Bei Borussia galt er als Mega-Talent, beim FC Bayern als Flop-Transfer. Wie Sinan Kurt heute auf den damaligen Wechsel guckt.
Karriere früh beendetEx-Gladbach-Juwel packt über umstrittenen Wechsel aus: „Schlimmer gemacht“

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Mit den Gladbacher Profis kam Sinan Kurt (l.) nur in Testspielen zum Einsatz.
Bei Borussia Mönchengladbach zählte er zu den größten Hoffnungsträgern, doch sein Abgang verursachte ein gewaltiges Beben. Die Rede ist von Sinan Kurt.
Sein heiß debattierter Transfer, der ihn 2014 zum FC Bayern München führte, erhitzte die Gemüter. Jetzt, im Alter von 30 Jahren, schaut er zurück und stellt gegenüber der „Bild“ fest: „Ich würde es wahrscheinlich immer wieder so machen.“
Kurt verließ Gladbach ohne Profi-Einsatz
Kaum hatte er seinen 18. Geburtstag gefeiert, ging es für eine Summe von drei Millionen Euro von der Borussia zum großen FCB. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kurt noch kein einziges Pflichtspiel bei den Profis absolviert!
In München setzte er sich nicht durch. Wie sich seine Karriere entwickelt hätte, hätte er den Niederrhein nicht verlassen? Für ihn eine offene Frage: „Wie es anders verlaufen wäre, wenn ich in Gladbach geblieben wäre, kann man sowieso nicht sagen. Niemand weiß, was dann passiert wäre.“
Den gewaltigen Hype der Medien um seine Person hat er zu der Zeit nicht verstanden. Rückblickend findet er, die ganze Angelegenheit sei „medial schon sehr, sehr aufgebauscht“ und „schlimmer gemacht“ worden, als sie tatsächlich war. Das berichtet „SPOX“.
Seine Zeit in München war nach lediglich eineinhalb Jahren vorbei. Der deutsche Rekordmeister gab ihn für schlappe 500.000 Euro an Hertha BSC ab. Aber auch in Berlin wurde er nicht glücklich. Drei Jahre verbrachte er dort, ehe er sein Glück anschließend in Österreich, der Slowakei und der Türkei suchte.
Inzwischen hat Kurt dem Profifußball den Rücken zugewandt. „Ich habe mittlerweile eine eigene Fußballschule und spiele aus Spaß immer noch Fußball“, erzählt er. Seinem jüngeren Ich von damals würde er heute jedoch ein paar klare Tipps geben: Er hätte die Sache ernster angehen und „mehr Mentalität“ an den Tag legen sollen, statt sich nur auf seine Begabung zu verlassen.
Seine Bilanz in der Bundesliga fällt ziemlich mager aus. Für den FC Bayern kam er nur ein einziges Mal zum Einsatz: am 25. April 2015 bei einem 1:0-Erfolg über Hertha BSC, als er zur zweiten Hälfte ins Spiel kam. Für den Hauptstadtklub kamen später nur noch fünf Minuten in Deutschlands Elite-Liga hinzu, verteilt auf zwei kurze Auftritte. (red)

