Kaum Bundesliga-ErfahrungGladbach-Boss verteidigt den neuen Kurs

Isac Lidberg gestikuliert im Training.

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Isac Lidberg ist einer der Neuzugänge bei Borussia.

Gladbachs neues Team: Reich an Erfahrung, arm an Bundesliga-Einsätzen. Was Rouven Schröder dazu sagt.

Ein frischer Wind weht bei Borussia Mönchengladbach, denn der Kader für die kommende Spielzeit wurde kräftig umgekrempelt. Insgesamt zwölf neue Gesichter, inklusive des im Winter geholten Hugo Bolin sowie drei aufstrebender Talente aus der eigenen Jugend, werden das Trikot mit der Raute überstreifen.

Eine Zahl lässt die Anhänger jedoch aufhorchen und die Stirn in Falten legen: Die Neuzugänge bringen es gemeinsam auf mickrige 39 Auftritte im deutschen Fußball-Oberhaus. Ist das ein zu hohes Risiko?

Gladbach-Boss macht sich „wenig Sorgen“

Dabei fehlt es den neuen Kräften keineswegs an Routine im bezahlten Fußball. Isac Lidberg (27) kann beinahe 300 Profi-Partien vorweisen, Daiki Hashioka (27) ist ein Nationalspieler aus Japan mit über 300 Einsätzen für seine Vereine und auch Yukhym Konoplia (26) sammelte die Erfahrung aus fast 200 Begegnungen. Dennoch betreten die meisten von ihnen mit der Bundesliga absolutes Neuland – die besagten 39 Auftritte gehen allein auf das Konto von Daniel Batz (26) und Hugo Bolin (13). 

Doch Sportdirektor Rouven Schröder bleibt angesichts der Kritik an der fehlenden Bundesliga-Praxis total gelassen, wie „rp-online.de“ berichtet. Ihm sind die Verschiedenheiten der Spielklassen bewusst: „In der Bundesliga darfst du weniger Fehler machen, weil sie deutlich eher bestraft werden. Die zweite Liga ist rustikaler – langer Ball, zweiter Ball.“

Bedenken hat er trotzdem nicht. „Bei unseren Neuzugängen mache ich mir wenig Sorgen. Man sieht, dass sie jeweils ihre eigene Note einbringen: Der eine bringt einen spielerischen Ansatz, Isac ist unglaublich dynamisch und vor allem ein richtiger Mann, der sich wehrt“, erklärt Schröder. Einen eindrucksvollen Beleg für diese Einschätzung lieferte Lidberg im Testspiel gegen Hoffenheim, wo er mit zwei Treffern und zwei Assists zum entscheidenden Mann auf dem Platz wurde.

Hinter dieser Transferpolitik steckt ein handfester Grund: die finanzielle Situation bei Borussia. Für die Verpflichtung von neun externen Spielern gab Schröder eine Summe von 12,5 Millionen Euro aus. Das ist ein deutliches Signal dafür, dass der Verein erfinderisch agieren muss. „Borussia muss sich bei Top-Profilen aus der zweiten Liga ganz klar umsehen“, macht der Sportchef deutlich.

Schröder wehrt sich entschieden gegen die Forderung, man solle in „höhere Regale greifen“. Er gibt zu bedenken, dass kostspielige Akteure nicht automatisch den Erfolg mitbringen. „Ich habe irgendwo gelesen oder gehört, man müsse in höhere Regale greifen. Das höhere Regal muss aber auch definiert werden. Mit vielen höheren Regalen haben wir uns schon schwergetan. Es ist kein Gesetz, dass es funktioniert“, äußerte er vor Kurzem. (red)

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