Comeback von Kleindienst! Klare Worte an Klopp & krasse Enthüllungen.
Ansage an den BundestrainerDas sagt Kleindienst über Klopp und die DFB-Elf

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Tim Kleindienst, Robin Hack und Lukas Ullrich jubeln.
Er ist zurück auf dem Platz! Nach einer gefühlt ewigen Zwangspause meldet sich Tim Kleindienst zurück und zeigt sich im Trainingscamp am Tegernsee bestens gelaunt.
Der Nationalspieler ist nach seiner Knie-Operation und beinahe einem kompletten Jahr Ausfall, was ihn auch die Weltmeisterschaft gekostet hat, wieder voll im Saft. Für Borussia Mönchengladbach ist der 30-Jährige eine zentrale Figur und der große Hoffnungsschimmer für die anstehende Spielzeit.
„Er wird sich hoffentlich melden“
Eine Frage, die natürlich alle brennend interessiert: Hat der neue Nationaltrainer Jürgen Klopp schon durchgeklingelt? Die Antwort von Kleindienst ist ein klares: „Nein.“ Für den 59-Jährigen hat er jedoch volles Verständnis: „Auf ihn kommt gerade so viel zu, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Jürgen Klopp gerade Bock hat, sofort alle anzurufen.“
Sein Plan für ein Comeback in der Nationalelf ist sonnenklar: „Wenn ich viele Tore schieße und auffalle, wird er sich hoffentlich melden.“ Das Ziel ist eine Nominierung für September. Das berichtet „bild.de“.
Der Angreifer hat prinzipiell eine sehr hohe Meinung von Klopp und betrachtet ihn als die Idealbesetzung für diese Position. „Ich glaube, er ist schon ein geiler Typ“, so Kleindienst. Er ist sich sicher, dass Klopp durch seine Erfahrung und seine Art, mit Leuten umzugehen, die beste Entscheidung ist. „Seine Mischung aus filigranem Fußball und Emotionalität war in Liverpool unfassbar erfolgreich. Er wird sicher versuchen, diese Werte im deutschen Fußball wieder aufleben zu lassen.“
Kleindienst hat eine schwere Zeit hinter sich. Sein Oberschenkelmuskel oberhalb des kaputten Knies verlor während der Verletzungsphase sechs Zentimeter Umfang. Mit unbändigem Willen hat er dieses Defizit wieder aufgeholt. „Die Faustformel ist, dass man bei wirklich hartem Training pro Monat etwa einen Zentimeter aufbauen kann“, erklärt er.
Um das zu schaffen, legte er Sonderschichten ein: Nach der Saison trainierte er eine Woche länger, absolvierte im Urlaub zwei Wochen ein individuelles Programm und stieg zwei Wochen früher wieder ein. Das Resultat: „Mittlerweile ist es relativ ausgeglichen, und ich fühle mich richtig gut.“
Seine Einsatzzeiten werden ebenfalls vorsichtig erhöht. Nach 45 Minuten im Freundschaftsspiel gegen Rostock und 60 Minuten gegen Hoffenheim möchte Kleindienst bald wieder voll durchstarten. „Natürlich ist es mein Ziel, im Pokal gegen Schott Mainz und in der Liga gegen Leipzig wieder 90 Minuten zu spielen“, sagt der Angreifer. Er setzt sich jedoch nicht unter Druck, da er gelernt hat, „in Bezug auf meine Gesundheit schlau zu agieren.“
Ein gewaltiger Ehrgeiz ist sein Antrieb, auch wenn er nicht auf dem Rasen steht. Kleindienst fördert den Wettbewerbsgeist in der Mannschaft, egal ob beim Karten zocken oder am Dartboard. „Da liege ich absolut vorne!“, protzt er und erwähnt lachend einen 12:3-Erfolg über Kevin Diks. Er gesteht: „Wettkampf ist eine wichtige Komponente fürs Team, aber auch eine Macke von mir. Ich mache ungern etwas aus reinem Spaß.“ Sogar wenn er mit seiner Frau Uno spielt, ist ein Sieg für ihn Pflicht, den er anschließend auch zelebriert.
Diese Gewinner-Einstellung hat allerdings auch ihre Kehrseiten, was besonders seine Frau Josefine merkt. Nach Pleiten des Teams muss sie seine Schimpftiraden aushalten. „Das ist auch nicht immer so schön“, gesteht der Star von Gladbach. Jedoch gelinge es ihm auch rasch, wieder zur Analyse überzugehen. (red)

