„Wird in beiden Fällen nicht funktionieren“ So will Gladbach das Wunder von München schaffen
Trainer Eugen Polanski muss mit seiner Mannschaft zum Rekordmeister.
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Eine gewaltige Prüfung erwartet Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr) mit der Partie beim unangefochtenen Spitzenreiter Bayern München.
Rein theoretisch eine kaum zu bewältigende Aufgabe, insbesondere da die jüngsten fünf Aufeinandertreffen allesamt an die Bayern gingen. Allerdings verleiht der enorm wichtige 1:0-Erfolg gegen Union Berlin der Fohlenelf kräftig Auftrieb für den Trip nach Süddeutschland.
Augsburg als Vorbild für die Fohlen
Die Historie beweist zudem, dass Borussia dem Rekordmeister durchaus gefährlich werden kann: Von 20 Duellen zwischen 2015 und 2023 konnten die Gladbacher immerhin zehn für sich entscheiden.
Coach Eugen Polanski (39) zeigt sich trotz der komplizierten Situation vor dem Spiel angriffslustig. Er unterstreicht, dass es sinnlos wäre, die Fahrt anzutreten, sollte der Glaube an die eigene Möglichkeit fehlen. „Natürlich wissen wir, was da auf uns zukommt. Aber wenn wir jetzt schon sagen, da haben wir keine Chance, dann brauchen wir da gar nicht hinzufahren“, meint der Trainer der Fohlen. Man müsse die „kleine Chance, die wir haben, müssen wir nutzen.“ Das berichtet „bild.de“.
Für das potenzielle „Bayern-Wunder“ hat Polanski bereits eine deutliche Vorstellung im Kopf. Weder eine reine Defensivtaktik noch naives Offensivspiel sind für ihn eine Option. „Es wird nicht funktionieren, sich nur hinten reinzustellen oder komplett zu versuchen, mitzuspielen. Das wird in beiden Fällen nicht funktionieren“, stellt er klar.
Vielmehr schwebt ihm eine intelligente Kombination vor. Es sei unausweichlich, dass es Momente geben wird, in denen man massiv verteidigen muss, da die Bayern einen enormen Druck aufbauen. „Dafür gibt es dann auch Lösungen, definitiv – aber es wird wahrscheinlich eher eine Mischung aus allem sein.“
Inspiration liefert ausgerechnet der FC Augsburg. Am 11. Januar wurden die Fuggerstädter von der Fohlenelf noch mit einem klaren 4:0 aus dem Borussia-Park gefegt. Exakt dieselben Augsburger schafften nur 14 Tage darauf einen überraschenden 2:1-Erfolg in der Fremde gegen die Bayern. Polanski ist sich bewusst: „Auch andere Mannschaften haben bewiesen, dass da was geht.“
Die Basis für einen Coup sei, dass das Team „auf unserem absoluten Leistungslevel komplett performen“ muss. Zugleich müsse man verhindern, dass die Münchner ihre Top-Leistung abrufen. Polanski bleibt jedoch auch realistisch: „Entscheidend ist, ganz abgesehen von dem Ergebnis, diesen Glauben hochzuhalten, alles dafür zu investieren – und dann kann es am Ende gegen Bayern trotzdem nicht reichen. So ehrlich muss man sein …“ (red)
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