Attacke statt ZurückhaltungFür Blessin ist alles anders als beim FC St. Pauli

Alexander Blessin gestikuliert auf einer Gladbach-Pressekonferenz.

Copyright: Jens Dirk Paeffgen

Alexander Blessin hat in Gladbach viel Arbeit vor sich.

Frischer Wind am Niederrhein! So packt Blessin die Mission Rettung an.

Eine riesige Herausforderung wartet auf Alexander Blessin, den neuen Coach von Borussia Mönchengladbach.

Die Atmosphäre am Borussia-Park ist nach vier Pleiten zum Auftakt der Saison am Boden. Seine Aufgabe ist eindeutig: Die Fohlenelf muss wiederbelebt und das Publikum sofort begeistert werden.

Blessin verfolgt einen klaren Plan

Am Niederrhein findet er eine komplett andere Lage vor als bei seiner vorherigen Station. Bei seinem Antritt beim FC St. Pauli am 1. Juli 2024 traf Blessin auf einen euphorischen Bundesliga-Neuling, der vor Selbstvertrauen strotzte. Dort war es seine Aufgabe, die riesige Begeisterung zu dämpfen und die Erwartungshaltung zu kontrollieren. 

In Gladbach ist nun das genaue Kontrastprogramm nötig. Mit vollem Einsatz will Blessin die gedrückte Atmosphäre umkehren und verfolgt dabei eine klare Strategie. Das berichtet „rp-online.de“.

„Als Mannschaft müssen wir den ersten Schritt machen“, unterstrich er. Es zähle die absolute Grundlage, die die Anhänger erwarten: ein erfolgreiches Tackling, ein abgefangener Schuss und bedingungsloser Kampfgeist. Auf diese Weise soll der Borussia-Park erneut zu einem Ort werden, den Kontrahenten fürchten.

Der Spielkalender liefert ihm die vielleicht beste Gelegenheit, um direkt ein starkes Signal zu senden. Sein erstes Pflichtspiel ist das brisante Derby gegen den 1. FC Köln am 11. Oktober. Blessin ist sich der enormen Bedeutung dieses Duells bewusst und nennt es eine potenzielle „Initialzündung“. Ein Erfolgserlebnis könnte den Umschwung bringen, während eine Pleite die Stimmung weiter drücken würde.

Eine kuriose Randnotiz: Bereits vor dem rheinischen Duell kommt es am 3. Oktober zu einer raschen Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Gladbach bestreitet ein Freundschaftsspiel gegen St. Pauli, das schon länger feststand. Die Hamburger dürften sich über den neuen Job ihres ehemaligen Trainers besonders freuen, denn so sparen sie dessen Salär. (red)