Klartext im Interview Ist Florian Neuhaus bereit, auf Gehalt zu verzichten?
Florian Neuhaus zeigt sich selbstkritisch.
Copyright: IMAGO / fohlenfoto
Im Vorfeld der bedeutenden Bundesliga-Partie am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart hat Florian Neuhaus (28) der „Bild“ ein exklusives Interview gegeben. Dabei sprach er ganz ehrlich über eine bewegte Phase seiner Karriere, welche durch sportliche Rückschläge und ein berüchtigtes Video gekennzeichnet war.
Das berüchtigte Malle-Video: „Ein riesiger Fehler“
Eine Angelegenheit, die ihn immer noch verfolgt, ist der Clip von einem Team-Ausflug nach Mallorca, worin er sich negativ über den früheren Manager Roland Virkus äußerte. „Das war ein riesiger Fehler, den ich zutiefst bereue“, sagt Neuhaus dazu.
Die Folgen waren drastisch: eine saftige Geldstrafe sowie die zeitweise Versetzung in die U23. „Ich habe die Strafe sofort akzeptiert und versucht, das Beste daraus zu machen“, erläutert der Profi. Diese Phase habe er genutzt, um sein eigenes Verhalten zu überdenken.
Während dieser fordernden Zeit fand er Halt bei seinen Liebsten. „Meine Familie, meine Frau, meine engsten Freunde – sie waren ein unglaublich wichtiger Rückhalt“, unterstreicht Neuhaus. Ein Transfer zu einem anderen Klub kam für ihn niemals infrage. „Das hätte sich wie eine Flucht angefühlt. Ich wollte mich hier durchbeißen und es allen sportlich zeigen.“
Die Beziehung zu Roland Virkus ist nach einem klärenden Gespräch ebenfalls wieder intakt. Für die Art, wie Virkus mit der Angelegenheit umging, findet Neuhaus lobende Worte: „Er hat Größe gezeigt. Unser Verhältnis ist nach wie vor sehr vertrauensvoll.“
Bereits vor dem Skandal-Clip erlebte Neuhaus eine sportlich komplizierte Zeit. Unter dem früheren Coach Gerardo Seoane saß er in der Spielzeit 2024/25 häufig nur auf der Ersatzbank. „Das war frustrierend, weil ich das Gefühl hatte, gut trainiert zu haben, aber trotzdem nicht die Chance bekam“, gesteht er.
Diese Phase sowie ein schlimmer Kreuzbandriss, der ihn die WM-Teilnahme in Katar verwehrte, brachten ihn auch in Bezug auf das Nationalteam ins Hintertreffen. Aber seinen Traum vom DFB-Dress hat er mit 28 Jahren noch lange nicht begraben: „Mein Fokus liegt darauf, bei Borussia konstant gute Leistungen zu bringen. Alles andere kommt dann von selbst.“
Sein Salär von etwa vier Millionen Euro war ebenfalls Thema in dem Clip. Die Frage, ob er nach Vertragsablauf 2027 auch für ein geringeres Gehalt bleiben würde, steht im Raum. „Das ist noch sehr weit weg und daher hypothetisch“, antwortet Neuhaus ausweichend. „Am Ende des Tages hast du es als Spieler selbst in der Hand, durch Leistung deinen Wert zu bestimmen.“
Momentan möchte er mit Borussia zurück auf den Erfolgsweg. Die Bemerkung von Coach Eugen Polanski nach einer Pleite, das Team sei „zu weich“, findet er verständlich. „Wir müssen eine härtere Gangart an den Tag legen.“ Ein Erfolg gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenregion soll jetzt gegen Stuttgart gelingen. „Es wird Zeit, dass wir wieder einen Großen ärgern“, lautet die klare Ansage von Neuhaus. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.