Castrop fällt aus: Jetzt ist Polanskis Kreativität gefragt!
Wer ersetzt Pechvogel Castrop?Gladbach-Coach Polanski vor dem großen Mittelfeld-Puzzle

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Jens Castrop fällt wochenlang verletzt aus. Wer ersetzt ihn im Mittelfeld?
Eine Hiobsbotschaft für Borussia Mönchengladbach! Wegen einer Schulterblessur muss Jens Castrop (23) für wenigstens einen Monat zusehen. Eine richtig bittere Pille, denn der WM-Fahrer aus Südkorea fehlt damit beim so wichtigen Start in die neue Saison.
Er wird ausfallen: im Pokal-Match gegen Schott Mainz (23. August), beim Bundesliga-Start in Leipzig (29. August) und auch beim ersten Spiel zu Hause gegen Elversberg (5. September, alle 15.30 Uhr). Für Coach Eugen Polanski (40) ist das ein echtes Problem: Seine gesamten Pläne für das Herzstück des Teams sind damit überholt. Castrop war nämlich als dynamischer Erbe für den zu Leipzig transferierten Rocco Reitz (24) vorgesehen.
Rouven Schröder: „Aber wir jammern nicht“
Schon zu Beginn der Vorbereitung am Tegernsee war die Ausfallliste der Fohlenelf alarmierend lang. Sportdirektor Rouven Schröder (50) fand damals klare Worte für die Lage: „Neun! Und davon viele mit Startelf-Potenzial – das ist schon ein Brett. Aber wir jammern nicht, das ist auch immer die Chance für andere, sich zu empfehlen.“
Diese Aussage gewinnt jetzt erneut an Brisanz. Schröder leidet mit dem Spieler: „Eine unglückliche Situation für Jens. Wir tun alles, dass er schnell wieder fit wird.“ Das berichtet „bild.de“.
Aber wer füllt nun diese Lücke? Die wahrscheinlichste Option dürfte Enzo Leopold (26) sein. Der Profi, der ablösefrei von Hannover an den Niederrhein wechselte, könnte zusammen mit Philipp Sander (28) das Duo auf der Doppelsechs formen.
Leopold ist bekannt für sein sicheres Passspiel und seine hohe Spielintelligenz, aber es gibt ein Aber: Verliert das Team den Ball, könnte es diesem Gespann bei der schnellen Rückwärtsbewegung an Tempo fehlen.
Eine andere Möglichkeit, die deutlich mehr Geschwindigkeit verspricht, heißt Zento Uno (22). Der Japaner, der von Shimizu S-Pulse geholt wurde, ist extrem motiviert und gibt sich selbstbewusst: „Ich brenne darauf, zu zeigen, was ich kann. Meine Stärken sind Zweikämpfe und Laufarbeit, ich bin ein klassischer Box-to-Box-Spieler.“ Mit ihm neben Sander wären Sorgen um das Tempo wohl vom Tisch.
Alternativ könnte Polanski auf pure Routine setzen und entweder Kevin Stöger (32) oder Florian Neuhaus (29) auf die Sechserposition ziehen. Beide Akteure haben dort schon gespielt, bevorzugen aber klar die Rolle als Spielmacher auf der Zehn. Für die beiden Routiniers dürfte es daher eher auf einen Platz auf der Ersatzbank hinauslaufen.
Oder packt der Trainer die mutige „Jugend forsch“-Karte aus? Matthieu Nguefack (18) hat sich im Trainingscamp stark in den Vordergrund gespielt und ist eine ernsthafte Option. Auch Fritz Fleck (19) und Edin Biber (17) erhalten vom Coach viel Zuspruch.
Polanski unterstreicht: „Die Jungen machen es richtig gut, sie sind hier nicht dabei, um den Kader aufzufüllen, sondern weil sie Qualität haben.“ Allerdings sind Fleck und Biber eher im vorderen Spielfelddrittel beheimatet. (red)


