Zuerst Frust, dann fette Testspiel-Party: Die Fohlen mit zwei komplett unterschiedlichen Hälften!
Startelf mit ProblemenZweiter Anzug ballert Gladbach zu 4:1-Sieg – Neuzugang trifft doppelt

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Borussia Mönchengladbach, hier Wael Mohya, hat einen deutlichen Testspielerfolg gegen Hoffenheim geholt, bei dem aber längst nicht alles klappt.
Falls das die Formation für den Ernstfall in zwei Wochen sein soll, hat Trainer Eugen Polanski (40) noch jede Menge zu tun! Die Vorstellung von Borussias vermeintlicher Top-Elf im 120-Minuten-Test gegen die TSG Hoffenheim in Schwaz (Tirol) war in vielen Aspekten einfach nur enttäuschend.
Der Spielaufbau? Behäbig. Die Pässe? Zu ungenau. Und im Angriff fehlte jeglicher Druck. Die logische Folge nach 60 Minuten gegen das Team, das in der Europa League spielt: ein 0:1-Rückstand.
Isac Lidberg mit Doppelpack gegen Hoffenheim
Zu Beginn gewährte Polanski einen tiefen Einblick in seine Pläne für das Pokalspiel bei Schott Mainz und den Ligastart in Leipzig. Vor Schlussmann Moritz Nicolas verteidigten Lukas Ullrich, Kevin Diks, Nico Elvedi sowie der überraschend aufgestellte Joe Scally. Im Mittelfeld sollten Philipp Sander und Enzo Leopold für Stabilität sorgen, während vorne Tim Kleindienst von Franck Honorat, Wael Mohya und Hugo Bolin unterstützt wurde.
Doch der Plan ging nicht auf, der Spielaufbau war von Anfang an fehlerhaft. Immer wieder luden Nicolas, Diks und Scally die Gegner durch unsaubere Pässe zu schnellen Gegenstößen ein. Zweimal musste Nicolas gegen Wouter Burger (9.) und Tim Lemperle (14.) in höchster Not klären. Beim Gegentor durch Bambasé Contéa (31.) war er nach einem Fehler in der Abwehr aber chancenlos. Nach vorne ging bei den Fohlen so gut wie nichts, die beste Chance vergab Bolin, als er alleine vor Nationaltorwart Oliver Baumann scheiterte. Das berichtet „bild.de“.
Nach einer Stunde brachte Polanski dann, mit Ausnahme von Sander, zehn neue Akteure. Und auf einmal lief der Ball! Die Kombination aus Neuzugängen, Talenten und etablierten Kräften wie Robin Hack oder Kevin Stöger wirbelte die Partie komplett auf. Zuerst erzielte Hack nach einer super Vorlage von Isac Lidberg und Iaia Danfa den Ausgleich (76.). Anschließend kam die große Show von Lidberg, der mit einem Doppelpack (86. und 105.) die Weichen auf Sieg stellte, bevor Neuhaus alles klarmachte (115.).
Für mächtig Wirbel sorgte nach 60 Minuten eine hitzige Auseinandersetzung. Hoffenheims Ozan Kabak foulte Wael Mohya im Mittelfeld ziemlich unsanft, was Manager Rouven Schröder (50) an der Seitenlinie komplett aus der Haut fahren ließ. Der Manager musste sich erst nach einer Diskussion mit TSG-Trainer Christian Ilzer wieder fangen, um die Situation zu deeskalieren.
Ein Kompliment muss man auch Ersatztorwart Daniel Batz machen. Nach seiner Einwechslung lieferte er eine überragende Vorstellung ab und machte mit drei Weltklasse-Paraden mehrere hochkarätige Möglichkeiten der TSG zunichte. (red)

