Moritz Nicolas reicht’s! Der Gladbach-Torhüter hat die Nase voll von schönen Reden.
Nicolas hat die Nase voll„Aktuell ist eigentlich jedes Wort zu viel“

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Moritz Nicolas musste schon 20 Mal hinter sich greifen.
Die Laune von Moritz Nicolas war nach dem 1:2 gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag am Boden. Der Keeper von Borussia Mönchengladbach war nach der sechsten Niederlage in Serie zum Saisonbeginn richtig sauer.
Für ihn ist die Zeit für Gerede vorbei: „Eigentlich ist aktuell jedes Wort zu viel, wir müssen die Antworten auf dem Platz geben.“ Seine Ansage ist klipp und klar: „Wir müssen einfach zwingend schauen, dass wir Punkte holen, und das sehr schnell.“
Nicolas bei Paraden weit vorne
Dabei zählt Nicolas individuell zu den Stärksten der Liga. Mit 34 abgewehrten Schüssen belegt er Rang drei im Torhüter-Ranking, lediglich Maarten Vandervoort von Leipzig (38) und Augsburgs Finn Dahmen (36) haben mehr Paraden. Doch diese persönliche Bilanz ist dem Schlussmann der Fohlen nach dem desaströsen Start in die Saison piepegal. Das berichtet „bild.de“.
Die nächste Möglichkeit auf Punkte gibt es schon am Freitag (20.30 Uhr/Sky) beim Gastspiel in Stuttgart. Ein Match bei einem Champions-League-Klub, wo die Borussia in der Spielzeit 2010/11 mit einem 0:7-Debakel die schlimmste Auswärtspleite der Klubgeschichte erlebte. Für Nicolas hat das aber keine Bedeutung: „Es ist komplett egal, gegen wen du jetzt spielst. Ob es Stuttgart ist, ob es Hoffenheim ist oder wer auch immer. Wir brauchen einfach Punkte – und die haben wir gegen Hoffenheim wieder nicht geholt.“
Besonders ärgerlich für Nicolas: Auch das dritte Heim-Duell dieser Saison ging verloren. Im eigenen Stadion musste sein Team bislang genauso zehn Gegentreffer hinnehmen wie auf fremden Plätzen. Seine Analyse des Hoffenheim-Spiels: „In der ersten Halbzeit fand ich die letzten 15 Minuten ein bisschen zu passiv, wo Hoffenheim gut drin war im Spiel.“
Der schnelle Ausgleich nach Wiederanpfiff verpuffte ohne Effekt. „Das muss uns eigentlich Aufschwung geben. Aber wir haben dann keine allzu zwingenden Chancen mehr gehabt und bekommen ein dummes zweites Gegentor.“ Ein erhofftes Aufbäumen der Gladbacher in der Schlussphase fand nicht statt.
Und so steht am Ende die knallharte Wahrheit: Die Fohlen hocken auf dem letzten Platz der Bundesliga-Tabelle. (red)

