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Von Béla Csányi (bc)

Gladbach-Noten Horror-Heimspiel gegen Stuttgart: Zwei Totalausfälle kassieren die Sechs

Jamie Leweling schießt das 1:0 für den VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach.

Die Gladbacher Defensive kam gegen den VfB Stuttgart nicht nur beim Tor von Jamie Leweling einen Schritt zu spät.

Nach nur einem Sieg aus den jüngsten fünf Spielen wollte Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart zurück in die Erfolgsspur, im Sonntagsspiel gegen die Schwaben manövrierte sich Gladbach mit einem besorgniserregend blutleeren Auftritt und der 0:3-Niederlage aber noch weiter ins Formtief.

Früh im Spiel vergab Haris Tabakovic einen Foulelfmeter, anschließend spielte das Team von Trainer Eugen Polanski komplett ohne Tempo und Ideen. Tore von Jamie Leweling (30.), ein Eigentor von Joe Scally (68.) und Deniz Undav (74.) besiegelten ein Horror-Heimspiel für chancenlose Gladbacher, die einfach alles vermissen ließen.

Bei Joe Scally läuft gegen Stuttgart alles schief

Hier gibt es die Noten der Fohlen-Profis nach dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart in unserer Einzelkritik:

Moritz Nicolas: Wie schon in Hamburg der beste Gladbacher, konnte sich in mehreren Situationen auszeichnen. Vereinzelt allerdings nicht sauber im Spielaufbau, das hätte schnell schief gehen können. Note: 3

Kota Takai: Bei seiner Startelf-Premiere in der Bundesliga mit der unaufgeregten Art, die er schon als Joker gezeigt hatte. Aktivster Gladbacher im Spielaufbau, verteidigte gegen dominante Stuttgarter stets aufmerksam. Note: 3

Nico Elvedi: Die Dreierkette war sogar noch der beste Mannschaftsteil an diesem komplett gebrauchten Tag, doch wirkliche Sicherheit gab der Abwehr-Chef seiner Mannschaft nicht. Note: 4

Philipp Sander (bis 86.): Verrichtete seine Arbeit lange unauffällig und mit deutlich weniger Problemen als viele seiner Kollegen. Dann entstand das 0:3 durch einen fatalen Fehlpass im Spielaufbau Note: 4

Joe Scally: Unglückliche Defensiv-Aktion vor dem 0:1, als der Ball von seiner Brust vor die Füße von Torschütze Jamie Leweling prallte. Das 0:2 schenkte er seinem Keeper dann mit einem Slapstick-Eigentor nach einer Ecke selbst ein. Ein Tor und eine Vorlage für den Gegner – schlimmer geht es nicht! Note: 6

Rocco Reitz (bis 65.): Gegen den Ball verdiente er sich das gewohnte Fleißkärtchen, beim konstruktiven Part aber vor der Pause unterirdisch. Hatte durch das Stuttgarter Pressing oft wenig Zeit am Ball, dadurch ohne Ruhe und extrem fahrig. Note: 5

Florian Neuhaus (bis 75.): Als Taktgeber eingeplant, hatte die meisten Ballkontakte allerdings viel zu tief in der eigenen Hälfte. Dadurch kaum mit offensivem Wirkungskreis. Nach der Pause dann ein haarsträubender Ballverlust vor dem Strafraum, der beinahe das 0:2 bedeutet hätte. Probierte den einen oder anderen verzweifelten Abschluss, blieb dabei aber glücklos. Note: 5

Lukas Ullrich (bis 86.): Kam beim 0:1 nicht in den Zweikampf gegen Flankengeber Badredine Bouanani. Konnte das defensive Versäumnis auch nicht mit Offensiv-Eifer ausmerzen, weil Borussia vorne über weite Strecken schlichtweg nicht stattfand. Note: 5

Shuto Machino: Lange Zeit unauffälliger als der besser gestartete Honorat auf der Gegenseite. Wenn er mal das Tempo anziehen konnte, misslang in der Regel der Versuch eines Dribblings oder Anspiels. Ein weiterer Ballverlust im Vorwärtsgang leitete dann auch das 0:1 ein. Mit einem Außennetz-Abschluss immerhin ein offensives Lebenszeichen. Note: 5

Frank Honorat (bis 65.): Aus seiner Flanke resultierte der frühe Handelfmeter für Borussia. Nachdem er in Hamburg noch komplett abgemeldet war, zeigte sich der Franzose diesmal wieder emsiger. War angesichts zahlreicher indisponierter Kollegen aber alleine auf weiter Flur und baute nach vielversprechendem Beginn immer weiter ab Note: 4 

Haris Tabakovic: Ließ die Einladung zum Führungstor per Elfmeter liegen und scheiterte vom Punkt an Nübel. Von seinem bereits zweiten verschossenen Strafstoß in dieser Saison ließ sich der Torjäger merklich runterziehen, fand kaum ins Spiel und agierte, eng bewacht von Abwehr-Schrank Jeff Chabot, unglücklich bei seinen wenigen Ballkontakten. Note: 6

Wael Mohya (ab 65.): Ganz kurz nach seiner Hereinnahme war das Spiel mit dem 0:2 praktisch entschieden. Gewohnt umtriebig, aber viel war für den Youngster nicht auszurichten. Note: 4

Alejo Sarco (ab 65.): Wurde in seiner ersten Szene direkt im Defensiv-Zweikampf von Chris Führich abgehängt, aus der folgenden Ecke entstand das Tor zum 0:2. Offensiv kein Faktor. Note: 5

Kevin Stöger (ab 75.): Spiel und Ergebnis waren nicht das ideale Szenario für den Kreativspieler, um noch zu glänzen. Sein Abschluss aus der zweiten Reihe wurde noch geblockt. Keine Note

Yannik Engelhardt (ab 86.): Musste die letzten Minuten noch mit auf dem Platz ertragen.

Fabio Chiarodia (ab 86.): Sein Comeback nach Verletzungspause war die beste Nachricht des Tages.