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Von Achim Müller, Judith Malter

Blaues Auge in Berlin Gladbach kommt mit Dusel-Remis bei Union davon

Gladbachs Jonas Hofmann (r.) im Bundesliga-Duell am 30. Januar 2021 gegen Julian Ryerson (l.) von Union Berlin.

Gladbachs Jonas Hofmann (r.) im Bundesliga-Duell am 30. Januar 2021 gegen Julian Ryerson (l.) von Union Berlin.

Berlin - Es bleibt dabei! Gladbach kann im Stadion Alte Försterei nicht gewinnen. Die Fohlen-Elf ließen beim mageren 1:1 bei Union Berlin (30. Janaur 2021) zwei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen, bleiben jedoch im Jahr 2021 weiter ungeschlagen. Dennoch: Das ist zu wenig für den VfL gewesen, um weiter in der Tabelle zu klettern.

  • Gladbach gewinnt erneut nicht bei Union Berlin
  • Borussia lässt Punkte im Kampf um Champions League liegen
  • Plea bewahrt Fohlen vor Pleite in der Bundeshauptstadt

Borussia kommt nicht auf Touren an der Alten Försterei

Gladbachs Nationalspieler Matthias Ginter sagte gleich nach Schlusspfiff: „Das war nicht einfach. Wir haben uns schwer getan. Unser Ziel war schon, die drei Punkte zu holen. Von daher sind wir schon enttäuscht über dieses Ergebnis.“

Borussias Nico Elvedi, der noch vor einer Woche per Doppelpack den Sieg  gegen Dortmund ermöglicht hatte: „Wir hatten uns mehr vorgestellt, wir wollten die drei Punkte. Eigentlich haben wir dahingehend Vieles richtig gemacht, dass wir dem Gegner eigentlich keine Chance zugelassen haben. Aber wir konnten unsererseits die Chancen im gegnerischeren Drittel nicht gut genug herausspielen.“

Borussia tat sich von Beginn an schwer in der Bundeshauptstadt. Gegen die kompakt agierende Union-Elf fiel den Fohlen wenig ein. Allerdings: Die erste Chance der Partie hatte Gladbachs Lainer, doch dessen Schuss parierte Union-Keeper Luthe sicher. Das war es dann auch in Sachen Torgefahr im ersten Durchgang aus dem VfL-Lager.

Im weiteren Verlauf taten sich beide Teams vor allem dadurch hervor, dass sie hinten nichts anbrennen ließen. Bis auf eine Ausnahme: Nach einer Hereingabe von Ingvartsen traf der Ball „zufällig“ Knoche. Von dessen Kopf prallte die Kugel dann, unhaltbar für VfL-Schlussmann, ins Fohlen-Tor. Union lag aus dem Nichts mit 1:0 vorn. Das war es schon aus einer ersten Halbzeit, die wahrlich alles andere als berauschend war. Gladbach war gegen den Union-Beton fast nichts eingefallen.

Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst weiter nur Fußball-Magerkost. Union drückte Gladbach das Schlafwagen-Geschiebe weiter auf. Seltsam, dass den Gästen, trotz aller Bekundungen im Vorfeld, darauf keine Antworten liefern konnte.

Und es war dann auch eine Einzelleistung, welche die Fohlen zurück ins Spiel brachte. Nach Vorarbeit von Hofmann war es Plea, der nach rund einer Stunde mit einem gewieften Schuss ins lange Ecke für den 1:1-Ausgleich sorgte.

Im Anschluss plätscherte die Partie erneut vor sich hin. Während Union deutlich machte, dass die Stärke der „Eisernen “ im Toreverhindern liegt, fiel Gladbach nicht mehr fiel in Sachen Offensive ein.

Wegen einer Verletzung von Union-Keeper Luthe gab es noch sechsminütige Nachspielzeit. In der Thuram mit einem verzogenen Schuss aus Gladbacher Sicht noch die beste Gelegenheit hatte. 

Gladbach: Hat der Schiedsrichter richtig hingeschaut?

Sekunden vor Abpfiff wollten die Gladbacher noch einen Handelfmeter. Doch der Schiri samt Videoassistent ließen weiterspielen. Dann war Schluss. Gladbach erlebte im Rennen um die Königsklasse einen Rückschlag.

Schlusswort Gladbachs Yann Sommer:  „Ein sehr kompliziertes Spiel gegen einen sehr unangenehmen Gegner. Union hat es defensiv richtig gut verteidigt. Extrem schwer für uns, da zu Abschlüssen zu kommen. Aus  meiner Sicht haben wir dennoch ein gutes Spiel gemacht. Wir sind sehr konzentriert gewesen, haben aus einer Standard extrem unglücklich das Gegentor bekommen, sind aber zurückgekommen. Das müssen wir jetzt abhaken und nach vorne schauen. Vor uns liegen im Pokal, mit dem Derby gegen Köln und der Champions League spannende Wochen.“