Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Von Achim Müller, Piet van Riesenbeck

Witz-Elfer-Eklat in der Nachspielzeit Gladbach wütet über geklauten Sieg in Stuttgart

Gladbachs Verteidiger Ramy Bensebaini (l.) im Zweikampf mit Stuttgarts Sasa Kalajdzic (r.) beim Bundesliga-Topspiel am 16. Januar 2021.

Gladbachs Verteidiger Ramy Bensebaini (l.) im Zweikampf mit Stuttgarts Sasa Kalajdzic (r.) beim Bundesliga-Topspiel am 16. Januar 2021.

Stuttgart - Borussia verpasst es, den Aufholjagd-Sieg gegen Bayern München zu vergolden! Die Fohlen verspielten am Samstagabend im Bundesliga-Topspiel beim starken Aufsteiger VfB Stuttgart den Sieg, mussten sich mit einem 2:2 begnügen.

Aber: Totale Wut im Gladbacher Lager. Die Fohlen fühlten sich um den Dreier betrogen. Schiri Brych hatte wenige Sekunden vor Ende in der Nachspielzeit einen Elfer für den VfB noch gegeben.

Eine Fehlentscheidung. Gladbachs Nationalspieler Jonas Hofmann tobte gleich nach Spielschluss bei Sky: „Eine Frechheit. Wie kann kann man sowas pfeifen? Ein Witz. Ich muss aufpassen, was ich sage, sonst werde ich lange gesperrt.“

Gladbach: Borussia gibt zwei Mal die Führung in Stuttgart her

Stuttgarts Kalajdzic, der gefoult worden sein sollte, eierte nach dem Abpfiff rum: „Ich kann mich nicht richtig an die Situation erinnern.“

Das Topspiel brauchte einige Minuten, um auf Touren zu kommen. Die erste Chance hatte der VfB, Mangala zog ab, VfL-Keeper Sommer verhinderte die Schwabenführung. Gegenzug Gladbach. Embolo, der trotz eines Mittelhandbruches spielen konnte, zog auf, Abschluss, dieses Mal verhinderte Schlussmann Kobel das Tor.

Im Anschluss übernahm die Borussia immer mehr die Spielkontrolle gegen lauernde Gastgeber. Und drückte. VfB-Verteidiger Stenzel verhinderte per Rettungsaktion noch das Gegentor. Kurios: Ein Loch im Stuttgarter Tor, welches erst während der Partie entdeckt worden war, musste mit Kabelbindern repariert werden.

Hielt die Borussia jedoch nicht davon ab, kurz darauf zu treffen. Sosa hatte Gladbachs Lainer im Strafraum umgesenst, Schiri Felix Brych entschied sofort auf Strafstoß. VfL-Kapitän Lars Stindl schnappte sich die Kugel und vollstreckte sicher vom Punkt, 1:0 für die Fohlen.

So ging es auch in die Pause, aus der Borussia weiter konzentriert wirkend zurückkehrte. Jedoch: Chancen hatte zunächst der VfB. Castros abgefälschte Hereingabe musste Sommer entschärfen. Wenig später kam Anton nach einem Eckball zum Abschluss, Ginter verhinderte per Rettungstat vor der Linie den Ausgleich.

Nächster Stuttgarter Angriff, Gonzalez mit Flugkopfball-Einlage nach einer Sosa-Flanke, Sommer ohne Chance, drin, 1:1. Der VfB bekam Oberwasser. 

Aber: Die Fohlen blieben cool, reagierten nur wenige Augenblicke später. Stindl schickte Zakaria auf die Reise, Monster-Sprint des Schweizers, schließlich visierte er das lange Eck an, Schuss, passte, 2:1 für die Elf vom Niederrhein.

Borussia wollte nachlegen: Stindl bediente Plea, doch dessen Schuss sauste vorbei. Gegenzug VfB, Castro konnte im Zentrum durchbrechen, Ginter verhinderte per Grätsche den möglichen Ausfall.

Borussia war wieder dran: Neuhaus marschierte durch, brach in den VfB-Strafraum ein, Schuss, Keeper Kobel verhinderte per Parade die Vorentscheidung.

Andere Seite: Didavi kam nach einer Ecke frei zum Kopfball, Sommer war aber wach, verhinderte den Ausgleich. 

Nachspielzeit, letzte Aktion. Bensebaini klammerte leicht Stuttgarts Kalajdzic. War das etwa ein Elfer? Schiri Brych schaute mit Hilfe des Videoassistenten nach, pfiff dann Strafstoß. Wamangituka trat an, drin, 2:2. Aus! 

TV-Sender Sky: Elfer für Stuttgart nicht gerechtfertigt

Aber: Der Sender Sky zeigte: Eine klare Fehlentscheidung. Kalajdzic war über den Fuß seines eigenen Mitspielers Anton gestolpert. Lothar Matthäus: „Kein Elfer. Ich kann den Unmut der Gladbacher verstehen.“ Unfassbar!