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Von Achim Müller

Nach 203 Tagen Corona-Frust Gladbach-Boss kann kaum erwarten, dass 10.000 Fans den Borussia-Park rocken 

Stephan Schippers, Geschäftsführer der Gladbacher Borussia, spricht in mehrere Mikrofone während eines Interviews im Borussia-Park.

Stephan Schippers, Geschäftsführer der Gladbacher Borussia, hat sich am Mittwoch zur geplanten Rückkehr von 10.000 Fans zum Heimspiel gegen Union Berlin geäußert.

Mönchengladbach - Die Vorfreude, aber auch eine gewisse Anspannung, sind rund um den Borussia-Park spürbar. Gladbach stellt sich für das erste Fußball-Heimspiel seit 203 Tagen vor mehreren tausend Zuschauern auf. Am 7. März war der Borussia-Park das letzte Mal prall gefüllt, als rund 54.000 Fans die Heimpleite gegen Dortmund (1:2) verfolgen konnten. Kurz darauf, am 11. März gegen Köln (2:1), mussten wegen der Coronavirus-Pandemie die Fans schon wegbleiben. Unterbrechung, Restart, Geisterspiele. Dann schließlich jüngst der erste Kick vor 300 Fans. Samstag, beim Heimspiel gegen Union Berlin (15.30 Uhr), sollen es rund 10.000 Anhänger sein, die wieder in die Fohlen-Arena dürfen. Das sagt Borussias Finanz-Boss und Geschäftsführer Stephan Schippers (52) vor der Rückkehr über...

Singen und anfeuern ist erlaubt

...seine persönlichen Empfindungen: „Darauf haben wir jetzt sechs Monate lang hingearbeitet. Da muss ich einen großen Dank an die Politik richten. An die Bundespolitik, aber auch an die regionale Politik und Verwaltung, dass wir mit Ordnungsamt und Gesundheitsamt im Endeffekt unser Konzept aufsetzen- und justieren konnten, dass im Endeffekt die Möglichkeit besteht, Fußball mit 10.000 Menschen zu sehen.

...die Dinge, auf die Gladbach-Fans achten sollten, wenn sie ins Stadion kommen: „Es ist wie bei jedem Besuch in der Öffentlichkeit zu beachten, dass der Abstand eingehalten und auf Abstand geachtet wird. Zudem die Hygienemaßen, wie häufiges Händewaschen, desinfizieren, aber auch den Mund-Nasenschutz zu tragen, eingehalten werden. Alles andere wird der Stadionbesucher hier sofort erkennen.“

...die Tatsache, dass es keine Stehplätze geben wird: „Wir haben das Stadion wie bei einem internationalen Spiel komplett bestuhlt. Es wird zudem nur ein Fünftel der Fans im Stadion Platz finden dürfen. Mit Abstand zu den Familien-Mitlgiedern, zu Freunden, zu Bekannten. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass es ein richtiger Schritt in die richtige Richtung ist, dass die Stimmung in unser Stadion zurückkehrt. Es ist nicht das, was wir uns wünschen, aber zum jetzigen Zeitpunkt, zu den jetzigen Bedingungen, muss man sich mit dem zufrieden geben, was man machen kann.“

...die Möglichkeit, im Stadion zu singen und die eigene Mannschaft anzufeuern: „Singen ist immer erlaubt, auch wenn man einen Mund-Nasenschutz trägt, dieser ist dabei vielleicht nicht förderlich, aber wenn die Fans singen, das kann die Mannschaft immer gut gebrauchen. Wenn die Stimmung zurückkehrt, kommt das an bei der Mannschaft.“

...Tipps an die Fans zur Anreise: „Der Grundsatz ist, dass wir das Stadion zu einhundert Prozent öffnen. Wir fahren es so, als wenn wir zu einhundert Prozent ausverkauft wären. Wir öffnen alle Parkplätze, wir öffnen alle Kioske, alle Drehkreuze, alle Toiletten. Wir haben die volle Mannschaft bei den Ordnern am Start. Wir weisen darauf hin, auch wenn die Anbindungen an den öffentlichen Personennahverkehr gegeben sind, dass die Fans besser mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß anreisen sollten. Wenn sie mit dem Auto kommen, dann sollten maximal vier Personen aus einem Haushalt im Fahrzeug sitzen, ansonsten nur zwei. Es sollen am Ende keine Infektionsketten auftreten.“

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...die Tatsache, dass es 10.800 Karten gibt es, aber noch nicht alle weg sind: „Es ist leider nicht der Fall, dass alle Karten bereits verkauft sind. Der eine oder andere wartet noch ab, schaut sich das erst einmal von außerhalb an. Wir haben 9.200 Karten veräußert für Samstag. Da ist noch Luft nach oben. Aber die 9.200 freut uns jetzt schon immens.“

...den finanziellen Aspekt der Fan-Rückkehr: „Das rechnet sich jetzt schon, selbst bei 300 Zuschauern. Warum? Die emotionale Bindung ist der wichtigste Punkt. Die Fans wollen ihre Spieler sehen. Das ist uns wichtig. Über die Zahlen machen wir uns später Gedanken.“

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...Einnahmen durch den Kartenverkauf, sollte der jetzige Rahmen so bleiben: „Wir haben im Jahr rund 20 Millionen Euro an Ticket-Einnahmen, ein Fünftel davon sind vier Millionen. Aber es ist auch die Möglichkeit, wieder mit unseren Sponsoren in Kontakt zu treten. Wir haben 1.150 Gäste in der Business-Zone und 450 Logen-Gäste. Diese Tuchfühlung wieder aufnehmen zu können, ist enorm wichtig.“

...die Vorfreude bei den Gladbach-Profis: „Die ist zu spüren. Unbedingt. Mit 10.000 Fans wird der Borussia-Park schon mal das richtige Signal setzen. Das kann natürlich nicht ein ausverkauftes Haus ersetzen, aber nochmal: Wir sind in einer Sondersituation.“

...die Gefahr, dass wie vergangene Woche in Köln, Borussias Spiel wegen steigender Infektionszahlen noch kurzfristig ohne Fans ausgetragen werden muss: „Die Situation in Mönchengladbach ist aus meiner jetzigen Sicht wesentlich entspannter. Wir haben eine Inzidenz-Zahl aktuell in Mönchengladbach von 8,8. Das heißt, wir sind weit entfernt von dieser Zahl 35. Nichtsdestotrotz, es kann Vieles passieren. Ich gehe fest davon aus, dass wir am Samstag hier Fußball mit Zuschauern spielen können.“

Masken tragen für die Sicherheit

...die Entscheidung, trotz aller Abstands-Maßnahmen, Maskenpflicht auf den Zuschauerplätzen zu erlassen: „Da es das erste Spiel ist, sich einige Dinge und Abläufe erst einmal einspielen müssen, haben wir zusammen mit dem Gesundheitsamt, auch mit dem Ordnungsamt, entschieden: Lasst uns den Mund-Nasen-Schutz machen. Es ist ein wesentlich größerer Sicherheitsfaktor, dass die Menschen sich sicher fühlen und auch zum nächsten Heimspiel wiederkommen.“