Radikaler UmbruchGladbach-Boss dreht jeden Stein um

Rainer Bonhof und Rouven Schröder lachend

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Rouven Schröder hat in Gladbach umfassende Maßnahmen für eine Neuausrichtung getroffen.

Gladbach drückt den Reset-Knopf: So treibt Rouven Schröder den XXL-Umbau voran.

Am Niederrhein wird alles auf den Kopf gestellt! Die Zeit der sportlichen Misere und der ständigen Sorge vor dem Abstieg soll ein Ende haben, denn Sportchef Rouven Schröder (50) hat einen radikalen Neuanfang gestartet.

Die Vorgabe ist unmissverständlich: Die Abwärtsspirale muss durchbrochen und eine neue Euphorie mit einer vielversprechenden Zukunft entfacht werden. 

Veränderungen bei den Spielerverträgen

Vor allem die Mannschaft hat eine drastische Veränderung durchgemacht. Um die Kassen zu füllen, wurde Rocco Reitz (24) für eine Summe von 20 Millionen Euro an Leipzig abgegeben. Zugleich wurden kostspielige Profis wie Jonas Omlin (32), den es nach Basel zog, von der Lohnliste genommen. Weitere Top-Verdiener wie Florian Neuhaus (29) und Tomas Cvancara (25) sollen idealerweise auch noch gehen.

Bei geliehenen Akteuren wie Haris Tabakovic (32) oder Yannik Engelhardt (25) wurde aus Spargründen auf einen Kauf verzichtet. Stattdessen flossen nur circa zwölf Millionen Euro in neue Spieler mit Potenzial, darunter David Herold (23), Isac Lidberg (27), Yukhym Konoplya (26) und Enzo Leopold (26). 

Der Gedanke dahinter ist sonnenklar: Schröder muss sparen und zugleich neue Werte im Kader generieren. Durch einen härteren internen Wettbewerb soll die Leistungskurve nach oben zeigen. Sämtliche Neuverpflichtungen haben Arbeitspapiere mit einem kleineren Fixgehalt, aber dafür verlockenden Erfolgsprämien erhalten. Das berichtet „bild.de“.

Schröder erläutert seine Vorgehensweise selbst: „Mit sieben Neuen in der Kabine sieht man direkt, dass sich der eine oder andere erst mal umguckt. Genau diesen Effekt wollten wir erzielen. Wir brauchen Jungs, die anschieben. Das sind alles hungrige Burschen, für die Borussia Mönchengladbach gleichzeitig etwas ganz Besonderes ist.“ Außerdem sollen junge Talente wie Wael Mohya (17) häufiger zum Zug kommen.

Veränderungen gab es ebenso im Coaching-Bereich. Zwar sprach Schröder dem Cheftrainer Eugen Polanski (40) sein Vertrauen aus, stellte ihm jedoch ein neues Gespann zur Seite. Jan-Moritz Lichte (46), der seine letzte Station unter Pep Guardiola (55) bei Manchester City hatte, und Markus Gellhaus (56) sind die neuen Co-Trainer. Dafür war für die Vereins-Ikone Oliver Neuville (53) sowie für Guido Streichsbier (56) kein Platz mehr – ein klares Signal für den harten Umbruch.

Auch auf dem Spielfeld soll die Elf in der anstehenden Saison ein neues Auftreten an den Tag legen. Die oberste Maxime lautet: Courage! Polanski beabsichtigt, an der defensiven Grundformation mit vier Verteidigern festzuhalten. Der Coach verlangt eine veränderte Einstellung: „Wir wollen unsere Idee vom Fußball durchbringen. Am Ende sind Charakter, Mentalität und Führung entscheidend. Vergangene Saison haben wir oftmals gut mitgespielt. Aber es reicht nicht, nur gut mitzuspielen. Sondern man muss diesen unbedingten Willen, auch erfolgreich sein zu wollen, im Team haben.“ Eine Führungsrolle sollen dabei die wieder fitten Tim Kleindienst (30) und Robin Hack (27) einnehmen.

Die Umstrukturierung beschränkt sich aber nicht nur auf das Spielfeld. Schröder hat mit André Hechelmann (41) fürs Scouting und Christoph Menke-Salz (41) für die Lizenzabteilung zwei Vertrauensleute als neue Direktoren eingesetzt, was seine Stellung im Verein festigt. Die Führungsebene mit CEO Stefan Stegemann (62) und Markus Aretz (60) hat den Business-Sektor auf Vordermann bringen lassen und auf der Südtribüne einen neuen Bereich mit Stehplätzen für 900 weitere Zuschauer geschaffen. Dadurch wächst die Gesamtkapazität auf knapp 55.000. Außerdem wurde ein Vertrag mit Ista über die Namensrechte am Borussia-Park bis 2031 fixiert, der rund 25 Millionen Euro in die Kassen spült.

Es hat sich also enorm viel getan in Gladbach. Der Erwartungsdruck auf alle Akteure ist riesig, denn jetzt muss auch der langfristige Erfolg her. Zwar hat man sich mit der Verkündung von Saisonzielen noch zurückgehalten, aber ein Aufwärtstrend muss zügig erkennbar sein. Sonst könnte die neu entfachte Euphorie, wie in den letzten Jahren erlebt, wieder im Nichts verpuffen.

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