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Von Piet van Riesenbeck

Marktwert-Explosion am Niederrhein Borussia vor Sprung auf Platz vier

Marcus Thuram konnte mit Auftritten wie gegen Donezk seinen Marktwert steigern.

Marcus Thuram hat gegen Schachtar Donezk sein viertes Champions-League-Spiel bestritten.

Mönchengladbach - Borussias Kader ist wertvoller geworden. Während der Finanzvorstand um Stephan Schippers (53) aufgrund der Corona-Pandemie Millionen-Verluste für das Geschäftsjahr 2020 verkünden muss, steigt der Wert des „Tafelsilbers“ rasant an.

Marktwert-Steigerung bei Borussia

Der Webseite „transfermarkt.de“ zufolge liegt der Gesamtwert des Fohlen-Teams mittlerweile bei über 340 Millionen Euro. Also um rund 30 Millionen höher als im Sommer und nur noch knapp unter unter dem von Bayer Leverkusen. Borussia ist damit auf dem Sprung, sich als Nummer 4 in der Bundesliga zu etablieren – hinter dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig.

„Bei der Berechnung des Marktwertes sind unter anderem sportliche Leistungen und das Alter des Spielers relevant. Außerdem fließen die Zukunftsperspektive, die real existierende Nachfrage am Transfermarkt oder etwa bisher gezahlte Ablösesummen für den Spieler in die Kalkulation ein“, sagt „transfermarkt.de“-Administrator Marius Soyke.

Insbesondere die Teilnahme an der Champions League steigert den Wert der Gladbacher Stars auf dem internationalen Transfermarkt. In Spielen gegen Real Madrid oder Inter Mailand spielen sich die Kicker in den Fokus der europäischen Top-Manager. Die Nachfrage steigt und damit der Wert. Als Tabellenführer der Hammergruppe B sorgt die Elf vom Niederrhein für Aufsehen.

Viele Gladbacher haben in dieser Saison erstmals die Gelegenheit, sich auf dieser Bühne zu beweisen und erscheinen bei den Schwergewichten der Branche damit so richtig auf dem Radar. So etwa Marcus Thuram (23). Er machte in den vergangenen Monaten den größten Sprung in der Marktentwicklung.

Thuram mit dickem Marktwert-Plus

Der Franzose war im Sommer noch auf 32 Millionen Euro geschätzt worden. Mittlerweile hat sich der Angreifer mit Spitzenleistungen in Liga und Champions League – insbesondere beim Doppelpack gegen Real – in die Nationalelf des Weltmeisters geschossen. Thuram ist nun mit Borussias Mittelfeld-Ass Denis Zakaria (23) gleichgezogen und soll 40 Millionen Euro wert sein.

Bei Thuram fließen auch marketingtechnische Aspekte mit ein: Der Weltmeistersohn betreibt eine extrem erfolgreiche Markenbildung. Durch seine charakteristischen Jubeltänze und politischen Gesten erzeugt der Angreifer Reichweite in den Medien. Das bekommen auch die Klub-Bosse mit.

DFB-Trio steigert Marktwert

Die beiden DFB-Debütanten Florian Neuhaus (23) und Jonas Hofmann (28) konnten ihren Marktwert ebenfalls erheblich steigern: Beide legten gegenüber dem Sommer um fünf Millionen Euro zu. Neuhaus liegt bei 28 Millionen. Hofmann erreicht einen Karriere-Höchststand von 14 Millionen.

Alassane Plea (27) steigerte seinen Wert ebenfalls um fünf Millionen Euro. Der Stürmer konnte seiner Vita bei der 6:0-Gala in der Ukraine einen Champions-League-Dreierpack hinzufügen und liegt bei 35 Millionen Euro. Gleichauf mit Abwehrchef Matthias Ginter (26), der sich in der Nationalelf immer mehr als Führungsspieler etabliert.

Eberl nennt Marktwerte „Spielerei”

Die Marktwerte von „transfermarkt.de“ sind allerdings keine Preisschilder. Am Ende entscheidet Max Eberl (46), was er bei einem Verkauf einstreichen will. Der Einfluss der Schätzungen auf die tatsächliche Zahlungsbereitschaft der Vereine wurde bislang nicht untersucht. Borussias Sportdirektor kommentierte die Bewertung seiner Spieler auf der Plattform jüngst als „Spielerei“. „Das sind hypothetische Zahlen“, sagte Eberl dazu.

Bei den Transfers von Thuram, Ramy Bensebaini (25) und Stefan Lainer (28) deckte sich die Ablösesumme jedoch mit der damaligen Marktwerteinschätzung. Breel Embolo (23) bekam Eberl günstiger.

Klar ist: Die Ablösesumme für einen Spieler setzt sich zum einen aus den Faktoren zusammen, die auch die Macher von transfermarkt.de berücksichtigen. Dazu kommen aber im konkreten Fall die Restlaufzeit des Vertrages, die finanzielle Situation der Verhandlungspartner, die Anzahl der wirklichen Interessenten, Klauseln, Vereinbarungen und natürlich das Geschick der jeweiligen Manager.