Ein Gladbach-Urgestein steht vor dem Absprung. Die Zeichen verdichten sich.
Abschied nach elf Jahren?Daran hakt der Elvedi-Transfer nach Leeds jetzt noch

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Kennen und schätzen sich aus gemeinsamen Gladbacher Zeiten: Daniel Farke und Nico Elvedi.
Eine Ära bei den Fohlen neigt sich dem Ende zu – nach elf Jahren! Defensiv-Boss Nico Elvedi liebäugelt offenbar mit einem neuen Abenteuer und schielt dabei auf die englische Top-Liga.
Der Nationalspieler der Schweiz kam zwar am 1. August planmäßig aus seiner Pause wieder und fuhr auch mit ins Camp nach Rottach-Egern, aber die Spekulationen über einen Wechsel verstummen einfach nicht. Von ihm selbst gibt es kein Wort zu seiner Situation, die man im Verein anscheinend als „offen“ betrachtet.
Gladbach braucht Geld – und Ersatz für Elvedi
Ganz oben auf der Liste der Interessenten steht wohl Leeds United. Dort schwingt mit Daniel Farke ein bekanntes Gesicht das Zepter. In der Spielzeit 2022/23 hielt der Trainer große Stücke auf Elvedi und gab ihm 32 Einsätze in der Liga, bei denen der Abwehrmann dreimal traf.
Es heißt, Elvedi habe sich mit dem Verein aus England schon auf einen langen Kontrakt bis 2029 verständigt. Die Verhandlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen, da eine erste Offerte aus Leeds von der Gladbacher Führungsetage als unzureichend zurückgewiesen wurde. Das berichtet „rp-online.de“.
Die Bemühungen von Leeds könnten zusätzlich durch ein anderes Transfergeschäft angetrieben werden: Angeblich möchte der Hamburger SV Sebastiaan Bornauw von dort verpflichten, wodurch bei United eine Position in der Abwehr frei werden könnte.
In Leeds würde Elvedi auf seinen Kollegen aus der Nationalelf, Noah Okafor, treffen. Die Borussia ist gewillt, dem langjährigen Profi keine Hürden in den Weg zu stellen – ähnlich wie bei Yann Sommer im Januar 2023 –, aber die Konditionen müssen stimmen.
Im Klartext heißt das: Die Transfersumme muss passen und ein passender Ersatz muss gefunden werden. Das Profil für den potenziellen Neuzugang ist deutlich umrissen: Er muss verlässlich sein, Routine mitbringen und Führungsstärke besitzen.
Unter den gehandelten Kandidaten tauchen Namen wie Felix Uduokhai (28, Besiktas Istanbul) auf, und auch Phil Neumann (29) von Birmingham City wird neuerdings genannt. Neumann kann zwar auf beinahe 200 Einsätze in der zweiten Liga verweisen, aber es bleibt die Frage, ob dies genügt, um einen so international versierten Spieler wie Elvedi zu beerben.
Der Faktor Zeit spielt eine Rolle, da Sportdirektor Rouven Schröder eine Frist festgelegt hat. Die Tendenz geht klar in Richtung Abschied, aber falls es zu keiner Übereinkunft kommt, wäre Gladbach bereit, mit Elvedis auslaufendem Kontrakt in die neue Spielzeit zu starten. Eine Vertragsverlängerung gilt als so gut wie vom Tisch. Bis zum Beginn des Septembers bleibt den Beteiligten noch Zeit, um den Transfer unter Dach und Fach zu bringen. (red)


