Ein ehemaliger Gladbacher will die Zeit am Niederrhein einfach nur noch aus seinem Gedächtnis streichen.
„Nicht die beste Zeit“Ex-Borusse weint Gladbach keine Träne nach

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH
Marvin Friedrich will bei Union Berlin wieder angreifen.
Abschied nach viereinhalb Jahren! Marvin Friedrich (30) ist zurück bei Union Berlin. Bei den „Eisernen“ hat er einen Kontrakt bis 2028 signiert. Für den Abwehrspieler ging ablösefrei zurück in die Hauptstadt.
Und er redet Klartext, was seine Gefühle angeht: Die Zeit bei Borussia Mönchengladbach möchte er am liebsten komplett ausblenden. Das berichtet „bild.de“.
Marvin Friedrich: „Möchte nicht so viel über meine Vergangenheit sprechen“
„Ich muss ehrlich sagen, dass ich eigentlich gar nicht so viel über meine Vergangenheit sprechen möchte“, sagt Friedrich. Er sei erleichtert, dass er jetzt wieder für die Köpenicker auflaufen darf. Seine Karriere-Station am Niederrhein entwickelte sich zu einer Enttäuschung, obwohl er damals als Defensiv-Boss und stellvertretender Kapitän von den Hauptstädtern kam. Die Bilanz: ein Treffer in 90 Partien, in der letzten Spielzeit reichte es sogar nur für fünf Auftritte.
Er reflektiert die letzte Zeit mit deutlicher Selbstkritik. „Wie wir alle wissen, war Gladbach nicht die beste Zeit meiner Karriere“, räumt er ein. Aber so sei das Geschäft, es könne nicht immer nur nach oben gehen. Persönlich hat er die Sache für sich beendet und ad acta gelegt.
Die Sehnsucht nach einer Rückkehr „nach Hause“ war enorm. Friedrich enthüllt: „Ich hatte meinem Berater damals gesagt, dass ich große Lust hätte, noch einmal zu Union zu gehen, falls sich die Möglichkeit ergibt.“ Sobald die Berliner ihr Interesse bekundeten, gab er sofort grünes Licht für den Wechsel. Die Verhandlungen zogen sich anscheinend schon über einen längeren Zeitraum.
In Köpenick ist man sich im Klaren darüber, wen man sich da zurückholt. Union-Präsident Dirk Zingler (61) bringt es auf den Punkt: „Bei Marvin wissen wir genau, was wir an ihm haben. Wir wissen, was er kann, und wissen auch, was er nicht kann.“ Man betrachtet Friedrich als erfahrenen Spieler, der die neu formierte Abwehr nach dem Weggang von Danilho Doekhi (28) und Diogo Leite (26) festigen soll.
Wer künftig die zentrale Verteidigung besetzt, verrät Coach Mauro Lustrinelli (50) bisher nicht. Friedrich zeigt sich indes voller Tatendrang und kennt die anstehende Aufgabe. „Ich bin hierhergekommen, um wieder zu spielen. Ich weiß, dass ich mir hier alles neu erarbeiten muss und nichts geschenkt bekomme. Aber dafür bin ich bereit.“ (red)
