„Wir halten lieber den Mund“Deutliche Schröder-Ansage – Profi mit Panne bei Saisoneröffnung

Rouven Schröder hebt seinen Daumen bei der Saisoneröffnung.

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Rouven Schröder erlebte seine erste Saisoneröffnung bei Borussia.

Aktualisiert

Die Gladbach-Fans sind heiß auf die neue Saison. Einem Neuzugang unterläuft bei der Saisoneröffnung ein Missgeschick.

Borussia Mönchengladbach erlebte ein spektakuläres Wochenende! Über zwei Tage erstreckte sich die gewohnte Saisoneröffnung des Vereins, die insgesamt eine gewaltige Menge von rund 100.000 Fans anzog.

Der Startschuss fiel am Samstag mit dem siegreichen Spiel gegen Aston Villa, wo 50.148 Fans den 2:1-Erfolg der Mannschaft feierten. Das große Familienfest am Sonntag bot dem Borussia-Anhang dann die Chance, seinen Idolen ganz nah zu sein.

Auch die Laune der Bosse war ausgelassen. Sportchef Rouven Schröder erlebte seine Premiere bei der Saisoneröffnung der Borussia und war sichtlich angetan: „Ich habe viele glückliche Gesichter gesehen, das ist so ein bisschen die Grundstimmung derzeit bei Borussia. Und diese Aufbruchstimmung brauchen wir auch.“ Zugleich machte er aber auch eine deutliche Ansage zu den Ambitionen: „Es soll keiner glauben, dass wir mit Rang 15 zufrieden sein werden. Aber wir halten lieber den Mund, sondern packen an.“ Das berichtet „rp-online.de“.

Die Anhänger kosteten die unmittelbare Nähe zu ihren Stars voll aus. Eine gewaltige Schlange entstand bei der Signierstunde, während diverse Angebote wie Minigolf oder das Schießen auf die Torwand für super Stimmung sorgten. Die Bedeutung dieser Fan-Verbundenheit unterstrich Präsident Rainer Bonhof: „Das Nahbare hat uns immer ausgezeichnet. Borussia ist anfassbar, das war zu unserer Zeit so, das ist heute so. Und es muss auch in der Zukunft so bleiben.“ Für Fans wie Luca Angenvoorth (23) und Philipp Brands (28) bot die Veranstaltung eine „tolle Gelegenheit, den Spielern mal ganz nah zu sein“.

Natürlich waren die Spieler die Hauptattraktion. Tim Kleindienst, der Kapitän und zweifache Torschütze des Vortages, war ein begehrtes Motiv für Selfies und Autogramme. Wael Mohya, dessen Name auf etlichen Jerseys zu sehen war, wurde von den Anhängern regelrecht umzingelt. Die neuen Gesichter wie Jan Leszczynski und Daiki Hashioka zeigten sich beeindruckt von dem riesigen Fan-Aufkommen.

Hugo Bolin sorgte für Heiterkeit, als ihm beim Ballverteilen an die Fans sein Schuh davonflog – ein Moment, den der Verein auf Instagram postete.

Abseits der Partystimmung gab es Neuigkeiten zur Personalsituation und den Planungen für den Kader. Bei Yukhym Konoplia sieht es nach seinem Innenbandanriss gut aus, er könnte bereits in drei Wochen wieder fit sein. Wael Mohya wird nach seinem „Eisbein“ voraussichtlich nächste Woche ins Teamtraining zurückkehren, was sich auch Zento Uno nach seinen muskulären Beschwerden erhofft. Dagegen deutet bei Tomas Cvancara alles auf einen Weggang hin, was Rouven Schröder so kommentierte: „Wir haben einen kleinen Fahrplan, auch dass wir uns im Sommer verändern wollen.“

Trotz der großartigen Stimmung gab es aber auch kritische Töne. Ein Teil der aktiven Fanszene protestierte während der Partie gegen Aston Villa mit Spruchbändern und Gesängen gegen den neuen Stadionnamen „Ista-Borussia-Park“. CEO Stefan Stegemann bezog dazu Stellung und bat um Einsicht: „Fußball-Bundesliga auf diesem Niveau ist nur möglich mit Partnern wie Ista. Es ist aber auch nur möglich mit den Fans. Deswegen ist es ein Miteinander.“

Am Ende dominierte aber ganz klar die Vorfreude auf die kommende Spielzeit. Selbst Trainer Eugen Polanski, der den Verein schon seit seiner Jugend kennt, war von der Stimmung der letzten Wochen sichtlich beeindruckt. „Die vergangenen fünf Wochen sind im Nu verflogen. Und jetzt freuen wir uns auf den Saisonauftakt“, so Polanski. Eine Empfindung, die an diesem Wochenende mit Sicherheit jeder Gladbach-Anhänger hatte. (red)

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