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Von Judith Malter

Neuanfang nach Pleitegeständnis Ex-Borusse findet neuen Klub 

Mo Idrissou klatscht beim Spiel des SC Viktoria Griesheim in die Hände.

Ex-Borusse Mohamadou Idrissou hat einen neuen Klub in der Hessenliga gefunden.

Mönchengladbach - Die Zeichen bei Ex-Borusse Mohamadou „Mo“ Idrissou (40) stehen auf Neuanfang. Der gebürtige Kameruner, der von 2010 bis 2011 in Diensten der Fohlen war, hat einen neuen Verein gefunden.

Eigentlich hatte Idrissou ab Januar beim Sechsligisten Rot-Weiß Frankfurt angeheuert. „Ich werde zwölf Tore schießen“, versprach Idrissou dort bei seiner Vorstellung. Doch aufgrund der Corona-Krise kam alles anders. Der 40-Jährige lief nur ein einziges Mal für seinen neuen Klub auf, dann musste er sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Beim SC Viktoria Griesheim in der Hessenliga will Idrissou nun zukünftig auf Torejagd gehen. Denn den Fußball liebt Idrissou nach wie vor.

Verpflichtung von Ex-Borusse Idrissou wurde lange geheim gehalten

Der Wechsel zu Viktoria kam allerdings etwas überraschend. Denn: Die Griesheimer hatten seine Verpflichtung bis zu seiner Einwechslung am 8. Spieltag geheim gehalten. Plötzlich tauchte sein Name jedoch auf dem Spielbogen auf. „Wir haben uns am Sonntag mit ihm geeinigt, wollten das aber noch bis zum heutigen Spiel geheim halten“, erklärte Viktorias Spielausschuss-Chef Uwe Krichbaum dieses Vorgehen gegenüber "Echo online".

Bei all der Freude darüber einen neuen Klub gefunden zu haben, besonders lukrativ dürfte das Engagement in der Hessenliga nicht sein. Viel Geld dürfte Idrissou dabei wohl also nicht verdienen. Und das scheint der Ex-Borusse derzeit gut gebrauchen zu können. Erst im Januar hatte der 40-Jährige nämlich erklärt, pleite zu sein. Erzählte im Interview mit der "BamS": „Ich bin mittellos, habe kein Geld“ (GladbachLIVE berichtete).

Als Grund für seine plötzliche Mittellosigkeit nannte "Mo" sein Pech mit den Frauen. Mit seiner Vermutung liegt er sicherlich nicht komplett falsch. Denn: Idrissou hat mehrere Kinder aus mehreren Beziehungen.

Seine älteste Tochter ist inzwischen fast volljährig. Kontakt zu ihrem Vater hatte sie kaum. Idrissou: „Ich habe sie seit über zehn Jahren nicht gesehen.“ Zu einem Sohn, der bei einem One-Night-Stand gezeugt worden sein soll, habe er gar keinen Kontakt mehr, zu seinem jüngsten Sohn Thiago, der in Düsseldorf wohnt, angeblich schon. Unterhalt könne er keinen zahlen: „Seit einem Jahr nicht, ich habe kein Geld.“

Bleibt zu hoffen, dass mit dem Wechsel nach Griesheim wenigstens wieder etwas Geld in die Kasse des Ex-Profis gespült wird.