Nach der Katastrophen-Saison: Tim Kleindienst wird im Gladbach-Trainingslager deutlich.
„Muss jeder Gegner spüren“Deutliche Kleindienst-Ansage an seine Kollegen

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Tim Kleindienst ist wieder da – und fordert ein Umdenken.
Eine üble Knieverletzung fesselte Tim Kleindienst (30) beinahe die komplette letzte Spielzeit an die Seitenlinie. Der Anführer musste von der Tribüne mitverfolgen, wie seine Mannschaft ewig um den Klassenerhalt rang und schließlich auf dem enttäuschenden 12. Rang landete – eine Katastrophe für alle im Verein.
Ein Meniskusriss mit anschließender Re-Ruptur verschaffte ihm gegen seinen Willen mehr als genug Zeit, die Grusel-Auftritte der Fohlenelf zu durchleuchten.
„Insgesamt muss es einfach deutlich mehr knallen!“
Mit diesen soll jetzt Schluss sein. Der Kapitän verlangt ein komplettes Umdenken. Mit einer glasklaren Botschaft listet er auf, was sich verändern muss. „Es geht viel um Gier, es geht darum, nicht mehr so brav zu sein“, so der Stürmer. Seine zentrale Forderung ist kompromisslos: „Jeder unserer Gegner muss spüren, dass es absolut eklig ist, gegen uns zu spielen.“ Das berichtet „bild.de“.
Aber das war bei Weitem noch nicht alles. Der Spielführer setzt noch einen drauf und fordert zusätzliche fundamentale Änderungen auf dem Rasen. Die defensive Basis müsse passen, vor dem Kasten sei mehr Kaltschnäuzigkeit nötig und das Konterspiel müsse an Tempo zulegen. Ebenso sei die Absprache im Team ein wesentlicher Faktor. Sein klares Signal: „Aber insgesamt muss es einfach deutlich mehr knallen!“
In den Übungseinheiten macht Kleindienst es selbst vor und verkörpert exakt das, was er verlangt. Die Sorge vor einem erneuten Rückfall blendet er komplett aus. „Meine Taktik ist, dass ich voll in jeden Zweikampf reinrammele und nicht zurückziehe, wenn es auch mal weh tut“, erläutert er seine Alles-oder-Nichts-Einstellung. Von seinen Teamkollegen fordert er den gleichen Einsatz: Man müsse auch mal auf den Fuß treten oder den Arm einsetzen, denn nur auf diese Weise könne man sich für den Beginn der Spielzeit rüsten.
Der Stürmer stellt jedoch ebenfalls klar, dass er die Verantwortung nicht im Alleingang schultern möchte. Kommandos müssen aus der ganzen Mannschaft kommen, nicht ausschließlich von ihm. „Ich kann laut sein, wenn es angebracht ist. Aber ich steuere nicht Torwart und Innenverteidiger, da ist dann jeder bei uns gefragt“, macht er deutlich.
Positive Anzeichen erkennt er allerdings schon bei den neuen Spielern, die frischen Wind in die Truppe bringen. Und für sich selbst hat er ebenfalls hohe Ambitionen: Unter dem neuen Nationaltrainer Jürgen Klopp will er wieder für Deutschland spielen, weil: „Da entscheidet allein die Leistung!“ (red)

