„Das ist die Wahrheit“ Ultimatum für Polanski: Effenberg zählt Gladbach-Trainer an
Stefan Effenberg am Sonntag (12. April 2026) im „Doppelpass“ auf Sport1 beim Gespräch über Borussia Mönchengladbach.
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Fünf Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz 16 machen die Lage bei Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf zwar noch nicht dramatisch, doch der Trend spricht nicht gerade für Trainer Eugen Polanski (40) und seine Mannschaft.
Mit den wichtigen Heimsiegen gegen Union Berlin (1:0) und St. Pauli (2:0) vor heimischer Kulisse verschaffte sich Gladbach das aktuelle Polster nach unten, doch nach drei sieglosen Spielen in Köln (3:3), gegen Heidenheim (2:2) und in Leipzig (0:1) bleiben die Keller-Konkurrenten von unten weiter in Schlagdistanz.
Effenberg bemängelt Kader-Qualität bei Gladbach
Polanski hat es damit in der Rückrunde nicht geschafft, die erhoffte Konstanz reinzubringen. Zwei Siege, fünf Remis und fünf Niederlagen stehen nach zwölf Spielen zu Buche, der Schnitt liegt sogar knapp unter einem Punkt pro Spiel – unter dem Strich deutlich zu wenig!
Entsprechend kritisch betrachtete auch der frühere Borusse Stefan Effenberg (57) die Lage am Sonntag (12. April 2026) im „Doppelpass“. „Gedanken mache ich mir jeden Tag um meinen Ex-Klub, Sorgen auch ein bisschen“, sagte er im Experten-Talk auf Sport1. Vor zwei Monaten hatte er sich schon Rocco Reitz (23) vorgenommen und kritisiert.
Als er konkret auf den Trainer zu sprechen kam, ließ er deutliche Zweifel anklingen: „Die Statistiken sprechen jetzt nicht gerade für Polanski. Wenn du aus 26 Spielen 29 Punkte holst, ist das ein Schnitt von 1,1 oder so. Da fehlt mir dann die Fantasie, zu sagen: Da entwickelt sich irgendetwas nach vorne.“
Dass verletzungsbedingte Ausfälle und eine auf einzelnen Positionen bedenkliche Kader-Qualität bei diesen Zahlen ebenfalls eine Rolle spielen, wollte Effenberg gar nicht bestreiten. „Das reicht nicht für die Ansprüche, die man hat, eventuell einstellig zu werden in der Bundesliga. Das ist die Wahrheit bei Borussia Mönchengladbach“, stellte er klar.
Effenberg, der von 1986 bis 1990 und von 1994 bis 1998 am Bökelberg gespielt hatte, dachte angesichts der Negativ-Entwicklung trotzdem laut über ein Ultimatum für Polanski nach. Der Trainer muss sich in den Spielen gegen Mainz 05 und beim VfL Wolfsburg beweisen.
Die Schlussfolgerung von Effenberg fiel jedenfalls unmissverständlich aus: „Die nächsten zwei Spiele sind entscheidend, vielleicht auch für Eugen Polanski. Ob er den Vertrag bis 2028 erfüllt, entscheidet sich, glaube ich, in den nächsten zwei, drei Wochen.“