Die U23 musste auf einige Stammkräfte verzichten – und verlor prompt. Trainer Mihai Enache sieht es positiv.
„Dafür sind wir da“Keine Alibis: U23-Trainer mächtig stolz

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Alexander Blessin lieh sich in Stuttgart Lion Schweers aus.
Beide Jokereinsätze saßen perfekt! Auch durch das Mitwirken von Lion Schweers (30) sowie Mathieu Nguefack (18) gelang Borussia Mönchengladbach beim VfB Stuttgart letztlich der allererste Dreier dieser Spielzeit.
Beim 3:2-Erfolg am vergangenen Freitag durfte das Duo, das sonst im Regionalliga-Team kickt, während der spannenden Endphase ran. Für den erfahrenen Schweers bedeutete dieser Auftritt sogar die Premiere im Oberhaus. Zusammen mit Nguefack betrat er kurz vor Schluss den Rasen, um die hauchdünne Führung ins Ziel zu retten.
„Das schönste Kompliment“ für den Fohlen-Unterbau
Allerdings musste Borussias Zweitvertretung bereits am darauffolgenden Tag den Preis dafür zahlen. Abgesehen von den eingesetzten Schweers und Nguefack standen ebenso Iaia Manco Danfa sowie Josiah Uwakhonye nicht zur Verfügung, da beide in Stuttgart zumindest auf der Bank saßen. Ohne dieses wichtige Vierergespann kassierte der Nachwuchs beim Neuling aus Rhynern prompt eine bittere 2:3-Schlappe. Das berichtet „rp-online.de“.
Sucht Übungsleiter Mihai Enache deshalb nach billigen Alibis? Überhaupt nicht! Für die jüngste Pleite möchte er das Fehlen seiner Stützen keinesfalls vorschieben. „Uns fehlte vielleicht eine Achse, aber die anderen Spieler haben auch Qualität und Ansprüche“, betonte der Fußballlehrer. Zudem ergänzte er: „Dass Spieler von uns oben bei der Lizenzmannschaft sind, dafür sind wir da. Wir sind die letzte Ausbildungsstufe im Verein und es ist gut, dass wir diese Durchlässigkeit haben.“
Natürlich hinterließ die Abwesenheit der Stammkräfte dennoch sichtbare Spuren im eigenen Spiel. Vor allem nach Standardsituationen brannte es lichterloh. „In Rhynern haben wir beispielsweise zwei Standardtore kassiert. Dort hätte es uns mit Sicherheit gutgetan, Lion in unseren Reihen zu haben“, räumte Enache ehrlich ein. Trotzdem dominiert bei ihm eindeutig die Freude: „Umso schöner ist es, dass er bei den Profis war und in Stuttgart die letzten zehn Minuten auf dem Platz stand, alles reingeworfen hat und Kopfballduelle gegen die Größen aus Stuttgart für sich entscheiden konnte.“ Solche Momente zählen für den Ausbilder unterm Strich weitaus mehr als eigene Zähler oder Triumphe in der vierten Liga.
Darüber hinaus belegen diese Beförderungen laut Enache eindrucksvoll, wie hervorragend die tägliche Förderung im Unterbau funktioniert. „Wenn die Jungs im Kader der Lizenzmannschaft sein dürfen oder sogar Einsatzminuten bekommen, ist es das schönste Kompliment, das wir für unsere Arbeit als Trainer im Nachwuchsleistungszentrum bekommen können“, zeigte sich der Verantwortliche begeistert. „Das macht uns stolz, weil wir daran mitgewirkt haben, dass sie die Möglichkeit bekommen, sich bei den Profis zu beweisen.“
Nun steht am kommenden Samstag ab 14.00 Uhr im heimischen Grenzlandstadion das Kräftemessen mit dem VfB Hilden an. Dabei winkt dem Linien-Chef personelle Verstärkung durch altbekannte Kräfte. Da das Lazarett im Bundesliga-Team kleiner geworden ist, winkt Danfa sowie Schweers eventuell die Rückkehr ins Regionalliga-Aufgebot. Darüber wäre Enache extrem glücklich, „weil wir dann gute Jungs zurück in unseren Reihen haben“.
Fest steht: Gegen Hilden möchte der Fohlen-Nachwuchs unbedingt Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt in Rhynern betreiben. Speziell nach dem Seitenwechsel lief dort zuletzt nämlich extrem viel verkehrt. „In der zweiten Hälfte haben wir das Fußballspielen eingestellt und uns auf das Spiel des Gegners eingelassen“, monierte Enache sichtlich bedient. „So haben wir uns eine unnötige Niederlage eingehandelt, das ist brutal bitter.“
Immerhin gibt es für das eigene Defensivzentrum noch Grund zur Hoffnung: Möglicherweise kehrt Abwehrmann Tyler Meiser zeitnah zurück. Übersteht der Defensivspezialist sämtliche Übungseinheiten bis zum Samstag komplett beschwerdefrei, winkt ihm seine allererste Kadernominierung der laufenden Runde. (red)

