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Von Achim Müller, Judith Malter

Macht-Demonstration in Müngersdorf Gladbach zerlegt überforderten Erzrivalen Köln

Stürmer Alassane Plea von Borussia Mönchengladbach wird von seinen Mitspielern gefeiert.

Borussia hat im Derby beim 1. FC Köln den ersten Bundesliga-Sieg der neuen Meisterrunde eingefahren. Hier feiern Neuhaus (l.) und Stindl Stürmer Alassane Plea nach dessen Treffer.

Köln - Was für eine Macht-Demonstration! Gladbach zerlegt den 1. FC Köln in dessen Stadion mit 3:1. Erster Dreier für die Borussia am 3. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison. Und das beim Erzrivalen. Damit hat Borussia einen Fehlstart verhindert, nachdem die Rose-Elf mit einem 0:3 in Dortmund und einem 1:1 gegen Union Berlin in die Meisterrunde gestartet war. Borussia agierte souverän vor 300 Zuschauern in Müngersdorf.

Breel Embolo gibt sein Comeback

Weitere gute Nachricht: Die Offensiv-Büffel machen Fortschritte. Plea traf, Thurams Formkurve steigt weiter an, Embolo gab sein Comeback nach Verletzungspause. Gladbachs Jonas Hofmann: „Über den Sieg brauchen wir nicht zu diskutieren. Das war sehr eindeutig. Wir haben teilweise sehr, sehr gut gespielt. Haben uns für die Anfangsphase mit dem 2:0 belohnt. Das hat Kräfte bei uns freigesetzt. Im Endeffekt haben wir es aus meiner Sicht dann auch gut zu Ende gespielt. Ich denke, wir haben viele Menschen in Gladbach glücklich gemacht.“

Hofmann ergänzte: „Was man aus unserer Sicht kritisch anmerken könnte, ist, dass wir es zugelassen haben, dass Köln ein, zwei Mal Phasen hatte, in denen sie wieder im Spiel waren.“ 

Fohlen-Trainer Marco Rose: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir es noch konsequenter ausspielen. Nach so einem guten Start ins Spiel. Wir haben die Situation gut angenommen, haben eine konzentrierte Trainingswoche hingelegt. Wir haben Köln beschäftigt, mit guten Bewegungen, waren konsequent. Ein verdienter Sieg.“ Gehen wir rein in die Rheinland-Schlacht.

Die Gäste vom Niederrhein starteten wie aufgedreht. Schon kurz nach dem Anpfiff hätte Hofmann, der von Bundestrainer Löw für die Nationalelf nominiert worden ist, auf 1:0 stellen müssen. Doch Gladbachs Offensivspieler scheiterte freistehend am Kölner Schlussmann Horn. Borussia drückte weiter, Thuram lief auf Horn zu, nächste gute Parade, der Abpraller fiel Stindl auf den Schlappen, direkte Abnahme, doch Bornauw rettete vor der Linie ganz stark.

Nächste Angriffswelle. Hofmann enteilte der Kölner Defensive, Pass auf Plea, peng, drin, 1:0 Gladbach. Die Borussia drückte weiter aufs Gaspedal. Bensebaini lief der FC-Abwehr weg, strammer Schuss, erneut parierte Horn. Augenblicke später war dieser allerdings machtlos. Nach einer Ecke von Hofmann war Lainer am kurzen Pfosten zur Stelle und erhöhte per Kopf auf 2:0.

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Im Anschluss allerdings wachten die Kölner auf. Und wären beinahe zum Anschlusstreffer gekommen, als Kramer VfL-Keeper Sommer mit einem Rückpass in Bedrängnis brachte, dieser den Ball nicht sauber stoppte, Andersson bekam so eine Chance, doch dessen Schuss klatschte an den Pfosten. Der FC zeigte sich in Folge deutlich engagierter, bis zur Pause ging aber nichts mehr.

Borussia agierte souverän

Durchgang zwei begann dann gleich mit einer dicken Chance für die Gäste – Neuhaus scheiterte an Horn. Borussia übernahm sofort wieder das Geschehen auf dem Platz, der FC wirkte prompt überfordert. Ehizibue holte ungeschickt Gladbachs Offensiv-Büffel Thuram im Sechzehner von den Beinen, Schiri Marco Fritz entschied auf Strafstoß – und lag mit dieser Entscheidung auch richtig. VfL-Kapitän Stindl schnappte sich den Ball, behielt die Nerven, verwandelte eiskalt gegen Horn, 3:0. Weiter die Fohlen. Plea hämmerte aus guter Position den Ball ans Außennetz – da war mehr drin. Dann Dusel für den FC, als eine abgefälschte Hereingabe an die Torlatte bumste. Der FC traf aber auch noch, als Gladbach in der Schlussphase die Zügel schleifen ließ. Rexhbecaj verkürzte per Distanz-Hammer auf 1:3. Mehr ging aber nicht.

Gladbachs Profis feierten symbolisch vor der Gästekurve, schickten so einen Gruß an die eigenen Fans, die wegen der Coronakrise nicht im Stadion sein durften. Der FC konnte froh darüber sein, dass es nur 1:3 am Ende gestanden hatte.

Borussia: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini - Kramer, Neuhaus - Thuram (69. Herrmann), Stindl (77. Wolf), Hofmann (87. Traoré) - Plea (87. Embolo)