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Von Achim Müller

GladbachLIVE-Kommentar Rose-Abgang bitter, aber das Borussia-Fundament bekommt keine Risse

Gladbach-Manager Max Eberl (l.) und Geschäftsführer Stephan Schippers (r.) sitzen am 16. August 2016 beim Champions-League-Qualifikations-Duell in Bern gemeinsam auf der Auswechselbank. Eberl blickt skeptisch auf das Spielfeld. Schippers gestikuliert mit seiner Hand.

Gladbach-Manager Max Eberl (l.) und Geschäftsführer Stephan Schippers (r.) sitzen am 16. August 2016 beim Champions-League-Qualifikations-Duell in Bern gemeinsam auf der Auswechselbank.

Mönchengladbach - Nicht an Aschermittwoch, sondern an Rosenmontag ist alles vorbei. Zumindest, was die Dauerfrage zur Zukunft von Trainer Marco Rose betrifft. Die Würfel sind gefallen. Endlich! Das nervige Rumgeiere hat ein Ende. Der 44-Jährige hat sich entschieden.

  • Abgang mag Eberl schmerzen, aber es ist richtig, Rose nicht sofort zu entlassen
  • BVB ist sportlich und wirtschaftlich weiterhin eine andere Liga als Gladbach
  • Coacht Rose Gladbach erneut nach Europa, hat er ganz Großes geleistet 

Rose verlässt Gladbach zum Saisonende und heuert in Dortmund an. Er wechselt die Borussia. Aus Schwarz-Weiß-Grün wird demnächst Schwarz-Gelb. Das haben beide Klubs offiziell gemacht.

Gladbach: Marco Rose hat bislang das Maximum herausgeholt

Möglich macht das eine Ausstiegsklausel in Roses eigentlich bis 2022 datierten Vertrages. Nur wegen dieser Klausel hat Fohlen-Manager Max Eberl (47) Rose 2019 überhaupt aus Salzburg zum VfL locken können.

Und wer in Reihen der niederrheinischen Borussia wegen Roses Entscheidung nun jammern sollte, hat das Business Bundesliga nicht verstanden. Für Romantiker, Stichworte Vereinstreue und „etwas aufbauen“, ist dieses knallharte Geschäft, in dem es um Millionen geht, schon seit Jahren das falsche Spielfeld. Auch wenn es immer noch Ausnahmen geben mag.

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Rose hat bislang hochprofessionell am linken Niederrhein gearbeitet, den Klub auf Anhieb, gleich im ersten Amtsjahr, in die Champions League gecoacht. Das ist, mal offen ausgesprochen, eh schon das Maximum beim VfL Borussia. Mit den Millionen aus der Königsklasse hat Gladbach gegenüber Vereinen wie dem 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf oder Schalke 04 einen großen wirtschaftlichen Vorteil in Zeiten der Coronakrise aufzuweisen.

Und sollte Rose Gladbach bis zum Saisonende erneut in den Europapokal taktieren, wäre seine Ära als voller Erfolg beim VfL Borussia zu bezeichnen. Diese Möglichkeit besteht, es ist sogar ein Titel weiterhin drin, da die Fohlen noch auf drei Hochzeiten (Liga, Champions League, DFB-Pokal) tanzen.

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Und darauf sollte jetzt auch der Fokus in Gladbach gerichtet sein. Sprich: Aus dieser immer noch guten Ausgangslage erneut möglichst das Maximale für den Klub herauszuholen. Dazu ist Rose in der Lage, denn er ist ein absoluter Vollprofi. Und deshalb ist es richtig, dass Gladbachs Entscheider um Präsident Rolf Königs (79) und Manager Eberl Rose trotz dessen Entscheidung nicht prompt vor die Türe gesetzt haben.

Was bereits zum jetzigen Zeitpunkt festzuhalten bleibt:
Erstens: Dortmund ist und bleibt sportlich und wirtschaftlich noch einmal ein höheres Regalfach, als es Gladbach momentan darstellt. Die ganz große Borussia heißt BVB. Darum wechselt Rose.

Zweitens: Roses Abgang in Gladbach wird einen Trainer-Domino-Effekt auslösen. Denn: Eberl wird sich nun woanders bedienen. Womöglich in Bremen, Salzburg oder Frankfurt.

Dortmund bekommt neuen Trainer, aber keinen neuen Jürgen Klopp

Drittens: Wer in Dortmund annimmt, mit Rose einen neuen Klopp zu bekommen, ist auf dem Holzweg. Die beiden mögen zwar befreundet sein, sind aber nicht die gleichen Typen.

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Viertens: Gladbach hat längst die wichtigsten Personal-Entscheidungen geklärt. Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers (53) haben ihre Verträge bis 2026 verlängert.

Bedeutet: Der Abgang von Rose im Sommer dürfte sicherlich sportlich schmerzhaft sein. Das Gladbacher Fundament ist allerdings zu stabil, als dass es deshalb bedrohliche Risse bekommen sollte.