Zoff zum Saisonauftakt: Gladbach-Fans rebellieren gegen den neuen Stadionnamen.
Wut bei PremierenspielHarte Fan-Reaktion auf den neuen Stadionnamen

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Deutliche Botschaft der Gladbach-Ultras zum neuen Stadionnamen.
Für Borussia Mönchengladbach sollte die Generalprobe zu einem echten Fest werden. Bei Teilen der 50.148 Zuschauer kam trotz des 2:1-Erfolgs der Fohlenelf über Europa-League-Gewinner Aston Villa aber keine Feierstimmung auf.
Auslöser dafür war die Namensänderung der Arena in „Ista-Borussia-Park“. Mit lauten Pfiffen, Gesängen und deutlichen Bannern brachte die aktive Fanszene ihren Frust zum Ausdruck. Für die Rechte am Namen überweist der Energiekonzern Ista bis zum Jahr 2031 jährlich zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro.
Gladbach-Ultras mit verschiedenen Protestaktionen
Die Aktionen der Fans waren unmissverständlich. Vom neuen Geldgeber installierte Bilder in der Südkurve wurden prompt mit Farbe besprüht. Ein gewaltiges Transparent mit dem „Terminator“-Spruch „Hasta la Vista“ wurde von den Ultras in der Nordkurve gezeigt.
Auf einem anderen Banner stand zu lesen: „Vom Bökelberg in den Borussia-Park. Unser Zuhause ohne Stadionnamen.“ In Abwandlung des Ista-Mottos „Leidenschaft vereint“ war auf einem Transparent zu lesen: „Ista und Borussia – eine Verbindung, die Leiden schafft“. Ein weiteres Plakat zielte direkt auf die Klubführung ab: „Von Fankultur keine Ahnung. Stadionsgestaltung bleibt Sache der Fans.“
Bereits bei der Eröffnungszeremonie vor dem Anpfiff, und als die neuen grünen Lichter am Dach der Arena aufleuchteten, schallten Pfiffe durch das Stadion.
Zuvor hatte es laut „rp-online.de“ eine Zusammenkunft von Klub-Verantwortlichen mit Fan-Vertretern gegeben, um die Wogen zu glätten – anscheinend vergeblich. Borussias Geschäftsführer Stefan Stegemann sagte vor der Partie: „Dass es Kritik gibt, ist klar, aber ich hoffe, dass die Entscheidung respektiert wird.“
Hagen Lessing, der Chef von Ista, gab sich ebenfalls zuversichtlich: „Die überwiegende Mehrheit der Fans steht der Sache positiv gegenüber, wir hoffen, dass wir die Kritiker überzeugen und für uns gewinnen können.“
Der Widerstand der Ultras war aber wohl nur der Anfang. Man kann fest davon ausgehen, dass die Proteste beim ersten Heimspiel in der Bundesliga am 5. September gegen die SV Elversberg eine Fortsetzung finden. Die Premiere des „Ista-Borussia-Parks“ machte deutlich: Die kritischen Anhänger zu besänftigen, wird eine Mammutaufgabe, wenn es nicht sogar unmöglich ist. (red)

