Nationalspieler nur auf der Bank Tabakovic: „Trainer hat es so begründet“ – Polanski reagiert
Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic saß gegen Heidenheim zunächst nur auf der Bank.
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Haris Tabakovic schwebte auf Wolke sieben! Der Angreifer durchlebte unter der Woche mit dem Nationalteam von Bosnien und Herzegowina eine riesige Gefühlsexplosion. Er wurde in der WM-Qualifikation gefeiert, nachdem er gegen Italien das 1:1 erzielte und später im Elfmeterschießen nervenstark vom Punkt traf.
„Das ist ein absolutes Highlight und ein Traum, das zu schaffen“, jubelte der Stürmer nach dem 2:2 von Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Heidenheim. Für ihn sei es „das Highlight meiner Karriere“.
Polanski setzte Tabakovic nur auf die Bank
Am Samstag folgte dann die große Ernüchterung: Der Stürmer musste gegen Heidenheim unerwartet auf der Bank Platz nehmen, was seit dem fünften Spieltag nicht mehr vorkam. Dieser Entschluss von Coach Eugen Polanski traf Tabakovic völlig unvorbereitet.
Obwohl er von Dienstag auf Mittwoch in Sarajevo eine ausgiebige Feier hatte, fühlte er sich einsatzfähig. „Ich habe mich aber auf die Bundesliga gefreut und darauf, dass es wieder um Punkte geht“, so der 31-Jährige. Auf die Nachfrage, ob seine Kraft für mehr als 20 Minuten gereicht hätte, kam die klare Antwort: „Doch, ich denke schon, aber es war die Entscheidung vom Trainer.“ Das berichtet „rp-online.de“.
Polanski erklärte seine Wahl in einem persönlichen Gespräch mit der nötigen Frische und gab Shuto Machino den Vorzug, der bei Japans 1:0-Sieg in England nur zehn Minuten auf dem Feld stand. „Wir haben ein Gespräch geführt, der Trainer hat es so begründet. Dann war es ok“, sagte Tabakovic, der die Entscheidung zwar hinnahm, seinen Frust aber kaum verstecken konnte.
„Ich möchte immer auf dem Platz stehen.“ Nach seiner Hereinnahme vergab er in der 83. Minute die Top-Chance zum Sieg, als Heidenheims Keeper Diant Ramaj glänzend hielt. „Das kann ich mir selbst vorwerfen“, haderte der Angreifer, der mit elf Saisontreffern Borussias bester Schütze ist.
Polanski verteidigte seine Maßnahme und lobte Machino, obwohl dieser in 85 Minuten einen Torschuss weniger zustande brachte (GladbachLIVE-Note 5) als Tabakovic in seiner kurzen Spielzeit.
„Wir haben uns nicht gegen Haris, sondern für Shuto entschieden, der meiner Meinung nach ein gutes Spiel gemacht hat“, so der Coach. Dieses positive Zeugnis für den Japaner (RP-Note: 5), der im Gladbacher Spiel oft wie ein Fremdkörper wirkt, sorgte für Stirnrunzeln. Polanski bekräftigte: „Wir haben mehr Spieler als nur elf im Kader. Dementsprechend würde ich es wieder so machen.“
Auch Sportdirektor Rouven Schröder stärkte dem Trainer den Rücken und lobte Machinos Einsatzwillen: „Shuto hat sich richtig aufgerieben“. Zugleich versuchte er, die Situation zu beruhigen: „Jeder Stürmer will immer von Anfang an spielen, aber da brauchen wir jetzt keinen Keil reintreiben.“ Nach dem verpassten Dreier gegen das Tabellenschlusslicht wächst der Druck. Am Samstag (15.30 Uhr) steht das Duell bei RB Leipzig an, bevor am 19. April das brisante Heimspiel gegen Mainz 05 folgt. (red)
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