Gladbacher Jung und Barcelona-Star lobt BVB-TormaschineTer Stegen: „Haaland würde jede Mannschaft dieser Welt besser machen“

Der Ex-Gladbacher Marc-André ter Stegen im Spiel seines Teams FC Barcelona am 25. April 2021.

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Der Ex-Gladbacher Marc-André ter Stegen im Spiel seines Teams FC Barcelona am 25. April 2021. 

Aktualisiert

Mönchengladbach - Der Ex-Gladbacher Marc-André ter Stegen (29) befindet sich aktuell mit dem FC Barcelona mitten im Kampf um die spanische Meisterschaft. Vier Spieltage vor Saisonende sind die Katalanen Dritte in der Tabelle, nur zwei Punkte trennen sie von Atletico Madrid an der Tabellenspitze. Bevor am Samstag (8. Mai 2021/16.15 Uhr) der Meistergipfel steigt, wenn Barcelona Atletico empfängt, hat ter Stegen über den Umbruch seines Vereins und Gehaltsverhandlungen in Corona-Zeiten gesprochen. Außerdem hat er seine Meinung zu Messi und Haaland verraten.

  1. Ex-Gladbacher Marc-André ter Stegen spielt mit dem FC Barcelona um die spanische Meisterschaft
  2. Im Interview lobt er BVB-Tormaschine Haaland
  3. Ter Stegen: „Seine Spielweise und sein Torwille sind beeindruckend“

Ex-Gladbacher mit Barcelona im Umbruch

Der FC Barcelona befindet sich aktuell mitten in einer Phase des Umbruchs. „Jeder sieht, dass wir uns in einer schwierigen Phase befinden. Man muss uns daher einfach die nötige Zeit geben, um diesen Umbruch weiter voranzutreiben. Wir haben viele junge Spieler, die in den nächsten Jahren noch enorm wichtig für uns sein können“, sagte ter Stegen im Interview mit „Sport1“.

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„Es ist bemerkenswert, dass die Jungs in diesem Alter schon auf Top-Niveau spielen. Pedri spielt seit Wochen fast jedes Spiel. Das ist schon verrückt für so einen jungen Kerl. Die Jungs haben mehr Energie als wir älteren Spieler“, führt der Ex-Gladbacher aus. Gemeint sind neben Pedri (18), auch Ansu Fati (18) und Ilaix Moriba (18), die alle erst 18 Jahre alt sind.

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Bei allem Lob für die jungen Teamkollegen will der 29-Jährige auch nicht den sechsmaligen Weltfußballer Leonel Messi (33) aussparen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. „Es ist der Spieler der letzten Jahre für den FC Barcelona. Er ist das Maximum. Natürlich wäre es ein Verlust für den FC Barcelona, wenn er geht“, so ter Stegen. Bisher ist noch unklar, ob Messi bei den Katalanen verlängert.

Auch die Furore um BVB-Stürmer Erling Haaland (20) ist dem Nationalkeeper nicht entgangen. Ter Stegen schwärmt: „Seine Spielweise und sein Torwille sind beeindruckend. Wenn man Videos sieht, in denen er im Vollsprint von ganz hinten nach ganz vorne rennt und das Ding mit aller Macht reinmacht, dann ist das schon erstaunlich. Das ist purer Wille, das kann man nicht trainieren. Haaland würde jede Mannschaft dieser Welt besser machen.“

Ter-Stegen über Haalands Tor-Willen: „Das kann man nicht trainieren“

Ter Stegen weiter: „Das heißt aber nicht, dass er nicht in Dortmund bleibt. Der BVB ist ein sehr gut geführter Verein, in welchem in den vergangenen Jahren ein hervorragender Job gemacht wurde. Wieso soll er nicht noch für ein Jahr dort bleiben? Ein Rückschritt wäre das keineswegs. Wenn er geht, dann hätte sein neues Team einen Wahnsinns-Stürmer für die nächsten zehn Jahre.“

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Ter Stegen selbst hat im Oktober seinen Vertrag bei den Katalanen bis 2025 verlängert und ist seinem Verein in Sachen Gehalt entgegengekommen. Der Hintergrund: Barcelona steht vor einem riesigen Berg Schulden. Demnach habe ter Stegen ein Modell der Stundung ausgehandelt. 

„Je nachdem, wie lange der Vertrag läuft, kann man die Zahlungen entsprechend anpassen. Die Gespräche waren relativ schnell abgehandelt. Wenn wir als Mannschaft dem Verein helfen können, dann tun wir das“, erklärt er. 

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Generell sieht der Torhüter trotz der Umbrüche und Probleme positiv in die Zukunft seines Klubs. Dass Joan Laporta (58) nun wieder das Amt des Präsidenten aufgenommen hat, freut den Torwart. 

„Durch den Präsidentenwechsel ist wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt. Das tut dem Verein gut. Der neue Präsident hat jetzt viel zu tun und wird vieles hinterfragen. Er wird eine neue Rang-Ordnung schaffen. Wir Vertrauen ihm zu 100 Prozent, dass er den Verein wieder in gute Bahnen lenken wird“, so ter Stegen.

Ter Stegen über Präsident Joan Laporta und Super League

Der beschreibt den Menschen Laporta etwas genauer: „Der neue Präsident und sein Vize sind Fans des FC Barcelona und vermitteln das nach außen. Als sie sich bei uns präsentiert haben, haben sie eine enorme Energie ausgestrahlt. Sie haben eine Brandrede gehalten und gesagt: 'Leute, wir schaffen das!' Ich bekomme sogar eine Gänsehaut, wenn ich jetzt darüber rede. Laporta ist sehr nahbar und strahlt eine unfassbare Energie aus.“

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Zum Thema Super League sagt ter Stegen: „Ich verstehe den Unmut der Leute, aber es muss nicht zu einer Feldinvasion kommen. Ich möchte die Pläne nicht gutheißen, aber auch nicht pauschal verurteilen. Jeder darf darüber seine Meinung äußern, wenn man darüber nachgedacht hat. Wenn man pauschal Ja oder Nein sagt, ist mir das zu billig. Die Entscheidung sollte wohlüberlegt sein“, so der Keeper. 

Obwohl der FC Barcelona Mitbegründer dieses vorerst gescheiterten Wettbewerbs ist, habe er auch nur über die Medien von dem Thema erfahren. 

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Trotz allen Unruhen ist sich ter Stegen sicher: „Barca wird auch in Zukunft erfolgreich sein, davon bin ich überzeugt!“

Auf seine Person angesprochen, äußert sich der gebürtige Mönchengladbacher bescheiden: „Die Leute wissen, dass ich immer mein Bestes gebe und mit Herzblut dabei bin. Das möchte ich nicht nur dahinsagen, sondern auf dem Platz und daneben vorleben. Wenn mich die Leute mit großen Torhütern wie Andoni Zubizarreta vergleichen, dann ehrt mich das.“

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Ter Stegen kommt ursprünglich aus dem Fohlen-Stall. Er durchlief seit 2007 alle Jugendmannschaften der Borussia. Sein Debüt im Tor der Fohlen gab das Gladbacher-Eigengewächs am 10. April 2001 unter Trainer Lucien Favre (63) im Derby (5:1) gegen den 1. FC Köln.

2014 zog es den Torwart nach Spanien. Seitdem spielt er beim FC Barcelona. Mit den Katalanen wurde er Champions League-Sieger und mehrfacher spanischer Meister und Pokalsieger. Als Keeper der deutschen Nationalmannschaft durfte er bisher 25-mal im Tor stehen.

Trainer Eugen Polanski steht im Stadion.

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