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Von Jannik Sorgatz

Im Training längst eine Augenweide Jetzt will Doucouré ein richtiger Bundesliga-Spieler werden 

Marcus Thuram feiert Mamadou Doucouré bei dessen Debüt für Borussia Mönchengladbach.

Marcus Thuram feiert Mamadou Doucouré bei dessen Debüt für Borussia Mönchengladbach.

Mönchengladbach - Wann immer RB Leipzig in den Borussia-Park kommt, trifft Mamadou Doucouré (22) einen alten Freund wieder. Mit Dayot Upamecamo (21) hat er 2015 die U17-EM gewonnen, mit ihm hat er auch Frankreichs hochbegabte Innenverteidigung gebildet, als Borussia später in jenem Jahr den Nachwuchsmann von Paris Saint-Germain bei der U17-WM unter die Lupe nahm.

Jedes Mal, wenn die beiden Mega-Talente sich sehen, gibt es eine innige Umarmung im Kabinentrakt. Ob sie sich in der Bundesliga mal auf dem Rasen über den Weg laufen, war lange Zeit wegen der scheinbar endlosen Leidensgeschichte Doucourés fraglich. Inzwischen könnte es auch sein, dass Upamecamos Abgang ein Duell verhindert, der berühmte nächste Schritt.

Lauter Borussia-Park trotz Geisterkulisse

Wer Doucouré nur mal im Training in Aktion gesehen hat, kann sich bereits ausmalen, dass sich auch der immer höfliche und freundliche Linksfuß aus Gladbach Defensive längst mit ähnlichen Gedanken befassen würde, wenn ihn nicht über Jahre unfassbares Verletzungspech verfolgt hätte. Doucourés fünfte Profisaison soll endlich die erste richtige werden. Nie zuvor sah es so gut aus.

„Das war ein sehr emotionaler Moment, als er eingewechselt wurde“, sagte Max Eberl (46) bei „Radio 90,1“. Borussias Manager hob noch einmal Doucourés Kollegen hervor, die sein Debüt trotz der Geisterkulisse gefeiert hatten wie ein Last-Minute-Tor gegen den FC Bayern. Nur beim Abschied von Raffael (35) und beim erlösenden 2:0 durch Breel Embolo (23) gegen Hertha BSC war es nach dem Restart so laut im Borussia-Park. Zahlreiche Fans saßen mit feuchten Augen vor dem Fernseher.

Mamadou Doucouré: Neun Ballkontakte, kein Fehlpass

„Diese zwei Einsätze hatte er sich einfach verdient. Er kann ein Spieler sein, der quasi neu dazukommt und uns mehr Möglichkeiten gibt. Seine Qualitäten waren und sind herausragend“, sagte Eberl. Nachdem sie Doucouré im Jahr 2016 von PSG abgeworben hatten, frohlockten die Borussen. Doch irgendwann ging es nur noch um die Fortsetzung seiner Karriere, als die Muskelprobleme kein Ende zu nehmen schienen.

Beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg durfte Doucouré noch einmal ran, erneut vor der Abwehr. Manch einer fragte sich bereits, ob da ein zusätzlicher Sechser in Gladbachs Kader schlummerte. Doch Trainer Marco Rose (43) wollte ihm als eine Art Libero lediglich entspannte Minuten bescheren.

Das Statistik-Quiz zur Saison 2019/20:

860 Meter lief Doucouré gegen Union und Wolfsburg. Sogar in den Genuss eines gewonnenen Zweikampfes kam er, weil er einmal gefoult wurde. Auf den ersten Fehlpass muss er dagegen noch ein bisschen warten, alle neun Pässe brachte er zum Mann. „Ich war, glaube ich, in den Moment der glücklichste Mensch der Welt“, sagte Doucouré nach seinem Debüt.

Doucouré auf der Bank, als Gladbach Tabellenführer wird

Seine Bank-Premiere hatte er am 3. Oktober 2019 in der Europa League bei Istanbul Basaksehir gefeiert. Da tendierte die Stimmung auch in Richtung Geisterspiel. Dafür stand Doucouré drei Tage später erneut im Kader, als Borussia zu Hause mit einem 5:1 gegen den FC Augsburg an die Tabellenspitze stürmte. Wenn sich in Stefan Lainer (27) und Matthias Ginter (26) nicht gleich zwei Verteidiger verletzt hätten, hätte er da vielleicht schon seinen speziellen Moment bekommen.

Mamadou Doucouré (Mitte) konnte vergangene Saison fast immer mittrainieren.

Mamadou Doucouré (Mitte) konnte vergangene Saison fast immer mittrainieren.

„Leider waren nun keine Fans dabei. Aber wenn sie zurückkommen, werden sie Mamadou Doucouré sehen und damit quasi einen Neuzugang“, sagte Eberl. Hinten links ist Borussia mit Ramy Bensebaini (25) und Oscar Wendt (34) in der vergangenen Saison sehr gut gefahren, Tony Jantschke war ein optimaler Back-up für Ginter und Nico Elvedi (23) im Zentrum.

Neben der Rückkehr von Jordan Beyer (20) ist Doucourés gesundheitlich stabiles Jahr einer der Gründe, warum die Abwehr in der limitierten Kaderplanung bislang kein Thema ist.