Droht Borussia Mönchengladbach im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen (21. Mai 2023, 19.30 Uhr) erneut ein Defensivproblem? Mit der schnellen Offensive hatte die Gladbach-Abwehr des Öfteren Sorgen.
„Europas beste Kontermannschaft“Flitzer-Alarm! Droht Gladbach der nächste Tempo-Albtraum?

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Gladbach-Profi Manu Koné (M.) hat gegen Jeremie Frimpong (r.) von Bayer Leverkusen große Mühe im Zweikampf. Das Foto stammt aus dem Hinspiel am 22. Januar 2023 im Borussia-Park.
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Tempo-Alarm vor dem nächsten Auswärtsspiel!
Am kommenden Sonntag (21. Mai 2023, 19.30 Uhr) gastiert Borussia Mönchengladbach zum Bundesliga-Duell bei Bayer 04 Leverkusen.
Dem einen oder anderen Gladbach-Fan dürfte in Erwartung des Duells mit dem Europa-League-Halbfinalisten angst und bange werden. Denn: Die Elf von Trainer Xabi Alonso (41) ist mit außergewöhnlich hohem Tempo ausgestattet.
Gladbach: Sechs Niederlagen in Folge gegen Leverkusen
Vor allem Moussa Diaby (23) und Amine Adli (23) in der Offensive sowie Flügelverteidiger Jeremy Frimpong (22) sorgen mit ihren schnellen Gegenstößen regelmäßig für Probleme in den Bundesliga-Abwehrreihen.
Mit Frimpong (36,00 km/h) und Diaby (36,52 km/h) stellt Leverkusen zwei der sechs am schnellsten gemessenen Profis der aktuellen Bundesliga-Saison. Nicht umsonst bezeichnete Roma-Trainer José Mourinho (60) Leverkusen jüngst als „beste Kontermannschaft Europas“.
Schon vor dem Wechsel von Ex-Trainer Gerardo Seoane (44) auf Alonso im Oktober war das Leverkusener Tempo phasenweise ligaweit gefürchtet, so auch in Gladbach.
In den vergangenen Jahren hatte der VfL – unter verschiedensten Trainer und mit unterschiedlichen taktischen Ausrichtungen – regelmäßig Probleme gegen Bayer, sechs Bundesliga-Duelle am Stück gingen verloren.
2:3, 1:2, 0:4, 0:1, 3:4, 1:3 lauten die Ergebnisse seit 2020 – viele Gegentore sind keine Seltenheit. Hinzu kommt noch eine 0:5-Pokalklatsche im Oktober 2018.
Auch in dieser Saison bekam die Elf von Daniel Farke (46) das Leverkusener Tempo schon zu spüren. Im ersten Spiel nach der WM-Pause (2:3) sorgte ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte und der daraus folgende Konter für das zwischenzeitliche 0:2 durch Amine Adli kurz vor der Pause.
Zwar zeigte sich Gladbach in den vergangenen Wochen defensiv deutlich stabiler und kassierte lediglich vier Gegentore in sechs Spielen. Das war jedoch vor der 2:5-Abreibung bei Borussia Dortmund am vergangenen Samstag (13. Mai), bei dem die Fohlen schon nach einer halben Stunde mit 0:4 zurücklagen.
Dabei offenbarte die Abwehrkette aus Ramy Bensebaini (28), Nico Elvedi (26), Marvin Friedrich (27) und Stefan Lainer (30), aber auch das zentrale Mittelfeld mit Julian Weigl (27) und Manu Koné (22), abermals eklatante Schwächen, wenn der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren geht und der Gegner mit Tempo in Richtung VfL-Tor ziehen kann.
Bensebaini ist am Sonntag wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt und Friedrich dürfte wohl wieder auf der Bank Platz nehmen, aber auch die Alternativen Luca Netz (20) und Ko Itakura (26) waren in dieser Spielzeit nicht immer sattelfest in der Defensive.
Xabi Alonso und Bayer Leverkusen werden sich genau angeschaut haben, was die BVB-Angreifer um Donyell Malen (24) und Karim Adeyemi (21) vor allem im ersten Durchgang mit der Gladbacher Hintermannschaft veranstalteten.
Sollten Farke und Co in der laufenden Trainingswoche keine Mittel finden, die Ballverluste und schnellen Gegenstöße zu verhindern, droht der nächste Tempo-Albtraum und damit die nächste unruhige Woche am Niederrhein.
(yre)



