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Von Jannik Sorgatz

Borussia knackt den Jackpot Fohlen krönen erste Rose-Saison mit der Champions League

Borussia Mönchengladbach hat gegen Hertha BSC den Einzug in die Champions League eingetütet.

Borussia Mönchengladbach hat gegen Hertha BSC den Einzug in die Champions League eingetütet.

Mönchengladbach - „Auf, auf, auf!“ – Borussia feiert die Champions League! Zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte mischen die Fohlen in der Gruppenphase der Königsklasse mit und knacken damit auch den 30-Millionen-Euro-Jackpot.

Mit einem 2:1 gegen Hertha BSC am letzten Spieltag verteidigte Gladbach den vierten Platz in der Bundesliga. 65 Punkte stehen am Ende der ersten Saison unter Trainer Marco Rose (43) auf dem Konto, die zweitbeste Ausbeute seit 1984 und nur vier Zähler weniger als Vizemeister Borussia Dortmund.

Das Führungstor durch Jonas Hofmann (27) fiel früh, danach ließ der VfL etliche Chancen auf einen höheren Sieg liegen, musste aber nie ernsthaft zittern. Trotzdem war das 2:0 durch Breel Embolo (23) in der 78. Minute eine Erlösung. Danach war klar: Hier brennt nichts mehr an, Borussia krönt eine bärenstarke Saison, in der sie sogar achtmal von ganz oben grüßte. Der Anschlusstreffer durch Vedad Ibisevic (35) war nur noch Ergebniskosmetik.

Gladbach antwortet Leverkusen ganz schnell

Rose hatte bis auf Rückkehrer Nico Elvedi (23), der für Tony Jantschke (30) ins Team kam, nichts an seiner Sieger-Elf aus Paderborn geändert. Immerhin auf der Bank Platz nehmen konnte neben Alassane Plea (27) auch Raffael (35) an seinem letzten richtigen Arbeitstag für Borussia.

Die erste wichtige Szene des Nachmittags spielte sich in Leverkusen ab: Kevin Volland (27) brachte Bayer gegen Mainz nach einer Minute in Führung. Zu diesem Zeitpunkt war der Verfolger punktgleich mit Borussia und acht Tore zurück – näher sollte er nicht mehr herankommen. Denn schon in der siebten Minute schickten die Fohlen einen schönen Gruß an die Werkself.

Hier können Sie die Leistung der Borussen gegen Hertha BSC bewerten:

Christoph Kramer (29) guckte sich Breel Embolo (23) mit einem langen Ball aus wie ein Quarterback im American Football seinen Wide Receiver. Der Schweizer sorgte erst für Schweißperlen bei Dedryck Boyata (29), dessen Nebenmann Jordan Torunarigha (22) eilte zur Hilfe. Während Keeper Dennis Schmarsch (21) noch zögerte, spitzelte Embolo den Ball links rüber zu Jonas Hofmann (27), der mit seinem satten Schuss zum 1:0 traf, sein fünftes Saisontor.

Lars Stindl (31), der in der achten Minute knapp verpasste, und Ramy Bensebaini (25), der in der zwölften zu hastig mit rechts abschloss, hatten gute Möglichkeiten, schnell keine Fragen offen zu lassen. Doch Borussia sollte es verpassen, bis zur Pause nachzulegen.

Gladbach mit 13:0 Torschüssen in der ersten Halbzeit

Mal fehlte die Genauigkeit im Abschluss, mal war Pech dabei. Embolo schoss aus spitzem Winkel scharf, der Ball touchierte noch den Außenpfosten. Aluminium war auch im Spiel, als Herthas Alexander Esswein (30) im Strafraum versehentlich Stindl bediente und der mit der Innenseite zu genau zielte.

„Mensch, was machst du denn?“, rief Hertha-Coach Bruno Labbadia (54) von draußen. Seine Mannschaft zeigte in den ersten 45 Minuten nichts von dem, was sie gegen Borussia-Konkurrent Leverkusen in der Vorwoche zu einem verdienten 2:0-Sieg geführt hatte. Mit 13:0 Torschüssen ging Gladbach in die Kabine, aber nur mit einem 1:0 auf der Anzeigetafel. Ein trügerisches Ergebnis?

Breel Embolo und Borussia Mönchengladbach gaben gegen Hertha BSC den Ton an.

Breel Embolo und Borussia Mönchengladbach gaben gegen Hertha BSC den Ton an.

Labbadia zeigte sich zumindest so unzufrieden, dass er dreimal wechselte: Arne Maier (21), Per Skjelbred (33) und Mathew Leckie (29) kamen für Marvin Plattenhardt (28), Marko Grujic (24) und Esswein. Die ersten Akzente setzte jedoch wieder Borussia: Stindl holte einen Freistoß aus einer Top-Position heraus, setzte den Ball aber hoch zu den Pappkameraden in die Nordkurve (52.).

Embolo bedankt sich bei Hofmann

Dann knickte Patrick Herrmann (29) bei der Landung nach einem Dropkick, Gladbachs 15. Torschuss, mit dem rechten Fuß um. Für „Flaco“ ging es – kurz hatte er es noch versucht – nicht weiter. Ibrahima Traoré (32) kam nach einer Stunde.

Die Partie plätscherte in der Folge etwas dahin. Embolo (63.) vergab eine Doppelchance, eine davon per Fallrückzieher. Hertha hinterließ zumindest in der Torschuss-Statistik mal bleibenden Eindruck mit zwei harmlosen Abschlüssen. 

Dann versuchte es Traoré (77.) aus der Distanz, die folgende Ecke brachte die Entscheidung: Kurz ausgeführt, Hofmann brachte den Ball flach und scharf rein – und am zweiten Pfosten krönte Embolo seine starke Leistung mit dem 2:0 und seinem achten Saisontor. Gruppenjubel war angesagt, sogar Trainer Rose feierte kurz mit seinen Jungs.

Ibisevic klaute Yann Sommer (31) in der Nachspielzeit noch die weiße Weste, doch das war zu verschmerzen: Denn Rose wechselte ein letztes Mal Raffael ein, mit einer Gänsehaut-Aktion streifte Stindl dem „Maestro“ sogar die Kapitänsbinde über – mit der der Brasilianer um ein Haar sein Abschiedstor erzielt hätte. Dann war Schluss: Und lauter Jubel hallte durch den leeren Borussia-Park und die Fohlen zogen sich ihre Königsklassen-T-Shirts über!