Gladbach-Juwel auf dem Abstellgleis? Polanski erklärt die Mohya-Bremse
Wael Mohya ist Gladbachs größtes Talent.
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Wael Mohya (17) ist bei Borussia einer der ganz wenigen Hoffnungsträger in dieser Saison. Die Anhänger schreien danach, das Mega-Talent häufiger und ausgiebiger auf dem Feld zu sehen. Doch in letzter Zeit herrschte Verwirrung: Warum bekam der Youngster, der in der laufenden Spielzeit alle Altersrekorde im Klub pulverisiert hat, auf einmal so wenig Einsatzzeit?
Auf der hitzigen Mitgliederversammlung musste sich Coach Eugen Polanski den bohrenden Fragen der Fans stellen, die ihm mangelnde Courage beim Fördern des eigenen Nachwuchses vorwarfen.
„Diesen Jungen kann man nicht verhindern – keiner“
Mohya gilt als das Aushängeschild für erfolgreiche Talentförderung am Niederrhein. Nachdem er gegen den 1. FC Heidenheim zum dritten Mal von Beginn an ran durfte und sein zweites Bundesliga-Tor markierte, folgten nur noch ein Blitz-Einsatz in Leipzig und zwei Partien komplett auf der Bank gegen Mainz und in Wolfsburg.
Doch Trainer Polanski und Manager Rouven Schröder bemühten sich, die Wogen zu glätten. Schröder versprach: „Ich bin überzeugt, dass wir Wael Mohya diese Saison noch häufiger auf dem Platz sehen“. Das berichtet „rp-online.de“.
Polanski selbst fand klare Worte zum Juwel im Profiteam: „Wael steht für die Gegenwart und die Zukunft bei Borussia. Diesen Jungen kann man nicht verhindern – keiner.“ Zugleich warnte er aber davor, zu viel Last auf die Schultern des 17-Jährigen zu legen. Zwölf Bundesliga-Partien und zwei kurze Auftritte im DFB-Pokal sind eine Hammer-Bilanz für sein Alter. Dass seine Spielminuten zuletzt sanken, begründete der Coach mit den jeweiligen Spielverläufen und erzwungenen, verletzungsbedingten Auswechslungen.
Ein zusätzlicher Faktor ist der knallharte Konkurrenzkampf. Mit Giovanni Reyna, dem wieder fitten Robin Hack und Hugo Bolin hat Polanski im Vergleich zur ersten Saisonhälfte jetzt deutlich mehr Pfeile im Köcher für die Offensive. Aber die Statistik ist ein klares Argument für Mohya: Während die anderen Angreifer Ladehemmung haben, netzte der Teenager schon zweimal ein und ist damit geteilter Spitzenreiter in der internen Torschützenliste der Rückrunde.
An fehlender Puste liegt es laut Polanski jedenfalls nicht. „Wael macht definitiv noch einen guten Eindruck. Er hatte mal ein kleines Loch, das er aber längst überwunden hat“, stellt der Trainer klar.
Verrückt: Eine Verletzung aus dem Sommer könnte ihm sogar in die Karten gespielt haben. Der Innenbandanriss im Knie, den er sich gegen den FC Valencia holte, gab ihm laut Polanski die Chance, „in Sachen Athletik und Robustheit noch wichtige Schritte zu machen für den Profifußball“.
Aktuell sei Mohya voll im Saft und werde von der positiven Welle seiner Entwicklung getragen. Bis zur Sommerpause, in der er sein erstes Profi-Jahr sacken lassen kann, gibt es noch drei Gelegenheiten für weitere Auftritte. Die Fans haben einen klaren Wunsch: Sie wollen ihn in allen drei restlichen Partien auf dem Rasen sehen. (red)
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