen“. Häufig handle es sich dabei aber vorerst nur um unverbindliche Anfragen ohne feste Offerten.
Für manche Spieler könnte das erste DFB-Pokalspiel am Sonntag gegen Schott Mainz ein echter Augenöffner sein. Der Sportdirektor betrachtet den Pflichtspiel-Start als bedeutsames Signal für die gesamte Mannschaft. „Er kann im Kader bestimmte Dinge auslösen und zeigen, wie die Situation aussieht. Wenn alle Spieler da und fit sind, wird man bestimmte Zeichen erkennen“, meint der Manager. Wer sich in Mainz nicht im Aufgebot wiederfindet, könnte begreifen, dass ein Vereinswechsel der sinnvollere Schritt wäre.
Darüber hinaus legt Schröder nahe, dass die Profis ihre eigenen Erwartungen hinterfragen sollten. „Ein Spieler träumt am Anfang vielleicht von größeren Vereinen und ambitionierteren Mannschaften. Nach und nach merkt er dann, dass bestimmte Optionen nicht zustande kommen, und arrangiert sich möglicherweise mit einer anderen Lösung“, lautet seine Bewertung der Lage. Als Paradebeispiel dient Scally: Sein Traum ist wohl die Premier League, doch Gerüchte brachten ihn bisher vor allem mit Olympique Marseille aus Frankreich zusammen. (red)

