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Von Achim Müller

Guck mal, Bundesliga! Hat Gladbach Taktik-Kniff geoutet, mit dem die Super-Bayern zu knacken sind?

Gladbachs Florian Neuhaus schießt am 8. Januar 2021 den Ball zum 3:2-Endstand in das Tor des FC Bayern München.

Die Entscheidung im Borussia-Park. Gladbachs Florian Neuhaus schießt am 8. Januar 2021 den Ball zum 3:2-Endstand in das Tor des FC Bayern München.

Mönchengladbach - Hat Gladbachs irrer Aufholjagd-Sieg (3:2) der Liga gezeigt, wie die Super-Bayern noch öfters zu knacken sind? Dass die Borussen den Bajuwaren die Lederhosen trotz eines 0:2-Rückstandes noch ausziehen konnten, ist nicht nur dem Glück des Tüchtigen geschuldet gewesen.

Gladbach gegen Bayern: Fohlen bei Kampf-Statistiken vorne

Die Fohlen sind fast sieben Kilometer mehr gerannt als der Rekordmeister. Neben Kampf und Einsatz kamen Können und wohl auch Taktik hinzu. Der VfL präsentierte sich in einer Formation (drei Mittelfeldspieler fast auf einer Linie), die, trotz des frühen Münchner Doppelschlages, den Bayern richtig Probleme bereitet hat.

Trainer Marco Rose (44): „Wir wollten 4-2-2-2 oder 4-4-2 verteidigen. Für Zak (Denis Zakaria, Anm. d. Red) war das mehr oder weniger eine neue Position als Flügelzehner. Die Idee dahinter war, Hoffi (Jonas Hofmann) mehr in die letzte Linie als Stürmer zu nehmen, um seine guten, tiefe Läufe nutzen zu können.“

Rose ergänzt: „Lars (Stindl) haben wir mit seiner Qualität zwischen den Linien mehr von der Zehn weg spielen lassen. Und Breel (Embolo) sollte natürlich, genau wie Hoffi, mit viel Tiefe agieren, plus natürlich seiner Ballsicherung, wenn wir mal einfache Bälle in die letzte Linie vom Gegner spielen wollten. Da haben wir mit Ball schon fast ein bisschen Raute gespielt.“

Rose sagt: „Bei Ballverlusten war uns einfach wichtig, dass Denis die beiden Sechser mit unterstützen kann, falls Hoffi den Weg nicht schnell genug schafft in seiner Position. Zak sollte mit seiner Dynamik auch Tiefe suchen, aber vor allem die Sechser mit unterstützen.“

Dass dieser Plan erst nach der 2:0-Führung der Bayern griff und die Borussia das Spiel komplett drehte, erscheint da noch erstaunlicher. Rose: „Zu Beginn war das zu wenig von uns, wir waren nicht richtig im Spiel. Nach hinten heraus ist es aber aus meiner Sicht ein verdienter Sieg gewesen, der uns Kraft gegen sollte.“

Bayern hatte zwar mehr Ballbesitz (67 Prozent), eine bessere Passquote (88 Prozent/Gladbach 78 Prozent). Mehr Torschüsse (16:8). Dazu spielten die Münchner deutlich mehr Pässe (706:358). Aber Gladbach lief mehr (123,13 km zu 116,77). Gladbach gewann mehr Zweikämpfe (51 Prozent zu 49), Gladbach war noch kaltschnäuziger im Abschluss.

Bayern-Trainer Hansi Flick: „Wir sind nicht überrascht gewesen“

Münchens Erfolgstrainer Hansi Flick (55): „Nein, wir sind nicht überrascht gewesen. Es ist ja schon auffällig, wo wir Probleme haben. Das müssen wir einfach verbessern. Dass wir gegen den Ball, auch bei Ballverlust, die Tiefe absichern. Wir haben drei Chancen zugelassen. Ich glaube, dass die Gegner zuvor nicht weniger Chancen hatten. Deshalb war die Gladbacher Offensive brutal effizient, wir haben uns nach einer 2:0-Führung einfach nicht belohnt.“ Auch, weil Roses Taktik-Kniffe noch griffen.