Wenn der Chef-Schütze fehlt, wer hat dann die Nerven? Die Fohlen haben einen überraschenden Plan B!
Elfer-Rätsel gelöst?Gladbachs neue Hackordnung vom Punkt

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Robin Hack kann es auch vom Elferpunkt. Gegen Wuppertal hat er getroffen.
Im Testkick gegen den Wuppertaler SV schnappt sich Robin Hack die Kugel und versenkt den Strafstoß eiskalt unten links. Ein Treffer zum 4:0, der mehr war als nur eine Randnotiz. Aber halt, Hack als Elferschütze?
Der 27-Jährige ist zwar seit drei Jahren eine feste Größe bei Borussia, trat aber in einer offiziellen Partie für die Fohlen noch nie an den Punkt. Diese Aktion wirft eine brennende Frage auf: Wer hat die Nerven, wenn die eigentliche Nummer eins fehlt?
Kevin Diks ist als Elferschütze gesetzt
Eigentlich ist diese Rolle für Kevin Diks reserviert, welcher sich in der abgelaufenen Spielzeit den Status als unangefochtene Nummer eins vom Punkt erkämpft hat. Der Verteidiger wurde zur absoluten Sicherheit. Viermal trat er in der Liga an, viermal landete die Kugel im Kasten – unvergessen sein Tor in letzter Minute für den so wichtigen 1:0-Sieg gegen Union Berlin.
Der Saisonstart verlief aber alles andere als ideal. In den Partien zu Hause gegen die Bayern und den 1. FC Köln vergaben zunächst Kevin Stöger und dann Haris Tabakovic ihre Chancen vom Punkt. Das berichtet „rp-online.de“.
In beiden Szenen suchte Diks bereits den Blickkontakt zur Trainerbank, denn er wollte selbst antreten. Nach dem Fehlschuss von Stöger meinte Coach Eugen Polanski noch: „Kevin Diks und Stögi waren eingeteilt, und wer sich sicher fühlt, der soll schießen“. Doch einige Wochen danach, als Tabakovic im Derby ebenfalls scheiterte, hörte sich das ganz anders an. „Kevin hat die beste Quote, also sollte er auch schießen“, war die unmissverständliche Botschaft des Trainers. Von da an war die Hackordnung klar.
Aber was passiert, wenn Diks mal ausfällt? Die Heimpartie gegen den VfB Stuttgart lieferte einen bitteren Vorgeschmack: Tabakovic versuchte es noch einmal – und scheiterte prompt wieder. Er ist nach dem Leihgeschäft mittlerweile zu RB Salzburg gewechselt und somit keine Alternative mehr. Kevin Stöger ist weiterhin ein Anwärter, immerhin hat er über Jahre seine Treffsicherheit in der Bundesliga bewiesen. Ob er aber in der kommenden Spielzeit einen Stammplatz sicher hat, ist völlig offen.
Auch Kapitän Tim Kleindienst würde die Verantwortung übernehmen, seine Bilanz für die Fohlen ist aber ausbaufähig: Bei zwei Anläufen traf er einmal erst im zweiten Versuch. Und die anderen? Akteure wie Giovanni Reyna, Florian Neuhaus oder Shuto Machino sind nur selten als Schützen in Erscheinung getreten.
Die neuen Spieler Isac Lidberg und Enzo Leopold sammelten zuletzt schlechte Erfahrungen: Lidberg scheiterte bei seinem einzigen Anlauf für Darmstadt, Leopold vergab zwei von drei Strafstößen. Da rückt Robin Hack in den Fokus. Sein souveräner Auftritt in Wuppertal war kein Zufall. Für Arminia Bielefeld netzte er in der Saison 2022/23 in der Zweiter Liga dreimal bei drei Anläufen. Eine perfekte Bilanz, die ihn zur ersten Alternative für Diks aufsteigen lässt. (red)


