Nach dem verkorksten Start meldet sich der Gladbach-CEO zu Wort und will endlich Resultate sehen!
„Zügiger Anpassungsprozess“Gladbach-Boss bricht nach Katastrophen-Start sein Schweigen

Copyright: IMAGO/fohlenfoto
Stefan Stegemann hat sich zur aktuellen Situation bei Gladbach geäußert.
Der Saisonauftakt von Borussia Mönchengladbach ging komplett in die Hose, der Trainer wurde früh ausgetauscht – und jetzt redet auch die Chefetage! Nachdem wochenlang hauptsächlich Sportdirektor Rouven Schröder das Krisenmanagement stemmte, packt nun CEO Stefan Stegemann aus und bezieht Stellung zur heiklen Situation am Niederrhein.
Stegemanns redet im vereinseigenen Interview nicht groß drumherum: Der Bundesliga-Start sei „für alle sehr enttäuschend“ gewesen. Als Kern des Problems identifiziert er die wackelige Defensive: „Hier gilt es, sich nach dem Trainerwechsel neu zu finden. Dazu bedarf es eines zügigen Anpassungsprozesses und eines Trainers, der diese Stabilität herstellt.“
Gladbach-CEO spricht von „anspruchsvoller“ finanzieller Situation
Zwar sei der neue Coach Alexander Blessin der passende Mann, um das zu richten, doch der CEO sieht vor allem die Mannschaft in der Pflicht. Das berichtet „rp-online.de“. Seine unmissverständliche Forderung: „Harte Arbeit, Disziplin und höchste Einsatzbereitschaft.“ Nur mit dieser Einstellung könne man sich den Erfolg wieder erarbeiten.
Der Vereinschef ging zudem auf den riesigen Umbruch im Sommer ein, der laut ihm „52 Personal-Bewegungen in Kader und Staff“ umfasste. Eine derart gewaltige Veränderung brauche natürlich ihre Zeit, damit sich die neuen Strukturen finden können. Aber manchmal, so Stegemann, seien eben auch rasche Anpassungen unumgänglich – wie beim Trainerposten, von dem sich Eugen Polanski verabschieden musste.
Für diese Generalüberholung gab es laut Stegemann mehrere Ursachen. „Die Mannschaft brauchte neue Impulse“, erläuterte der CEO. Obendrein sei die finanzielle Situation immer noch „anspruchsvoll“, entwickle sich jedoch langsam wieder zum Besseren. Ein zentraler Baustein war hierbei der Deal um Eigengewächs Rocco Reitz, der für 20 Millionen Euro zu RB Leipzig ging. Mit diesem Geld konnte Sportchef Schröder schon frühzeitig auf dem Transfermarkt agieren.
Dank der Verkäufe von Spielern wurde ein Transferplus erzielt, was dem Verein neue Möglichkeiten eröffnete. „Zusätzlich wurde in Spieler mit Potenzial investiert. So konnten wir auch erforderliche Gehaltskostensenkungen erreichen“, führte Stegemann aus. Diese Philosophie, auf junge, formbare Spieler zu bauen und damit neue Werte zu generieren, sei der ureigene Weg der Borussia. Er nannte als Vorbilder Talente aus dem eigenen Nachwuchs wie Wael Mohya und Mathieu Nguefack, aber auch externe Zugänge wie Hugo Bolin und Jan Leszczynski.
Das oberste Ziel sei jetzt aber, endlich in dieser Saison anzukommen und die dringend benötigten ersten Punkte einzusammeln. (red)
