VAR-Wut eskaliert!Gladbach-Anhänger planen Riesen-Protest

Fans von Borussia Mönchengladbach.

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Fans von Borussia Mönchengladbach planen Proteste im DFB-Pokal.

Die Fohlen-Anhänger haben die Nase voll! Zum Pokal-Auftakt gibt's jetzt richtig Zoff.

Die Stimmung bei den Anhängern von Borussia Mönchengladbach ist zum Saisonbeginn extrem angespannt. Bereits beim Eröffnungsspiel gegen Aston Villa (2:1) wurde der Unmut laut, beispielsweise als es zu den bei der WM eingeführten Trinkpausen kam.

Nun steht die erste Runde im DFB-Pokal bevor und der nächste Protest rollt schon an – diesmal geht es gegen den verhassten Videoassistenten.

„Der VAR raubt uns die Freude am Fußball“

Die Gladbacher Anhänger beteiligen sich an einer deutschlandweiten Bewegung, die von etlichen Fanszenen unterstützt wird. Sowohl der FPMG Supporters Club als auch die Ultras von Sottocultura verbreiteten den Aufruf am Donnerstag.

Unter dem Motto „Der VAR raubt uns die Freude am Fußball“ wird die komplette Abschaffung des Video Assistant Referee im deutschen Fußball gefordert, da er den Charakter des Spiels fundamental verändere. Das berichtet „rp-online.de“.

Die Liste der Vorwürfe ist lang. Die Fans kritisieren, dass der Spielfluss durch die ewig langen Unterbrechungen massiv leidet. Der emotionalste Augenblick, der Torjubel, werde zunichtegemacht, weil statt spontaner Ekstase nur noch Unsicherheit herrsche. Obwohl der VAR seit der Spielzeit 2017/18 für mehr Fairness sorgen sollte, sei diese Hoffnung enttäuscht worden – im Gegenteil, es würden neue Ungerechtigkeiten geschaffen, so die Anklage.

Der Protest soll beim Pokal-Duell am Sonntag (15.30 Uhr) beim Oberligisten TSV Schott Mainz unüberhörbar sein. Mehr als 60 Fanklubs der Borussia unterstützen die Aktion offiziell, und es rechnet man mit über 10.000 Gladbachern, die die Mainzer Arena in einen Hexenkessel verwandeln wollen. Sportchef Rouven Schröder erwartet deshalb einen klaren Heimvorteil und sprach schon von einem „Heimspiel in Mainz“.

Die Fans wollen ihre Freude am Fußball zurück, auch wenn sie zugeben, dass der VAR nicht nur Nachteile hat. So hatte Borussia in der abgelaufenen Saison selbst von einer VAR-Korrektur profitiert, als ein Tor von Haris Tabakovic gegen Dortmund anerkannt wurde. Doch für die Anhänger ist die Sache klar: Der Preis für den technischen Nutzen ist zu hoch und sie sind nicht mehr gewillt, ihn zu zahlen. 

Ob die Proteste letztendlich erfolgreich sein werden, muss sich zeigen. Eine vollständige Abschaffung des VAR allein durch DFL und DFB wird als extrem unwahrscheinlich angesehen. Die Technologie ist mittlerweile fest in den internationalen Regelwerken von UEFA und FIFA verankert, was einen nationalen Alleingang erschwert. (red)

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