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Von Piet van Riesenbeck

Läuft und läuft und läuft Gladbachs Minuten-Fresser: „Naturgewalt“ führt Ranking an

Gladbachs Stefan Lainer hat gegen Norwegen sein 18. Pflichtspiel seit Anfang September bestritten.

Stefan Lainer hat in der Nations League gegen Norwegen bereits sein 18. Pflichtspiel in dieser Saison absolviert.

Mönchengladbach - Borussia ist in der zweiten Länderspielwoche von weiteren Verletzungen verschon geblieben. „Grundsätzlich sind alle Jungs gesund und fit zurückgekommen”, bestätigte Marco Rose (44) am Donnerstag. 

Rose: Grundsätzlich sind alle fit

Ersetzen muss der Gladbacher Trainer gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) Alassane Plea (27, positiver Corona-test) und Jonas Hofmann (28, Muskelbündelriss im Oberschenkel). 

Hofmann ist zum ersten Opfer des engen Terminkalenders im Corona-Spieljahr 2020/2021 geworden. Das Länderspiel gegen Tschechien, sein 13. Pflichtspiel seit dem Saison-Start vor zwei Monaten, ist vorerst das Letzte für den Offensiv-Wirbler.

913 Einsatzminuten im Verein, dazu 51 im National-Dress – die Muskelverletzung bremste Hofmann, kurz bevor er die 1.000 Spielminuten voll machen konnte. Damit hat der Neu-Nationalspieler längst nicht die meisten Minuten auf der Uhr: Sechs seiner Kollegen stehen im Belastungs-Ranking noch vor Hofmann.

Angefangen mit Mittelfeld-Partner Florian Neuhaus (23): Der stand im Verein zwar ein paar Minuten weniger auf dem Platz als sein Nebenmann, durfte dafür aber bereits drei Mal für Jogi Löw ran. Neuhaus knackte bei seinem überzeugenden Auftritt gegen Tschechien (1:0) die Tausender-Marke und steht bei 1.061 Minuten.

Gladbacher Marathon-Abwehr

Noch mehr Belastung muss der Gladbacher Defensiv-Verbund aushalten: Während Rose vorne gerne und rotiert, setzt der Trainer hinten auf Konstanz. Die komplette Stammbesetzung in der Abwehrkette plus Torwart ist außerdem in der Nationalelf gesetzt. Konsequenz: Alle fünf häuften seit Saison-Beginn über 19 Stunden Fußball an.

Angefangen mit Ramy Bensebaini (25): Der Algerier machte am Wochenende durch ein 2:2-Unentschieden in Simbabwe das Afrika-Cup-Ticket klar und schob dafür zusätzliche 90 Minuten Extra-Schicht. Der Linksverteidiger ist für sein Land in wichtigen Spielen unersetzbar und kommt nun bereits auf 1.151 Minuten.

Nico Elvedis (24) Länderspielpause war zwar deutlich kürzer als geplant: Der Schweizer ging beim 1:1-Remis gegen Spanien nach 79 Minuten mit Gelb-Rot zum Duschen und das zweite Nations-League-Spiel gegen die Ukraine wurde spontan abgesagt. Trotzdem stand der Schweizer schon satte 1.331 Minuten auf dem Platz.

Ginter ist im Verein unersetzbar

Noch mal neun Minuten mehr (1.350) absolvierte Yann Sommer bislang. Der Schweizer National-Keeper wurde bei der Testspiel-Niederlage gegen Belgien (2:1), wie Elvedi, geschont und kommt zudem vorerst um das Nations-League-Spiel gegen die Ukraine herum. Sommer hatte zu Anfang der Spielzeit außerdem im Pokal gegen den Bremer Fünftligisten FC Oberneuland aussetzen dürfen.

Dieses Privileg wurde Matthias Ginter (26) im Verein bislang nicht zu Teil. Der Abwehr-Chef ging für die Fohlen elf Mal über die gesamte Dauer. Dazu kamen für Ginter sechs Spiele in der Nations League. In Summe satte 1.454 Minuten Ballsport. Als wäre das nicht genug, setzte es gegen Spanien auch noch eine herbe 6:0-Pleite.

Lainer ist Gladbachs Dauerbrenner

Für Borussias Dauerbrenner Nummer Eins startete die Länderspielreise etwas verspätet: Stefan Lainer (28) erhielt von seinem Coach Franco Foda (54) für das Spiel gegen Luxemburg (3:0) einen Urlaubsschein. Es war das erste Pflichtspiel überhaupt, dass die Naturgewalt vom Wallersee seit Sommer verpasst hat. Dafür musste Lainer gegen Nordirland (2:1) und Norwegen (1:1) zwei Mal 90 Minuten ackern.

In Verein und Nationalmannschaft spielte der Österreicher seit seinem Saisonauftakt gegen Norwegen am 4. September in 70 Tagen insgesamt 1.492 Minuten Fußball – 24 Stunden und 52 Minuten. Mehr als ein Tag. Verteilt auf 18 Pflichtspiele seit Anfang September. 

Sehen Sie hier die komplette Pressekonferenz von Borussia Mönchengladbach vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg:

„Natürlich sind sie ein Stück weit müde”, sagte Rose am Donnerstag zur Verfassung seiner Nationalspieler. Einige konnten nach ihren Reisen erst am Freitag ins Training einsteigen. Gut möglich, dass der Trainer am Samstag der ein oder anderen Stammkraft in der Defensive eine Verschnaufpause gönnt.

Die Intensität lässt in den kommenden Wochen nicht nach: Bis Weihnachten hat Borussia durchgehend Englische Wochen. Zehn Spiele sind es in Liga, Champions League und Pokal bis zum Jahreswechsel – bis zu 900 Minuten extra also für Gladbachs Dauer-Kicker.