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Von Judith Malter, Achim Müller

Stichwort „Favoritensterben“ So oft scheiterte Borussia in der ersten Runde des DFB-Pokals

Zuletzt scheiterten die Fohlen um Christoph Kramer (rechts im Bild), der auch heute im Kader von Borussia Mönchengladbach steht, in der Saison 2013/14 in der ersten Pokalrunde am SV Darmstadt. Seitdem kamen die Fohlen immer weiter als nur eine Runde.

Zuletzt scheiterten die Fohlen um Christoph Kramer (rechts im Bild), der auch heute im Kader von Borussia Mönchengladbach steht, in der Saison 2013/14 in der ersten Pokalrunde am SV Darmstadt. Seitdem kamen die Fohlen immer weiter als nur eine Runde.

Mönchengladbach - Zugegeben: So wirklich bange dürfte keinem geworden sein, als feststand, dass Borussia Mönchengladbach in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den FC Oberneuland trifft. Der Aufsteiger in die Regionalliga Nord hat zwar ohne Frage seine Berechtigung in der ersten Runde des Wettbewerbs anzutreten – das Team qualifizierte sich durch den Gewinn des Lotto-Pokals – ein Klassenunterschied zu Borussia, das in der kommenden Spielzeit sogar in der Königsklasse antritt, sollte aber dennoch sichtbar sein.

Dass das jedoch nicht automatisch den Sieg bedeutet, wissen die Fohlen um Coach Marco Rose (44). Und auch die Historie der Fohlen zeigt, dass es durchaus möglich ist, auch in der ersten Pokalrunde auszuscheiden. Ganze achtmal nämlich scheiterte Borussia bereits im ersten Durchgang. Und zwar: 1963, 1965, 1966, 1988, 1997, 1999, 2004 und 2013. Und: Häufig waren Teams, die in einer tieferen Liga spielen als die Fohlen, die „Rausschmeißer“.

Zuletzt scheiterte Borussia an den „Lilien“ aus Darmstadt

Zuletzt war es der Zweitligist SV Darmstadt, der Borussia in Runde eins des Turniers zum Verhängnis wurde. 4:5 nach Elfmeterschießen verlor die Fohlenelf damals noch unter Trainer Lucien Favre (62) das Duell am Böllenfalltor damals. Drei Mitglieder des aktuellen Kaders dürften das Match noch in grausamer Erinnerung haben: Sowohl Tony Jantschke (30) als auch seine Kollegen Patrick Herrmann (29) und Oscar Wendt (34) standen bei Borussias Pokal-Debakel auf dem Platz. Auch Teammanager Christofer Heimeroth (39) wird nichts Positives mit dem Match verbinden – er stand nämlich für die Fohlenelf im Tor.

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Zuvor hatte Borussia 2004 die schmerzliche Erfahrung gemacht, die erste Runde nicht zu überstehen. Bei den Amateuren des FC Bayern München, der heute in der 3. Liga damals aber noch in der Regionalliga Süd antrat, sollte damals der Einzug in die nächste Runde klar gemacht werden. Das klappte jedoch nicht. Mit 6:7, abermals im Elfmeterschießen, unterlag die Fohlenelf der Zweitvertretung des Rekordmeisters. Ex-Stürmer Oliver Neuville (47) dürfte sich noch gut daran erinnern. Zumindest die Blamage gegen die Zweitvertretung eines Klubs auszuscheiden, muss Borussia in Zukunft nicht mehr über sich ergehen lassen – sie sind von der Teilnahme an der Hauptrunde ausgeschlossen.

Elfmeterschießen wurde Fohlen häufig zum Verhängnis

Überhaupt wurde das Elfmeterschießen gegen Teams aus unteren Ligen den Gladbachern leider häufiger zum Verhängnis. So auch 1999 als Borussia Zweitligist war und im DFB-Pokal auf den SC Verl traf, der zu diesem Zeitpunkt in der Regionalliga West antrat. Mit Torjäger Arie van Lent (50) und Torhüter-Legende Uwe Kamps versuchte Borussia den Einzug in Runde zwei – und scheiterte abermals im Elfmeterschießen mit 5:6. Übrigens: In Borussias Abwehrkette stand damals der heutige Fohlen-Manager Max Eberl (46).

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Wieder ein Elfmeterschießen und wieder ein Pokal-Aus in der ersten Runde erlebte die Fohlenelf in der Saison 1997/98. Hannover trat in dieser Spielzeit in der Regionalliga Nord an und warf Borussia mit 4:6 aus dem Turnier. Drei Spieler, die an diesem Tag auf dem Platz standen, waren 2017 Teil von Borussias Trainerteam. Beim Gegner spielten Dieter Hecking und Otto Addo, bei Gladbach stand Uwe Kamps im Tor, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und keinen Elfer parieren konnte.

1998/99 hatte Borussia bei Schalke 04, dass kurz vorher in die zweite Bundesliga abgestiegen war, das Nachsehen.  Weil sich nach 120 Minuten kein Team durchgesetzt hatte, gab es ein Wiederholungsspiel zehn Tage später auf dem Bökelberg, das die Elf vom Niederrhein 1:2 verlor.

1960er waren für Borussia keine guten DFB-Pokal-Jahre

Die Schalker waren es auch, die Borussia 1966/67 zum Verhängnis wurden. 2:4 unterlagen die Gladbacher. Immerhin: Die Schalker waren zu diesem Zeitpunkt wie die Fohlen auch Bundesligist. Überraschend kam das Pokalaus jedoch trotzdem: nur eine Woche vorher hatte man Schalke 0:11 in der Liga abgeschossen.

Nur ein Jahr zuvor war Borussia Mönchengladbach bereits in der ersten Pokalrunde rausgeflogen. Durch ein 5:1 gegen Opel Rüsselsheim am Tag nach Neujahr 1966 hatte sich Borussia qualifiziert. Diesmal war der FC Neukirchen der Übeltäter, der den Fohlen den Pokalabend vermieste. Die Neunkirchener waren übrigens Borussias erster Bundesliga-Gegner gewesen. Gleichzeitig waren sie auch und der erste als Bundesligist, auf den das Team im DFB-Pokal traf. Das Aus gegen Neunkirchen kam übrigens in der Verlängerung: In der 116. Minute kam der KO.

Die Sechziger Jahre gehören nicht zu Borussias ruhmreicher DFB-Pokalzeit denn auch 1963/64 war bereits nach einer Partie Schluss. Borussia, damals noch kein Bundesligist, musste sich damals noch über den Westdeutschen Pokal für den DFB-Pokal qualifizieren. Nachdem sich Borussia gegen die SpVgg Langerfeld (9:0), den SV St. Tönis (6:0), Arminia Bielefeld (5:0) und Viktoria Köln (4:2) durchgesetzt hatte, scheiterte sie an Altona FC 93, das damals ebenfalls in der zweitklassigen Regionalliga seine Spiele absolvierte.

Mit diesem Hintergrundwissen wird Borussia mit Sicherheit alles daran setzten, dass nicht noch ein Erstrunden-Aus zu der Liste dazu kommt. Coach Marco Rose ist sich jedenfalls klar darüber, dass die Fohlen das Weiterkommen in der eigenen Hand haben: „Es liegt eigentlich nur an uns, wie das Spiel ausgeht. Es kommt eine Mannschaft, die nichts zu verlieren hat. Das weiß sie. Sie wollen die Sensation suchen.“