Rouven Schröder sprach im D„oppelpass“ über Gladbach-Juwel Wael Mohya. Ein anderer Gast knöpfte sich die Führungsetage vor.
„Zuletzt bei WM '90 gesehen“Schröder schwärmt von Mohya – Doppelpass-Gast stichelt

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Rouven Schröder war zu Gast im Doppelpass.
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Erleichterung bei Rouven Schröder! Der Sportchef von Borussia Mönchengladbach musste als Gast im Sport1-„Doppelpass“ nicht wie befürchtet einen historischen Bundesliga-Negativrekord erklären, sondern konnte in der Sendung nach einem desaströsen Saisonstart auf den ersten Sieg zurückblicken.
„Das hat keiner von uns erwartet jetzt gegen Stuttgart. Da ging es eigentlich nur darum, dass wir die sieben Spiele verlieren und dass man sich dafür dann auch zu Recht rechtfertigen muss“, sagte Schröder. Stattdessen folgte nach sechs Niederlagen der Auswärtserfolg. „Die Mannschaft ist bundesligatauglich. Das muss sie beweisen. Das hat sie auf den Platz gebracht. Leidenschaft, sich zu quälen und keine Angst zu haben.“
Seitenhieb auf Gladbach-Präsident
Die Gründe für den schwachen Saisonstart sind vielfältig. Verletztenmisere, Spielerverkäufe, um einen Transfer-Überschuss zu erzielen, ein Trainer mit wenig Kredit, der nach drei Spieltagen abgelöst wurde. „Normal bräuchten wir jetzt eine Sondersendung, denn da waren ganz viele Dinge, die kann man pauschal gar nicht so beantworten kann“, so Schröder.
Nach dem Sieg in Stuttgart ist die kurzfristige Erleichterung aber groß – und ein Youngster sorgt für den ganz großen Hoffnungsschimmer: Wael Mohya (17). Schröder gerät ins Schwärmen, wenn er über das Gladbach-Juwel spricht. „Er ist einfach unglaublich gut erzogen, er hat ein tolles Elternhaus, wirklich auch entschleunigt. Der Wael ist ein unglaublich guter Charakter. Wir beobachten das natürlich auch, wie er damit umgeht“, so Schröder über den Hype um das Talent, das in Stuttgart zum „Man of the Match“ gekürt wurde: „Da machen wir uns gar keine Sorgen und er ist für uns der beste Vorreiter für alle, die nachkommen aus der Akademie.“
Der Junge sei auch unheimlich beliebt in der Mannschaft. „Da ist keiner dabei, der sagt: Oh, das Jungfohlen läuft jetzt los.‘ Sondern er ist einfach so, wie er ist. Er trägt noch immer die Kiste und die zweite Kiste noch hinterher“, berichtete Schröder.
Podcaster Basti Red, der es bekanntlich mit Eintracht Frankfurt hält, sieht Mohya ebenfalls als Glücksfall für die Fohlen. „Als Gladbach-Fan stelle ich es mir unglaublich wichtig vor, dass du so was hast“, sagte er angesichts der immer noch prekären Lage. „Eine Story zum Genießen. Ich habe das Spiel gegen Hoffenheim, gesehen. Da hast du nach dem Spiel nicht mal mehr Pfiffe gehabt. Ich habe da Leute gesehen und gedacht, da ist gerade jemand verstorben.“
Mohya allein werde Gladbach aber nicht retten, stellte Basti Red klar. „Ihm muss ein Gebilde drumherum gestellt werden, dass er sich da entwickeln kann. Und da fehlt es mir in Gladbach tatsächlich an anderen Stellen.“ Er zog den Vergleich mit Eintracht Frankfurt. „Wir haben auch eine wilde Situation gerade. Da ist Axel Hellmann aber da. Der sitzt da, auch gegen den Wind. Und in Gladbach, ehrlich gesagt, no disrespect: Wer ist denn da eigentlich derjenige, den ich ansprechen kann als Fan, wenn es nicht läuft? Keine Ahnung. Rainer Bonhof habe ich zuletzt bei der WM '90 gesehen“, stichelte er. Gladbach-Präsident Bonhof ist auch unter den Borussia-Fans in die Kritik geraten, zuletzt wurde sein Rücktritt gefordert.



