Verbindung zu Gladbach-Boss Vereinsloser Trainer bei Derby gesichtet – er kam nicht wegen Köln-Job
Thomas Letsch und Rouven Schröder kennen sich aus Salzburg.
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Borussia Mönchengladbach hat sich durch das 3:3 in Derby beim 1. FC Köln etwas Luft im Bundesliga-Abstiegskampf verschafft. Das trifft nicht auf die Geißböcke zu.
Während die Fohlen mit nunmehr 29 Punkten auf Platz zwölf in der Tabelle liegen, steht dem Rivalen aus der Domstadt das Wasser bis zum Hals. Nach dem Unentschieden am Samstag im Rhein-Energie-Stadion liegt der FC mit 26 Zählern auf Platz 15. Gewinnt zudem der FC St. Pauli am Sonntag (17.30 Uhr live bei DAZN), rutschen die Kölner erstmals in der laufenden Saison auf den Relegationsrang 16.
Wer wird Nachfolger von Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?
Die Nerven in der Domstadt liegen blank. Sport-Boss Thomas Kessler verweigerte nach Spielschluss ein Bekenntnis zum bisherigen Cheftrainer Lukas Kwasniok, wollte erst einmal eine Nacht über die Trainer-Entscheidung schlafen.
Nach einer kurzen Nacht scheint Kwasnioks Schicksal in Köln besiegelt, alles läuft darauf hinaus, dass Kwasniok von seinen Aufgaben entbunden wird und durch den bisherigen Co-Trainer Rene Wagner ersetzt wird. Eine offizielle Mitteilung wird für Sonntagabend oder Montagvormittag erwartet.
Bereits am Samstagabend schossen die Gerüchte über mögliche Kwasniok-Nachfolger beim FC ins Kraut: U19-Coach Stefan Ruthenbeck galt zwischendurch als aussichtsreichster Kandidat, auch über ein Comeback von Kult-Coach Friedhelm Funkel wurde reflexartig diskutiert.
Die Kölnische Rundschau brachte derweil einen ganz anderen Kandidaten ins Spiel. Und dieser war im Gegensatz zu Funkel sogar im Stadion: Thomas Letsch. Doch war der ehemalige Trainer des VfL Bochum wirklich wegen der Trainerstelle beim 1. FC Köln da?
Nach Informationen von GladbachLIVE trifft das nicht zu. Bei den Kölnern stand Letsch zu keinem Zeitpunkt auf dem Wunschzettel. War er also wegen Gladbach im Stadion? Und zwar als möglicher Feuerwehrmann für Eugen Polanski, dessen Bilanz als Gladbach-Cheftrainer mit 1,11 Punkten im Schnitt aus 18 Begegnungen auch nicht über alle Zweifel erhaben ist? Zum Vergleich: Kwasniok kommt bei den Kölnern in 27 Bundesligaspielen auf 0,96 Zähler.
Pikant: Borussia-Boss Rouven Schröder holte Letsch im Januar 2025 zu Red Bull Salzburg. Beide arbeiteten bis zu Schröders Wechsel nach Mönchengladbach im Oktober 2025 in Österreich zusammen. Letsch hatte nach Schröders Abschied gesagt: „Ich habe mit Rouven zehn Monate intensiv zusammengearbeitet, es war eine gute Zeit.“
Dass diese gute gemeinsame Zeit sich nun in Gladbach für ihn wiederholt, ist nach dem Derby-Remis vom Tisch. Polanski sitzt nach dem Punktgewinn erstmal fest im Sattel. Ihm wird klubintern zugetraut, im kommenden Heimspiel gegen Heidenheim einen Dreier zu holen, der den Gladbachern eine noch bessere Ausgangsposition für die verbleibenden Partien im Abstiegskampf bescheren würde.
Zudem: Dass vereinslose Trainer sich ein Fußballspiel in einem Stadion anschauen, ist nicht ungewöhnlich. Denkbar ist auch, dass Letsch seinem alten Weggefährten Schröder einen Besuch abstatten wollte.
Eine Niederlage im Heimspiel gegen Heidenheim könnte bei Gladbach natürlich alle Planungen im engen Rennen um den Klassenverbleib wieder über den Haufen werfen. Je nachdem, wie sich die direkte Konkurrenz parallel schlägt, könnte die Personalie Polanski wieder auf den Prüfstand kommen. Stand jetzt denken die Borussia-Bosse aber nicht an einen Trainerwechsel in Gladbach.